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Cover von Wolfen -- Chapter IV
Band: Wolfen Homepage Wolfen bei Facebook Metalnews nach 'Wolfen' durchsuchenWolfen
Album:Chapter IV
Genre:Heavy Metal, Power Metal, Thrash Metal
Label:Pure Legend
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:27.01.12
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"Nicht ohne meinen Thrash Metal!"

Seit insgesamt 15 Jahren aktiv haben es die Kölner Metaller WOLFEN im vergangenen Jahrzehnt auf immerhin drei Alben gebracht und konnten sich im lokalen Untergrund als feste Größe etablieren. Neuerdings bei Pure Legend Records untergebracht veröffentlicht die Truppe nun ihr viertes Album, welches passenderweise auf den Namen „Chapter IV“ hört.

WOLFEN spielen im weiteren Sinne Power Metal, halten allerdings nichts von Keyboard-Gesäusel und bedeutungsschwangeren Sprechpassagen, sondern würzen das Ganze mit einer gehörigen Portion thrashiger Härte und begeben sich so in die gleiche Liga wie die Genre-Spitzenreiter MYSTIC PROPHECY. Um das Niveau selbiger zu erreichen fehlt freilich noch ein wenig, aber dennoch machen die Kölner auf ihrem vierten Album schon eine verdammt gute Figur und haben mit Nummern wie dem Opener „Revolution/Evolution“, „Nefilim“ oder auch „Unbroken“ Songs im Gepäck, in denen sich brachiales Riffgewitter und hymnische Eingängigkeit schön die Waage halten. Hinzukommen oftmals zweistimmige Gitarren, die das Gespür der Truppe für ansprechende Melodieführung zur Schau stellen sowie rockige Leadgitarren, die ein schönes Gegengewicht zur oftmals kompromisslosen Riffattacke von „Chapter IV“ bilden. Frontmann Andreas von Lipinski klingt dabei wie eine Mischung aus CIRCLE OF SILENCE-Fronter Nick Keim und PARAGONs Buschi und erweist sich ob seines männlichen Organs als überaus wandlungsfähig: Wie in „Soul Collector“ nachzuhören, gelingt dem Mann der fliegende Wechsel zwischen rauem Gegröle in den Strophen und temperierterem Gesang in den Refrains scheinbar mühelos. Ruhigere Momente stehen der Truppe dabei leider nicht ganz so gut zu Gesicht und so ist etwa „Hole In The Sky“ reichlich vor den Schrank gelaufen und auch in „Dolor Mundis“ stößt Herr von Lipinski ganz offensichtlich an seine Grenzen, was von modern rockenden Stampfern wie „I Am I“ allerdings ohne Weiteres wieder wett gemacht wird. Überhaupt gehen WOLFEN auf ihrem neuen Album angenehm abwechslungsreich zuwerke und punkten mit einem hohen Maß an musikalischer Vielfalt, weshalb es den Kölner trotz nicht immer gleich hohen Niveaus beim Songwriting gelingt, ihre Hörerschaft auch bei einer Spielzeit von mehr als einer Stunde bei Laune zu halten – interessanterweise gehören Gerade ausgedehntere Songs wie das siebenminütige „White Chapel“ zu den Sternstunden von „Chapter IV“. Letztlich sei noch die bestechende Produktion des neuen WOLFEN-Albums erwähnt, denn die Platte kommt in glasklarem, modernem Soundgewand durch die Boxen, wobei insbesondere der wuchtige Gitarrensound zu überzeugen weiß.

Ob ihres gehobenen Dienstalters sind die Kölner WOLFEN der breiteren Öffentlichkeit vermutlich nicht zwangsläufig ein Begriff, was sich mit der Veröffentlichung von „Chapter IV“ allerdings ändern könnte – für ihren vierten Schlag liefert die Truppe ein gestandenes Metal-Album angefüllt mit allerhand treibenden, modernen Edelstahl-Riffs ab, die jedem Headbanger direkt ins Genick fahren dürften.

Trackliste:
01. Revolution / Evolution
02. D.F.A.I.T.
03. The One
04. Nefilim
05. Hole In The Sky
06. I am I
07. Dolor Mundis
08. Unbroken
09. Birmingham 6
10. Soul Collector
11. White Chapel
12. Demons
Spielzeit: 01:07:01

Line-Up:
Andreas von Lipinski - Vocals, Bass
Björn Grüne - Guitar
Frank J. Noras - Guitar
Holger Bloempott - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
20.01.2012 | 13:39
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