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Cover von Warfield Within -- Inner Bomb Exploding
Band: Warfield Within Homepage Warfield Within bei Facebook Metalnews nach 'Warfield Within' durchsuchenWarfield Within
Album:Inner Bomb Exploding
Genre:Death/Thrash Metal
Label:Yonah Records
Bewertung:(Mattaru): 6 von 7
(John Gorerilla): 2 von 7
Releasedatum:26.03.10
CD kaufen:'Warfield Within - Inner Bomb Exploding' bei amazon.de kaufen
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"Pure Energie"

Keine Ahnung, was der geschätzte Kollege Oleg zum Frühstück hatte, aber offensichtlich hat er die Haferflocken mit dem Geriesel eines atomaren Winters [ so so – der ist also nicht spannend. So ein Vergleich kann einem nach drei selbst miterlebten Weltkriegen verständlicherweise schon mal rausrutschen] verwechselt.

Aber mal ehrlich: Natürlich machen WARFIELD WITHIN nix Neues, aber das, was sie machen, machen sie ganz ausgezeichnet. So grätschen die Mönchengladbacher zielsicher genau in die Lücke zwischen HATESPHERE und HEAVEN SHALL BURN, preschen mit viehischer Aggression und absolut präzise durch die zehn Nummern, die in erster Linie auf ausgeklügelten Thrash-Riffs bestehen, die meist mit Überschall-Gravity-Blasts und abwechslungsreichen Vocals unterlegt werden. Dabei versteht es der Fünfer aber auch immer, in den richtigen Momenten vom Gas zu gehen und das Riff an sich wirken zu lassen, ohne auf blöde Beatdowns zurückzugreifen. Technik ist ebenfalls genug am Start - bei „Pride Of Creation“ fällt jedem Musiker der härteren Gangart die Kinnlade herunter. Dennoch denkt man im Hause WARFIELD WITHIN immer an die Songdienlichkeit und überzeugt mit genug Hooklines, die sich gleich festsetzen. Und diese Behauptung stelle ich mal ganz bewusst gegen die offensichtlich Absinth-geschwängerten Worte des Kollegen. „Tortured Souls“, „Warfield Within“ oder „My Own Worst Enemy“ bleiben sofort hängen, an die anderen Tracks hat man sich nach wenigen weiteren Durchläufen herangetastet und kann – auch dank der vielen ausgeklügelten Licks, der Vokalarbeit des Shouters Sebastian und des insgesamt alpinen Energielevels – ziemlich schnell in jeder Nummer sein Glück finden.
Klar, wenn einem AMON AMARTH schon zu derbe klingen, sollte man die Finger von WARFIELD WITHIN lassen. Aber wenn Ihr großartige Brutalo-Musik genauso schätzt wie ich, ist das hier Eure Scheibe.

Dass man diese hervorragende Band endlich unter Vertrag genommen hat, ist schon mal aller Ehren wert. Jetzt sollte sie auch die Anerkennung finden, die ihr zusteht – also riskiert ein Ohr, denn dieses großartig klingende Gemetzel ist viel spannender als die endlos gehypten und am Ende stinklangweiligen Nuclear Blade Media – Releases.

„Ich weiß nicht genau wie ich unsere Musik beschreiben soll…ich glaube wir machen etwas vollkommen Neues…eine Mischung zwischen Thrash und Death…“ Nicht, dass man die honesten Absichten des Interpreten anzweifeln muss, aber solche Sätze haben im Jahr 2010 schon etwas SPINAL TAP-haftes. So passt der Albumtitel der deutschen WARFIELD WITHIN namens „Inner Bomb Exploding“ wie der Titel „Lick My Lovepump“ zur genannten Glam-Parodie. Der einzige für mich erkenntliche Unterschied zwischen den beiden Gruppen ist wohl, dass die einen um ihren satirischen Effekt wissen und die anderen leider nicht.

Eigentlich passt der Bandname recht gut: Genauso wie man sich einen Kriegsschauplatz kahl, öde und zerbombt vorstellt, kann man sich auch die abbildende Klangkunst des Fünfers aus Mönchengladbach ausmalen. Kurz: Genauso spannend wie ein atomarer Winter. Er ist lange, hart und man ist froh, wenn er vorüber ist. Die vielbeschworene innere Bombe präsentiert sich als Böller in der Musiklandschaft, von dem es dort, wo er herkommt, leider viel zu viele gibt. Während aber bei den handelsüblichen Pendants noch Beschriftungen zum vorsichtigen Umgang angegeben sind, fehlt es auf dem Musikmarkt fast gänzlich an Warnungen vor musikalischem Stumpfsinn und der Gefahr des Verlustes unwiederbringbarer Lebenszeit, die man auf Schrammelakkorde, Metaleinsteiger-Riffs, mäßig interessanten Gesang und Duracell-Blast-Schlagzeug verschwendet. Die Lieder haben einen Wiedererkennungswert, der bei Null pendelt und nach einer ausgestreckten Hand schreit, um nicht in den Minusbereich zu versinken. Sollte das Geknatter doch nochmal ein Ende nehmen, so kann man sich sicher sein, dass im Anschluss ein sehr langweiliges Riff kommen wird [von denen WARFIELD WITHIN reichlich in Petto haben], um mit einem majestätischen Drum-fill, wie aus einem Drum-Comp-Tutorial, die nächste Phase des Elends einzuleiten. So werden zehn Songs abgearbeitet und wie bei jeder Fließbandproduktion, kann auch diese Gruppe sich gegen Feierabend rühmen, mal wieder richtig was geschafft zu haben.

Nach 41 Minuten Hörverdruss kann ich nur sagen, dass die Scheibe eher „Inner Bomb Imploding“ heißen sollte, da sie die musikalische Umwelt vom Effekt her ziemlich kalt lässt. Man kann sich gegen Ende des Albums gerade mal mit Mühe und Not an Interpreten und Albumtitel erinnern. Von den Songs ganz zu schweigen. Deshalb sollte wenigstens in diesem Format auf die Gefahren der Benutzung hingewiesen werden: Jedem, der mal wieder nichts erleben möchte, sei dieses Album wärmstens ans Herz gelegt. Allen anderen nicht. Wirklich nicht.


Trackliste:
01. New Blood
02. Tortured Souls
03. Scapegoat
04. Warfield Within
05. Pride Of Creation
06. My Own Worst Enemy
07. Cynic Hell Reality
08. A Future Dark
09. War Of Attrition
10. Dialog With God
Spielzeit: 00:41:00

Line-Up:
Sebastian Meisen - Vocals
Christian Felauer - Gitarre
Thomas Felauer - Bass
Spas - Gitarre
Simon Heinen – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
29.06.2010 | 14:24
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