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Cover von Witchcraft -- Legend
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Album:Legend
Genre:Doom Metal, Hard Rock, Psychedelic
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:21.09.12
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"LED SABra Kadabra"

Satte fünf Jahre haben sich WITCHCRAFT aus Örebro Zeit genommen, um - mit runderneuertem Line-Up und nunmehr Nuclear Blast-Deal im Rücken – ihr viertes Full-Length-Album, „Legend“, in den gut sortierten Fachhandel zu bringen.

Ansonsten hat sich – erwartungsgemäß – nicht allzu viel geändert: es regiert Gevatter Retro, flankiert nach wie vor von unverkennbaren PENTAGRAM-, BLACK SABBATH-, Psychedelic bzw. Siebziger-Rock-Einflüssen und das ist natürlich auch gut so.
„Deconstruction“ mit [unerwartet] politisch-kritischem Text mengt dem Ganzen auch noch ein gerüttelt’ Maß LED ZEPPELIN bei, Frontmann Magnus Pelander mäandert hier zwischen [dem jungen] Robert Plant und [dem jungen] OZZY OSBOURNE und es wird [SPIRITUAL BEGGARS-ähnlich] ungemein dynamisch gerockt und gerifft.
Mit dominantem Bass und eher ruhigen 70er-/Psychedelic-Elementen unter einer kraftvoll-sehnsüchtigen Stimme flattert die „Flag Of Fate“, drängend-schwurbelig hingegen rocken „It’s Not Because Of You“ oder v.a. „Ghosts House“, bevor „An Alternative To Freedom“ ein bisschen an [alte] DANZIG, erneut SPIRITUAL BEGGARS und sogar 16 HORSEPOWER bzw. WOVENHAND gemahnen will. Grauschwarz-melancholisch gehen WITCHCRAFT bei „White Light Suicide“ zu Werke, auch hier sind Düsterrocker Marke DANZIG und v.a. Tony Iommis Einfluss nicht von der Hand zu weisen, die bei „Democracy“ den Stinkefinger in Richtung Politik[er] ausfährt.
Der satt rockende, erdige, verschwitzte und grundehrlich wirkende Klang dieser Scheibe, jeder Akkord, ach was!, jeder Ton dieses schwedischen Quintetts stinkt geradezu nach Vintage-Analog-Equipment, Schlaghosen und müffeligen 70er-Lederjacken mit Fellkragen.
Mit „Dystopia“ geht es bereits in die Zielgerade und wird mehr LED SAB-Old School-Sound und „Planet Caravan“-Reminiszenz aufgefahren, als man heutzutage noch erwartet hätte und das überlange Psychedelic-Doomrock-Pfund „Dead End“ lässt nach einer knappen Stunde die Oldtimer-Ausfahrt in die Rocksaurier-Vergangenheit in einer Sackgasse, aber allemal gediegen ausklingen.

Retro-Rocker jeglicher Couleur, Althippies, Stoner und alle Langhaarigen mit Sinn für Tradition, Psychedelic, Doom, Melancholie und Röhrenverstärker, die auch HORISONT oder GRAVEYARD jederzeit mit auf dem Flokati zerren würden, müssen bei „Legend“ von WITCHCRAFT eigentlich zulangen…!

Trackliste:
01. Deconstruction
02. Flag Of Fate
03. It's Not Because Of You
04. An Alternative To Freedom
05. Ghosts House
06. White Light Suicide
07. Democracy
08. Dystopia
09. Dead End
Spielzeit: 00:51:33

Line-Up:
Magnus Pelander - Vocals
Tom Jondelius - Guitars
Simon Solomon - Guitars
Ola Henriksson - Bass
Oscar Johansson - Drums


Dirk Konz [dkay]
20.09.2012 | 20:55
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