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Cover von War From A Harlots Mouth -- MMX
Band: War From A Harlots Mouth Homepage War From A Harlots Mouth bei MySpace.com Metalnews nach 'War From A Harlots Mouth' durchsuchenWar From A Harlots Mouth
Album:MMX
Genre:Death Metal, Deathcore, Experimental
Label:Lifeforce Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:29.10.10
CD kaufen:'War From A Harlots Mouth - MMX' bei amazon.de kaufen
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"Magerer Durchschnitt"

Nun also der dritte Streich von WAR FROM A HARLOTS MOUTH aus der Hauptstadt. Nach „Transmetropolitan“ [2007] und „In Shoals“ [2009] folgt nun mit „MMX“ [was offensichtlich für das Veröffentlichungsjahr in römischen Ziffern stehen soll] der nächste Auswurf. Und wie bei jedem Release macht es einem die Band nicht leicht. Ursprünglich als „Spaßband“ gegründet, weisen WFAHM definitiv hohe Qualitätsansprüche auf, überschreiten jedoch nie wirklich den Zenit an durchschnittlichen Bands des Genres. Und so ist es leider auch mit „MMX“.

Keine Frage, technisch mischen WFAHM bei den Großen mit. In dem Wust aus frickeligen Riffs und fetten Breakdowns kommt immer wieder hervor, dass die fünf Berliner ihr selbstproduziertes Chaos ziemlich gut überblicken. Und wenn das Wort Chaos fällt, kommt man natürlich nicht um den Vergleich mit THE DILLINGER ESCAPE PLAN herum. Dieser geht auch nicht gänzlich ins leere, würde jedoch eher auf deren anfänglichen Alben abzielen, denn auch bei „MMX“ geht es wirklich mehr um kontrolliertes Chaos denn um eingängige Harmonien. Diese fehlen gänzlich, dafür regieren auf „MMX“ tritonuslatige Chords und Blastbeats, während zwischendurch immer mal ansatzweise die anscheinend vorliegende Vorliebe der Band für Jazzpassagen hervorkommt. Bei allem Geballer und aller technischen Raffinesse kommt allerdings eines nicht auf: der Abgehfaktor. Ein bisschen Gefrickel, ein heftiger Blastbeat, ein paar Breakdowns und schiefe Rhythmen und dann noch kurze, cleane Jazz-Anleihen und Ende. Jeder Song ähnelt dem anderen und es kommen weder Überraschungen noch besonders durchsetzungsfähige Parts auf. Zudem ist es bei elf Songs und einer Spielzeit von knapp über 30 Minuten schon fast dreist „MMX“ ein Album [und nicht viel mehr eine EP] zu nennen [zumal sich unter den Songs drei mehr oder weniger interessante „Interludes“ befinden]. Dass man über den Einfallsreichtum des Covers an sich auch noch diskutieren kann, sei jetzt nur nebenbei angemerkt. Alles in allem also machen es sich WFAHM also selber schwer zu begeistern.

Fazit: „MMX“ ist viel mehr eine EP als ein Album und lässt das Potential der Band zwar erkennen, überzeugt aber einfach nicht. Da geht Einiges mehr! Hätte man mehr Zeit in Songwriting, Ideenreichtum und Abwechslung gesteckt, hätten die Berliner mit „MMX“ sicher eine große Schar [neuer] Anhänger begeistert. So aber bleibt die Band leider auf dem Stand einer „Spaßband“.

Trackliste:
01. Insomnia
02. To Age And Obsolete
03. The Increased Sensation Of Dullness
04. Sleep In The Brother Of Death
05. The Polyglutamine Pact
06. Cancer Man
07. C.G.B. Spender
08. Sugarcoat
09. Spineless
10. Recluse MMX
11. Inferno III/VI
Spielzeit: 00:32:30

Line-Up:
Nico Webers - Vocals
Daniel - Guitars
Simon - Guitars
Filip - Bass
Paul - Drums
Andy W. [trapjaw] | 24.10.2010 | 19:12

Durchschnittliche Leserwertung: 4.6 / 7 Punkten

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Kommentar von: Nathrakh85
Wertung: 4/7 | 28.08.2011 -- 00:04
Sehr gutes, treffendes Review!

Zuerst: Ich bin ein großer Freund der Harlots. "In Shoals" ist für mich eines der stärksten Alben der deutschen Intelligenzo-extremisten Szene. (toller Wortsalat, ne? :-).
Aber genau das, was "In Shoals" so grandios macht, fehlt auf "MMX" völlig: die markanten Momente, die aus dem Improcore-Chaos hinausragen und einen Weg zum Songverständnis leuchten. Alibi-Breakdowns und völlig aus dem Zusammenhang gerrissene Jazzpassagen (das hat "In Shoals" nämlich auch viel besser gemacht) reichen einfach nicht.

Setzen. 3-
Kommentar von: ff
Wertung: 6/7 | 25.10.2010 -- 22:34
gut debile review.
Kommentar von: Kevin
Wertung: 6.5/7 | 25.10.2010 -- 03:09
"Hätte man mehr Zeit in das Hören der zu bewertenden CD's, Ideenreichtum im Ausdruck, musiklisches Interesse jenseits vom Grauzonen-Deutschrock und Geduld in die Schulbildung des Rezensoren gesteckt, hätte "Metalnews" sicherlich trotzdem keine große Schar [neuer] Anhänger begeistert. Somit bleibt dieses Review leider auf dem Stand einer 'Sonderschulzeitungs-Flohmarktbesprechung' und dieses Zine dort wo es hingehört, in der Belanglosigkeit. Rülps!"

Frei nach Andy W.(urstlippe)

Kommentar von: Andy
Wertung: 2/7 | 24.10.2010 -- 21:05
Muss ich mir nicht nochmal geben, das Album. WIrkt für mich wie eine willkürliche Zusammensetzung aus Liedern, von einer Band die selber nicht mal weis in was für ein Gerne sie eigentlich gesteckt werden will. Wems gefällt...
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