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Band: W.A.S.P. Homepage  Metalnews nach 'W.A.S.P.' durchsuchenW.A.S.P.
Album:Dominator
Genre:Heavy Metal
Label:Demolition Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.04.07
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"Still motherfucking mean"

Blackie zurück im Sägewerk. Nach einer recht langen Durststrecke gibt der Mann mit der Reibeisenstimme der Gemeinde wieder das, wofür sie sich vor gut 20 Jahren mit rohem Fleisch und fehlgesteuerten Feuerwerkskörpern hat bombardieren lassen: Metal!

Auf „Dominator“ ist der orchestrale Pseudo-Anspruch der „Neon-God“ – Phase einer zwar melancholisch angehauchten, aber dennoch brachial und befreit wirkenden Grundnote gewichen. Das wird schon mit dem ersten Track klar: „Mercy“, eine Mischung aus „Wild Child“ und „Heretic [The Lost Child]“, brät dem Lauscher gitarrenmäßig dermaßen eins übers Horn, dass man gleich in den Keller stolpert, um freudestrahlend die allererste Kutte aus der dort aufgestellten Trauervitrine zu befreien. Und dabei geht’s in dem Opener – wie in allen übrigen Songs – nicht wie ganz früher um das Akkordflachlegen diverser Sunset-Boulevard-Schönheiten, sondern um die verfehlte Irak-Politik der aktuellen US-Regierung. Wer hätte das gedacht? Mit diesem Wissen ausgestattet, kann man problemlos jederzeit eine Mischung aus Zynismus und hoffnungsloser Traurigkeit aus des Meisters Vokalakrobatik heraushören – großes Kino. Leider sackt das Niveau zumindest musikalisch mit dem biederen Allerwelts-Rocker „Long, Long Way To Go“ sofort wieder ab, sodass sich kurzfristig Angst breit macht. Unnötig, denn „Take Me Up“, ein epischer Marschierer mit Gänsehautmelodie hebt die Fahne der verloren geglaubten Metal-Superhelden gleich wieder auf. Und es kommt noch besser: „The Burning Man“ galoppiert souverän in Richtung gehobenes „Crimson Idol“-Niveau. Der Ohoho-Singalong-Part am Ende weckt Erinnerungen an MAIDENs „Heaven Can Wait“. Überhaupt ist der Song vom Aufbau her DIE Verkörperung der klassischen W.A.S.P.-Melodie- und Spannungsbogenverwertung: Lawless hangelt sich durch ein paar möglichst ergreifende Vocallines in der Strophe, die Bridge baut kurz noch mal etwas mehr Spannung auf, bevor der mehrstimmig vorgetragene und megaeingängige Refrain die Jünger vollends glücklich macht. Nach diesem Feuerwerk bietet das balladeske Epos „Heaven’s Hung in Black (Reprise)“ nicht etwa Zeit, um zu verschnaufen, sondern fährt erneut das gesamte Gänsehautprogramm auf. Die übrigen Tracks fallen qualitativ nur unbedeutend ab. „Heaven’s Blessed“ kann man aufgrund seiner relativen Durchschnittlichkeit zwar nicht zukünftigen Klassiker feiern, aber „Teacher“ geht dafür wieder schön unter die Haut. Nachdem die Reprise des „Heaven’s Hung In Black“-Monuments verklungen ist, darf man sich beim rotz’n rolligen „Deal With The Devil“ gar an das selige „Blind In Texas“ erinnert fühlen.

Fazit: Ein hartes und ausgesprochen gelungenes Album, das uns die US-Legende hier entgegenschleudert. Man hat wieder etwas mehr Wert auf laute Gitarren und schöne Hooks gelegt als in der jüngeren Vergangenheit der Band. Natürlich werden Blackie und seine Stimme nicht jünger, weswegen die schrill-wahnwitzigen Gesangsleistungen der ersten drei Alben wohl unerreicht bleiben werden. Aber egal: Eine weitere Heavy Metal-Urmacht zeigt, dass mit ihr auch in Zukunft noch zu rechnen sein wird – und das ist verdammt gut so.

Trackliste:
01. Mercy
02. Long, Long Way To Go
03. Take Me Up
04. The Burning Man
05. Heaven's Hung In Black
06. Heaven's Blessed
07. Teacher
08. Heaven’s Hung In Black (Reprise)
09. Deal With The Devil


Marcus Italiani [Mattaru]
22.04.2007 | 22:18
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