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Cover von Waking The Cadaver -- Beyond Cops. Beyond God
Band: Waking The Cadaver Homepage Waking The Cadaver bei Facebook Metalnews nach 'Waking The Cadaver' durchsuchenWaking The Cadaver
Album:Beyond Cops. Beyond God
Genre:Brutal Death, Deathcore
Label:Siege Of Amida Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:19.12.10
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"Jenseits der Slam-Pausenclowns?"

Bei kaum einer Band scheiden sich die Geister wohl so sehr wie bei WAKING THE CADAVER: Die einen feiern den Slam Death der Amis nach Strich und Faden bzw. im Circle Pit ab, die anderen hassen die Band wie die Pest und nehmen diesbezüglich kein Blatt vor den Mund. Nun, man kann es sowieso nie allen Recht machen, aber fairerweise muss gesagt sein, dass das Zweitwerk „Beyond Cops. Beyond God“ tatsächlich einen deutlichen Schritt nach vorne darstellt.

Was wohlgemerkt nicht schwierig war und alles andere als gleichbedeutend damit ist, dass WAKING THE CADAVER hier etwa die Platte des Jahres abgeliefert haben, denn „Beyond Cops. Beyond God“ [bescheuerter Titel übrigens, genauso wie das Artwork…] ist allenfalls leicht überdurchschnittlich. Im Vergleich zum wirklich grottigen Debüt „Perverse Recollections Of A Necromangler“ hingegen kommt die neue Scheibe jedoch einer Offenbarung gleich, denn die Band hat zum Glück deutlich mehr Todesblei-Einflüsse in ihre Songs integriert und setzt nicht ausschließlich auf stumpfe Slams ohne Sinn, Zweck oder Songstruktur sowie nervige Bree-Bree/Pig-Squeal-Eskapaden. Oftmals schimmern hier DEVOURMENT und nun vor allem alte SUFFOCATION durch, was zwar nur halb so gut von WAKING THE CADAVER umgesetzt wird, aber beim druckvollen Opener „Beyond Cops“ wirklich gut funktioniert [übrigens auch ansatzweise bei „Sadistic Tortures“ und „Suffering Upon Revenge“]. Spätestens bei „Reign Supreme“ gibt es dann natürlich auch die stampfenden Slams und Breakdowns, während gerne mal Blast Beats und auch eher holprige Gravity Blasts eingeflochten werden, sodass die ganze Geschichte deutlich abwechslungsreicher geworden ist. Das ändert jedoch nichts daran, dass auf „Beyond Cops. Beyond God“ auch einige Durchhänger zu verzeichnen sind, denn spätestens ab der Hälfte werden die Amis mehr als durchschaubar, da sich die Songs auf Dauer viel zu sehr ähneln und somit zunehmend ermüden, sodass die 28 Minuten Spielzeit [Full Length à la DEICIDE oder wie?] dann auch mehr als ausreichen. Zudem ist das Quintett vor allen Dingen eins nicht, und zwar originell.

Doch bei aller Kritik bzw. Hasstiraden, die sich WAKING THE CADAVER in letzter Zeit eingefangen haben, hat sich die Truppe auf „Beyond Cops. Beyond God“ spürbar gesteigert und hat einige zwar nicht unbedingt spektakuläre, aber dennoch gut funktionierende Stücke geschrieben. Wenn die Jungs sich jetzt wirklich hinsetzen, mehr am Songwriting und an den eigenen Fähigkeiten feilen sowie eine ausgewogenere, weniger dumpfe Produktion an den Start bekommen, dann befinden sich WAKING THE CADAVER auf dem Weg, sich von ihrem Status als völlige Lachnummer der Brutal Death/Deathcore/Slam Death-Szene zu verabschieden. Denn da gibt es heutzutage weitaus schlechtere Truppen, auch wenn der Zweitling der Amis wie gesagt längst kein Überflieger ist und WAKING THE CADAVER auch nicht gerade die Band der Stunde sind – eine Steigerung ist’s aber allemal. Hört einfach mal rein.

Trackliste:
01. Beyond Cops
02. Reign Supreme
03. Sadistic Tortures
04. Made In Hell
05. Boss Status
06. Terminate With Extreme Prejudice
07. Suffering Upon Revenge
08. Waking The Cadaver
09. Beyond God
Spielzeit: 00:28:33

Line-Up:
Don Campan – Vocals
Mike Mayo – Guitar
Rob Wharton – Guitar
Steve Vermilyea – Bass
Dennis Morgan – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
22.12.2010 | 17:00
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