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Cover von Warbringer -- Woe To The Vanquished
Band: Warbringer Homepage Warbringer bei Facebook Metalnews nach 'Warbringer' durchsuchenWarbringer
Album:Woe To The Vanquished
Genre:Thrash Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:31.03.17
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"Krieg ist die Hölle"

Na das ist doch mal ein gutes Zeichen: Nachdem die Thrasher WARBRINGER mit ihrer letzten Platte „IV: Empires Collapse“ wohl nicht wenige ihrer Fans mit experimentellen Ausflügen in andere Stilrichtungen vor den Kopf gestoßen haben, scheinen die Dinge nun zur Normalität zurückzukehren. Der Albumtitel beginnt wieder mit „W“ und auch das düster-majestätische Artwork passt weit besser zu einer Thrash Metal-Platte als das minimalistische Gemälde, das den Vorgänger zierte. Es bleibt zu hoffen, dass „Woe To The Vanquished“ auch inhaltlich überzeugen kann.

Glücklicherweise bedeutet „Woe To The Vanquished“ in der Tat eine Rückkehr der Band zu dem Sound, der ihre überragenden ersten drei Alben prägt: Schon im eröffnenden „Silhouettes“ hauen John Kevill und Co. ihrer Hörerschaft gradlinigen, kompromisslosen Thrash Metal inklusive Riffs aus der dreschenden Königsklasse um die Ohren. Ähnliches gilt für das rasiermesserscharfe „Descending Blade“ und auch das infektiös groovende „Remain Violent“ zeigt, dass es eben solch straightere, aggressivere Nummern sind, die den Sound von WARBRINGER groß gemacht haben und die auf „IV: Empires Collapse“ schmerzlich vermisst wurden. Zum Glück haben sich die Herren mit dem ehemaligen DESECRATE-Gitarristen Chase Becker obendrein einen mehr als würdigen Nachfolger für den leider ausgeschiedenen John Laux an Bord geholt, der „Woe To The Vanquished“ mit beeindruckenden Leadgitarren verfeinert. Dennoch: Die Kalifornier spielen hier keineswegs auf Nummer sicher, sondern beweisen nach wie vor Mut zum Blick über den musikalischen Tellerrand. Zwar hat die Truppe die seit „Worlds Torn Asunder“ vermehrt eingeführten und auf dem letzten Album etwas zu weit in den Vordergrund geratenen Black Metal-Einflüsse auf ihrer neuen Platte wieder etwas zurückgefahren, aber dennoch zeigen etwa Songs wie der Titeltrack, „Spectral Asylum“ oder „Divinity Of Flesh“ WARBRINGER dank gelegentlichen Schrammel-Riffings und Blastbeats von ihrer angeschwärzten Seite. In einer so geringen Dosierung wie auf diesem Album bildet das jedoch allenfalls ein gutes Gegengewicht zur sonstigen Thrash Metal-Attacke. Überhaupt zeigt sich die Truppe hier schreiberisch hörbar revitalisiert und so punkten WARBRINGER beim Songwriting stets mit überraschenden Wendungen, weshalb selbst eine rabiate Nummern wie „Shellfire“ von einem düsteren Part mit dichter Atmosphäre unterbrochen werden kann, ohne dass dies deplatziert wirken würde. Größte Überraschung auf „Woe To The Vanquished“ ist jedoch der elfminütige Abschlusssong „When The Guns Fell Silent“, ein düsteres Epos über die Schrecken des Krieges, das auf einem Gedicht des britischen Weltkriegs-Poeten Siegfried Sassoon basiert. Jener Song kann als das thematische Herzstück dieses Albums angesehen werden, greift er doch inhaltlich wie atmosphärisch das Titelbild der Platte auf und fasst so gleichzeitig die textlichen Konzepte der vorangegangenen Songs zusammen. WARBRINGER beweisen hier, dass sie in den vergangenen dreieinhalb Jahren zu noch besseren Musikern geworden sind und präsentieren hier eine nachgerade deprimierende musikalische Erzählung über das Grauen des ersten Weltkriegs, die sowohl textlich als auch in ihrer Ausführung auf effektivste Art und Weise für bedrückende Stimmung und Gänsehaut sorgt und das gab es bisher bei keiner anderen Band der jüngeren Thrash Metal-Szene. Vielleicht der bisher beste WARBRINGER-Song.

„Woe To The Vanquished“ ist deutlich mehr der logische Nachfolger des überragenden „Worlds Torn Asunder“ als es „IV: Empires Collapse“ je sein könnte. WARBRINGER kehren auf Album Nummer fünf eindrucksvoll zu ihrem angestammten Sound zurück, ohne sich dabei selbst zu kopieren. Somit scheint es, als wäre der etwas eigentümliche Vorgänger ein nötiger Schritt gewesen, um den kalifornischen Thrashern das schreiberisch Können zu eröffnen, das für ein großartiges Album wie „Woe To The Vanquished“ vonnöten ist. Freut Euch, Thrasher, denn WARBRINGER sind endlich wieder da!

Trackliste:
01. Silhouettes
02. Woe To The Vanquished
03. Remain Violent
04. Shellfire
05. Descending Blade
06. Spectral Asylum
07. Divinity Of Flesh
08. When The Guns Fell Silent
Spielzeit: 00:40:58

Line-Up:
John Kevill - Vocals
Adam Caroll - Guitar
Chase Becker - Guitar
Jessie Sanchez - Bass
Carlos Cruz - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
24.03.2017 | 16:21
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