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Album:Warfair
Genre:Power Metal
Label:AFM Records
Bewertung:1.5 von 7
Releasedatum:14.11.05
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"Penetrant nervtötend oder gähnend langweilig?"

"Die griechische Kapelle hat sich klassischem Metal mit viel Melodie verschrieben, der immer wieder einen Hang zu Epik beweist, ohne aber die Songs aus dem Ruder laufen zu lassen." Meint zumindest die zuständige Promofirma der Band. Mag sein, dass die Griechen durchaus in der Lage sind, anständiges Songwriting zu betreiben, ebenso wie die Epik dem ansonsten unspektakulären Powermetal einigen Drive verleiht. Doch singen, nein singen kann Andreas "The Wizard" nicht wirklich. Das verzwickte an der ganzen Sache: Unser Zauberer denkt offensichtlich, dass er neben den drei Tenören zur Weltspitze des klassischen Gesangs gehört und quält seine Zuhörer auf "Warfair" eine knappe Stunde lang mit extrem eintönigen Eunuchengesang ohne jegliche Eier. Das erinnert nicht zuletzt aufgrund des Akzents zeitweise an griechische Volksmusik. Würde man das Gekreische des Fronters einmal ausblenden, blieben eine Hand voll gute Songs aus innovativen Gitarren, tollen Bassläufen und ideereichem Drumming, die zudem noch anständig produziert sind. Ehrlich, ich verstehe nicht, wie sich eine durchaus achtbare Hintermannschaft wie diese, einen solchen Sänger aussuchen kann. Nahezu einziger Glanzpunkt - das schnelle und aggressive "Hesitant Gathering", bei dem Andreas sich einmal etwas zurück nimmt und seine Stimme etwas knurriger und dunkler klingen lässt. Ansonsten wahlweise gähnende Langeweile oder nervenaufreibende Eintönigkeit, dass man sich am liebsten die Ohren zuhalten möchte.

Trackliste:
01. Once Again
02. Here We Are
03. Hesitant Gathering
04. Honored Expedition
05. The Mirror Mask
06. Semper Casta
07. On The Edge
08. Fatal Conflict
09. The Pledge
10. 6 Must Die
11. Enola Gay (Bonus Track)


Georg Schillay [Cryxx]
07.11.2005 | 16:42
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