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Cover von While Heaven Wept -- Vast Oceans Lachrymose
Band: While Heaven Wept Homepage While Heaven Wept bei Facebook Metalnews nach 'While Heaven Wept' durchsuchenWhile Heaven Wept
Album:Vast Oceans Lachrymose
Genre:Doom Metal, Melodic Metal, Progressive
Label:Cruz Del Sur Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:06.11.09
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"Elegischer Progressive Power Doom"

Cruz Del Sur Records haben ja bereits in der Vergangenheit ihr Händchen für qualitativ wertige, nicht unbedingt alltägliche Metalbands [siehe u.a. IGNITOR, SLOUGH FEG] unter Beweis gestellt und dasselbe gilt auch für WHILE HEAVEN WEPT aus Virginia, die mit „Vast Oceans Lachrymose“ ihren bereits dritten Langspieler feilbieten.

Vom Gesamtkonzept her zwar wohl eher dem Doomgenre zuzurechnen, verstehen WHILE HEAVEN WEPT es allerdings, ebenso vortrefflich wie gekonnt, diverse andere Metalstile in ihren epischen, emotionalen Breitwandsound zu integrieren, von Progressive bis hin zu klassischem Heavy Metal [nicht umsonst haben einige der Musiker früher ja auch mal bei TWISTED TOWER DIRE gezockt], was neben der ausgeprägten Keyboarddominanz für ein nicht alltägliches Hörerlebnis sorgt.
Schon die ersten hochmelodischen Gitarren- und Keyboardriffs entführen den Hörer in eine Welt voller Melancholie und Trauer, aber auch voller Schönheit: zwar beginnt „The Furthest Shore“ zackig mit Doublebass, fliegenden Synths und 80er-Old School-Riffs, dann aber folgen noch ca. zehn Minuten sphärisch-elegische Gitarren und Keyboards, die den mittlerweile längst gebannt lauschenden Hörer durch die rauhe See des Coverartworks und über scheinbar unendliche Ozeane zu weit entfernten Küsten entführen.
Das dramatische „To Wander The Void“ bietet zum doomigen Ambiente noch aufrichtiges Metalgefühl und das folgende „Living Sepulchre“ fährt erneut klassische 80er-Riffs, eigenwillige Melodien und verquere Harmonieläufe auf und verquickt Doom- und Progressive-Elemente mit Power Metal-Drumming, während über allem die sehr melodische, kraftvolle, teils an eine Mischung aus QUEENSRYCHEs Geoff Tate und MAIDENs Bruce Dickinson erinnernde Stimme von Rain Irving thront.
Auch „Vessel“ bevorzugt eher die melodisch-balladesken Heavy/Power Metal-Strukturen, mag vielleicht ob seines Schönklangs nur noch marginal mit klassischem Doom zu tun haben, wenngleich die melancholische Grundstimmung jedoch allgegenwärtig bleibt.
Der Titeltrack und „Epilogue“ ziehen mit Wellenrauschen, herrlichem Pathos, noch schöneren, schwelgerischen Gitarrenmelodien und theatralischen Synths nochmal sämtliche Register und lassen nach der entbehrungs- und verlustreichen, hinter uns liegenden emotionalen Schiffahrt zwischen höchsten Wogen und tiefsten Wellentälern unsere lecke Barke doch noch sacht an einem fernen Gestade landen...

„Vast Oceans Lachrymose“ von WHILE HEAVEN WEPT hat also allerhand zu bieten, ist bei aller großen Gestik und Keyboardseligkeit angenehm trocken, differenziert und unaufdringlich produziert und stellt eine definitiv hörens- und erlebenswerte Abwechslung zum aktuellen, schwermetallischen Veröffentlichungsallerlei dar.

Trackliste:
01. The Furthest Shore
02. To Wander The Void
03. Living Sepulchre
04. Vessel
05. Vast Oceans Lachrymose
06. Epilogue
Spielzeit: 00:42:22

Line-Up:
Tom Phillips - Guitars, Keyboards, Harmony Vocals
Jim Hunter - Bass
Rain Irving - Lead and Harmony Vocals
Scott Loose - Guitars
Trevor Schrotz - Drums
Michelle Schrotz – Keyboards, Harmony Vocals
Dirk Konz [dkay]
17.11.2009 | 20:59
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