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Cover von Witchmaster -- Trücizna
Band: Witchmaster Homepage Witchmaster bei Facebook Metalnews nach 'Witchmaster' durchsuchenWitchmaster
Album:Trücizna
Genre:Thrash Metal
Label:Ibex Moon Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:06.11.09
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"Polnische Drescherei"

Von unseren östlichen Nachbarn aus Polen kommen ja schon seit längerer Zeit beachtenswerte Bands verschiedenster Genre. Abgesehen von Black Metal [frühe BEHEMOTH] oder Death Metal [VADER], natürlich auch Thrash Metal Bands. WITCHMASTER sind eine Band, die sich seit dem Jahre 1996 dem Thrash Metal, mit selbst deklarierten Black Metal-Einflüssen, verschrieben haben und mit "Trücizna", zu Deutsch Gift, ihr nunmehr viertes Full-Length auf den Markt bringen. Erwähnenswert wäre vermutlich noch, das Reyash, hiesiger Bassist, nun auch bei VADER die fetten Saiten klirren lässt, doch das nur als Randnotiz.

Der Opener und Titeltrack "Trücizna" geht gleich in die Vollen. Brachiales, treibendes Drumming und kreischende Riffs kommen einem ohne Vorwarnung entgegen geballert, die durch eine kratzig-rauhe Stimme intoniert werden. Der Sound ist wirklich sehr thrashig, klingt roh, kalt und kommt mit sehr wenig Bass daher, was eine leichte Live- oder auch Proberaumatmosphäre aufkeimen lässt und irgendwie dreckig, im klang-technischen Sinne, wirkt.
Die Black Metal Affinität ist wirklich nur marginal und wenn man nicht darauf bedacht ist, sie zu suchen, weil es so angepriesen wurde, ist es auch fragwürdig, ob man sie zu erkennen vermag. Die Riffs sind sehr Rockig und schnell, das Schlagzeug liefert viele Blast-Beats und nette Fill-Ins, sowie gute Tom-Rolls, doch wirken gerade die Blast-Beats zum Teil doch etwas unsauber und an einigen Stellen leider auch unpassend. Die Double-Bass Einsätze hingegen sind durchaus gelungen und lösen auf recht angenehme Weise die stark strapazierten "Humppa"-Takte ab, welche für ihren Thrash Metal fast schon elementar scheinen. Kürzere Heavy Metal Soli lockern das ganze Gefüge zeitweise etwas auf und bieten zu den schnellen Riffs eine kleine Abwechslung, die man manchmal bitter-nötig hat.
Die Songs sind im Gesamten recht kurz und haben ihren zeitlichen Höhepunkt mit knapp fünf Minuten, bei "Total Annihilation". Die restlichen Stücke liegen im drei-Minuten-Bereich, was zu einer recht kurzen Gesamtlänge von nicht ganz einer halben Stunde führt. Der Gesamteindruck ist jedoch leider nicht wirklich überragend. Oft klingen die Songs etwas unsauber oder besser gesagt, ungeordnet. Die Blast-Beats sind teils zu schnell, die Riffs klingen nicht einwandfrei und in einigen Passagen hat man das Gefühl, dass die Takte nicht konstant gehalten werden. Leider führt das zu einer unabdingbaren Monotonie, welche das Hörvergnügen doch beträchtlich schmälert. Höchstens bei "Road To Treblinka" kann man mit der Songgestaltung wirklich zufrieden sein, denn die Death Metal Schiene, in welche dieser Song zweifelsohne zielt, beherrschen die Jungens doch ganz gut.
Musikalisch kann man die Polen am besten mit 1980er Jahre SEPULTURA Scheiben vergleichen, nur eben nicht so sauber und mit weitaus schlechterer Abmischung als vor knapp 30 Jahren. Doch WITCHMASTER scheinen sich ähnliches gedacht zu haben und kurzerhand an SEPULTURAs "Troops Of Doom" versucht. Doch auch dieses Cover vermag nicht vollends zu überzeugen; das Original klingt einfach besser.

Man soll jetzt keinesfalls sagen, das WITCHMASTER eine schlechte Band sind, ich könnte mir sogar vorstellen, das sie Live eine richtig gute Figur abgeben, jedoch bringt diese Scheibe nicht genügend Qualität, als das man wirklich von einem gelungenem Album sprechen könnte. Wer dreckig, rotzigen Thrash Metal mit leichter Death/Black Affinität sucht, sollte mal ein Ohr riskieren, aber der wirklich große Wurf ist diese Platte eben nicht.

Trackliste:
1. Trücizna
2. Self-inflicted Divinity
3. Total Annihilation
4. Road to Treblinka
5. Two-point Suicide
6. Back to the Bunker
7. Bred in Captivity
8. Black Scum
9. Troops of Doom [Sepultura]
Spielzeit: 00:29:49

Line-Up:
Bastis - Vocals
Geryon - Guitar, Vocals
Reyash - Bass, Vocals
Basti - Drums
Tobias Naumann [Necrologue]
30.10.2009 | 11:26
Kommentare
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