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Band: Vulture Industries Homepage Vulture Industries bei Facebook Metalnews nach 'Vulture Industries' durchsuchenVulture Industries
Album:VI - The Malfactor's Bloody Register
Genre:Dark Metal, Prog-Metal, Psychedelic
Label:Dark Essence Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:05.11.10
CD kaufen:'Vulture Industries - VI - The Malfactor's Bloody Register' bei amazon.de kaufen
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"Ab in die Gei[st]erbahn!"

Es gibt viele, viele Alben, die man nur selten oder gar nicht wieder auspackt, obwohl man sie mehrmals gehört und für überdurchschnittlich gut befunden hat. Das hat sicherlich auch mit der schieren Masse an Veröffentlichungen zu tun, der man als Rezensent ausgesetzt ist – ebenso wie mit dem Umstand, dass man auch für seine alten Lieblingsscheiben immer noch Zeit haben will. So geraten gerade "kleinere" Bands schnell auch wieder aus dem Blickfeld.

VULTURE INDUSTRIES aus dem norwegischen Bergen sind eine Kapelle, bei der mir das glücklicherweise nicht passiert ist. Zu mitreißend, schräg und faszinierend war das Debüt "The Dystopia Journals", um mir so schnell wieder aus dem Kopf zu gehen. Natürlich habe ich leider auch diese Scheibe weniger gehört, als sie es verdient hätte – vielleicht kommt der Nachfolger deswegen so überraschend, weil "The Dystopia Journals" noch lange nicht ausreichend die Gehörgänge strapaziert hat. Nun ist "VI – The Malfactor's Bloody Register" aber da und verlangt gleich eine ganze Ecke mehr Aufmerksamkeit als sein Vorgängerwerk. Denn obwohl VULTURE INDUSTRIES im Prinzip ihrem Sound treu geblieben sind, stellen die 44 Minuten dieses Albums zunächst einmal eine Herausforderung dar. Wo "The Dystopia Journals" vor allem durch Bjørnar E. Nilsens Gesangslinien schnell ins Ohr ging und der progressive Anspruch ein Stück weit hinter frostiger Eleganz zurückbleiben musste, gehen die Bergener diesmal mehr aus sich heraus. Nach dem verschrobenen Zirkusintro "Crooks And Sinners" startet "Race For The Gallows" den Höllenritt aus groovenden Riffs, knarzend verzerrtem Bass, schwärender Orgel und ausgesprochen manischem Gesang. Vor allem letzterer ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich variantenreicher ausgefallen. Dazu gesellen sich gelegentlich auch noch Streicher und ein Saxofon. Erfreulicherweise sind VULTURE INDUSTRIES jedoch nicht nur irre, sondern auch ausgesprochen fähige und einfallsreiche Musiker, die nicht nur ihr Handwerk, sondern offenbar auch einander verstehen.

Daher klingt "VI – The Malfactor's Bloody Register" zwar auf den ersten Eindruck so, als würden sich DIABLO SWING ORCHESTRA, KATATONIA, SOLEFALD, ALCHEMIST und ARCTURUS gleichzeitig durch die Eintrittspforte zum Edgar Allen Poe-Mausoleum drängeln wollen. Wer sich jedoch etwas mehr Zeit für die komplexen Strukturen nimmt, dem offenbaren sich hier wahre Perlen. Zu den am schnellsten zu erschließenden mögen "Race For The Gallows", "This Cursed Flesh", "I Hung My Heart On Harrow Square" und "Crowning The Circle" gehören, was den Rest von "VI – The Malfactor's Bloody Register" allerdings keineswegs schlechter macht. Für Fans von ARCTURUS, DIABLO SWING ORCHESTRA und den späteren Werken der Australier ALCHEMIST ist diese Scheibe absolute Pflicht – doch auch wer sonst auf progressive Psychotrip-Mucke steht, tut sich mit VULTURE INDUSTRIES einen großen Gefallen. Definitiv eine Band, die ihr nicht so schnell vergessen werdet!

Trackliste:
01. Crooks And Sinners
02. Race For The Gallows
03. Hangman's Hatch
04. The Bolted Door
05. This Cursed Flesh
06. I Hung My Heart On Harrow Square
07. Crowning The Circle
08. Of Branded Blood
Spielzeit: 00:44:18

Line-Up:
Bjørnar E. Nilsen – Gesang, Keyboard, Samples, Programming
Øyvind Madsen – Gitarre, Hintergrundgesang
Eivind Huse – Gitarre, Hintergrundgesang
Tor Helge Gjengedal – Schlagzeug, Hintergrundgesang
Kyrre Teigen - Bass, Hintergrundgesang
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
14.11.2010 | 12:09
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