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Reviews von Watain
CD Review: Watain - Lawless Darkness

Watain
Lawless Darkness


Black Metal
3.5 von 7 Punkten
"*gähn*"
CD Review: Watain - Lawless Darkness
+/- Review+/- Review

Watain
Lawless Darkness


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Cover von Watain -- The Wild Hunt
Band: Watain Homepage  Metalnews nach 'Watain' durchsuchenWatain
Album:The Wild Hunt
Genre:Black Metal, Melodic Black Metal
Label:Century Media
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:16.08.13
CD kaufen:'Watain - The Wild Hunt' bei amazon.de kaufen
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"Eine wilde Jagd ist nichts dagegen"

Die Weichen für WATAIN sind auf Angriff gestellt. Schon 2011 ist ihnen mit der Grammy-Auszeichnung für „Lawless Darkness“ eine Sensation gelungen. Mit einem Blitzangriff haben die drei Schweden nun in ihrer Heimat die Spitze der Albumcharts eingenommen. Natürlich findet sich Musik der härteren Gangart dort oben regelmäßig in den Charts wieder, aber wir haben es wohlgemerkt mit Black Metal zu tun. Was macht „The Wild Hunt“ also zu einem Hit-Album?

Im Vorfeld der Veröffentlichung wurde in enthusiastischer Einstimmigkeit angepriesen, wie sehr sich „The Wild Hunt“ doch von seinen Vorgängern unterscheide. Von einer erneuten Steigerung musikalischer Raffinesse war die Rede, sogar der Ausdruck „Progressive Black Metal“ wurde in den Mund genommen. Und durchaus: Easy Listening ist das ganz und gar nicht, was uns E., P. und H. hier anbieten. Bei manch einem dürften die Taktwechsel wohl auch für ausreichend Verwirrung sorgen, um der Musik den Prog-Stempel aufzudrücken. Doch wenn man mal ehrlich ist, sind die Neuerungen auf „The Wild Hunt“ weit von der vielzitierten Revolution des Black Metal entfernt. Eine Violine und ein Akkordeon im Intro, das lässt die Ohren natürlich aufhorchen. Durchweg klarer Gesang – sogar mit weiblicher Begleitung – bei „They Rode On“, na gut, eine Premiere bei WATAIN, längst aber im Black Metal zu finden. Ein besonders präsenter Bass, der nicht nur als starre Begleiterscheinung, sondern als eigenständiger Melodieträger zum Einsatz kommt – auffällig, doch schon lange typisch für WATAIN. Es ist leicht zu behaupten, das Rad werde neu erfunden. Das sorgt für Aufmerksamkeit und spielt einer Band bzw. einem Album eine gewisse Sonderstellung zu. Aber ist es nicht eine mindestens genauso respektable Leistung, wenn mit etablierten musikalischen Mitteln wiederholt etwas Großartiges geschaffen wird? Im Falle von WATAIN hätte mit Sicherheit auch die Ankündigung „Sie experimentieren ein bisschen, bleiben sich ansonsten aber treu“ genügt, um bei den Fans für mächtig Furore und Vorfreude zu sorgen. Der Anteil erbarmungslos peitschender Blast-Parts mag im Vergleich zu „Lawless Darkness“ gesunken sein. Dies zeigt allerdings äußerst positive Wirkung auf die ruhigeren Passagen, aus denen Bedrückung und Leid viel effektiver heraussprechen als aus ununterbrochenem zerrenden Getöse.
Schon das Debütalbum „Rabid Death's Curse“ setzte ein deutliches Zeichen, was für ein Biest mit WATAIN auf die schwarze Metal-Welt losgelassen wird, glänzte dabei nur noch nicht mit den gleichen ausgefeilten Arrangements wie „The Wild Hunt“. Die Arbeit der Band einfach nur als Songwriting zu bezeichnen ist deshalb nicht genug, wir haben es mit Komposition zu tun. WATAIN verlieren sich dabei keinesfalls in einem chaotischen Zustand, den sie sich ja für die außermusikalische Welt so sehr herbeisehnen (wenn die Aussagen der Band nicht bloß hohle Phrasen sind), sondern alles wird in einer streng geordneten Form organisiert.
Was die Schweden am besten können, ist die Schaffung einer Ausgeglichenheit zwischen einfühlsamen Melodien und rabiaten Riffs, letztere mit stärkerer Assoziation zu den norwegischen Genrekollegen. Damit gehen WATAIN keinesfalls bloß einen schlichten Mittelweg, nein, sie holen aus beiden Elementen das maximal Machbare heraus. Das Ergebnis kommt deshalb – so anmaßend es klingen mag – melodischer als NAGLFAR und brutaler als MARDUK daher. Der klare Gesang sowohl in „They Rode On“ als auch im Titelsong ist dabei alles andere als deplatziert. Viel eher bringt er in Verbindung mit den vermehrt zum Einsatz kommenden melancholischen und cleanen Gitarrenparts den nötigen Funken Abwechslung in die Musik, der WATAIN bisher noch gefehlt hat.

„The Wild Hunt“ ist viel mehr als bloß eine unkontrollierte wilde Jagd. Es ist der Inbegriff von modernem Black Metal, der es nicht nötig hat, altbackenen Konventionen zu folgen, der aber auch seine Ursprünge nicht verleugnet. WATAIN überzeugen seit ihrer ersten Platte ausnahmslos und schaffen es, mit „The Wild Hunt“ die Messlatte für anspruchsvollen Black Metal ein weiteres Stückchen höher zu legen. Wer immer noch denkt, Black Metal sei bloß eine Ausdrucksform frustrierter Jugendlicher mit viel krimineller Energie und wenig musikalischer Kompetenz, der irrt gewaltig – ein Blick auf WATAIN genügt. Und die hohe Chartposition? Die ist aus rein musikalischer Betrachtung sicher völlig gerechtfertigt, damit aber vermutlich weniger zu erklären als mit dem grundsätzlichen Phänomen der Metalbesessenheit Schwedens.

Trackliste:
01. Night Vision
02. De Profundis
03. Black Flames March
04. All That May Bleed
05. The Child Must Die
06. They Rode On
07. Sleepless Evil
08. The Wild Hunt
09. Outlaw
10. Ignem Veni Mittere
11. Holocaust Dawn
Spielzeit: 01:02:49

Line-Up:
E. - Vocals, Bass, Guitar
P. - Guitar
H. - Drums
Steffen Peise [Peisestratos]
31.08.2013 | 12:26
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