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Cover von Warbringer -- Waking Into Nightmares
Band: Warbringer Homepage Warbringer bei Facebook Metalnews nach 'Warbringer' durchsuchenWarbringer
Album:Waking Into Nightmares
Genre:Thrash Metal
Label:Century Media
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:22.05.09
CD kaufen:'Warbringer - Waking Into Nightmares' bei amazon.de kaufen
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"Vom Phänomen zur Band"

Von manchem Metal-Fan vielleicht als kurzlebige Erscheinung des allerorts um sich greifenden Thrash-Revivals abgetan beweisen WARBRINGER anno 2009 gekonnt das Gegenteil, indem sie nur ein Jahr nach Erscheinen ihres Debüts mit „Waking Into Nightmares“ bereits die nächste Platte hinterher schieben – und das trotz intensivster Touraktivitäten.

Auf ihrem neuen Album haben sich WARBRINGER weitgehend davon frei geschwommen, wie eine Bay Area-Band der ersten Stunde klingen zu wollen. Zwar schielen die Jungs nach wie vor in Richtung der Wiege des Thrash – das zeigt schon das Stakkato-Riffing von „Prey For Death“ – gehen auf ihrem neuesten Output aber in erster Linie ihren eigenen Weg und lassen nun auch Einflüsse von Formationen wie etwa DEMOLITION HAMMER zu. So beweist die Truppe auf „Waking Into Nightmares“ Mut zur Gegenwart und spendierte der Platte ein deutlich moderneres Klangbild, das mit komprimierten, drückenden Gitarren und hämmerndem Schlagzeug sowohl sauberer als auch zeitgemäßer und vor allem lange nicht mehr so gewollt nach „old school“ klingt wie das Vorgängeralbum. Auch in Sachen Songwriting machen WARBRINGER auf ihrem Zweitwerk einen enormen Sprung nach vorne und präsentieren sich mit Songs wie etwa „Severed Reality“ mit brachialen Highspeed-Riffs und knackigen Breaks deutlich weniger verspielt und kommen schneller und obendrein deutlicher auf den Punkt – als weiteres Beispiel sei hier auch das groovende „Scorched Earth“ herangezogen, das an EXODUS zu seligen „Fabulous Desaster“-Zeiten erinnert. Solistisch hat man sich ebenfalls weiterentwickelt und lässt in die immer noch technisch höchst ausgereiften Gitarreneskapaden nun etwas mehr Melodie einfließen, was schon dem Opener „Jackal“ verdammt gut tut. Einzig das Instrumentalstück „Nightmare Anatomy“ fällt im Vergleich zu den ausnahmslos hochwertigen Kompositionen auf diesem Album etwas aus dem Rahmen, ist es für ein Instrumental doch zu unspektakulär bzw. langweilig und auf einer derart gelungenen Platte damit schlichtweg überflüssig. Zuletzt sei noch erwähnt, dass auch Sänger John Kevill seinen Stil auf „Waking Into Nightmares“ variiert und stellenweise deutlich aggressivere Töne als noch auf dem Debüt anschlägt – man beachte hierzu insbesondere „Shadow From The Tomb“.

WARBRINGER beweisen mit „Waking Into Nightmares“ eindrucksvoll, dass sie von einem Phänomen der derzeit grassierenden Thrash-Welle zu einer Band mit ernsthafter und dauerhafter Daseinsberechtigung in der heutigen Musikwelt gereift sind. Dabei geschah diese Entwicklung obendrein offenbar ganz natürlich und wirkt wie der nächste logische Schritt einer Band auf dem Weg nach oben. Anspieltipps: Alles.

Trackliste:
01. Jackal
02. Living In A Whirlwind
03. Severed Reality
04. Scorched Earth
05. Abandoned By Time
06. Prey For Death
07. Nightmare Anatomy
08. Shadow From The Tomb
09. Senseless Life
10. Forgotten Dead
Spielzeit: 00:40:36

Line-Up:
John Kevill - Vocals
John Laux - Guitar
Adam Carroll - Guitar
Ben Bennett - Bass
Nic Ritter - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
18.05.2009 | 01:12
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