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Band: Wolves In The Throne Room Homepage Wolves In The Throne Room bei Facebook Metalnews nach 'Wolves In The Throne Room' durchsuchenWolves In The Throne Room
Album:Black Cascade
Genre:Black Metal, Post/Avantgarde Black Metal
Label:Southern Lord
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:03.04.09
CD kaufen:'Wolves In The Throne Room - Black Cascade' bei amazon.de kaufen
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"Rauer, härter, dunkler"

Nach dem exzellenten „Two Hunters“ und der zur Tour Anfang des Jahres erschienenen EP „Malevolent Grain“ sowie dem Konzertmitschnitt „Live At Roadburn 2008“ kehren WOLVES IN THE THRONE ROOM mit ihrem inzwischen dritten Studioalbum, „Black Cascade“ betitelt”, zurück und entfachen erneut ein wahres Fegefeuer, indem sie harschen Black Metal mit Psychedelic, Drone und Ambient verquicken.

Und eines wird sofort klar: WOLVES IN THE THRONE ROOM haben das bisher härteste und dunkelste Album der Bandgeschichte geschrieben und gehen zu ihren Ursprüngen zurück, da die auf „Two Hunters“ oftmals im Vordergrund stehenden Ambient-, Psychedelic- und Drone-Versatzstücke natürlich nicht gänzlich aus dem Klangbild verschwunden sind, jedoch spürbar reduziert wurden. Dies äußert sich vor allen Dingen am gänzlich fehlenden weiblichen Gesang, ein Novum bei WOLVES IN THE THRONE ROOM, da diese Gastbeiträge stets eine wichtige Komponente der Musik ausmachten. Einerseits machen die Musiker aus Olympia, Washington, damit etwas wirklich Neues und zeigen, dass sie gekonnt mit den Erwartungshaltungen spielen und diese unterlaufen können, andererseits wird den Songs damit eine spannende und atmosphärische Komponente genommen. Wenn man sich die vier neuen Stücke anhört, zeigt sich jedoch, dass die zahlreichen von der Band – inzwischen mit Will Lindsay an der Gitarre und Ross Sewage [IMPALED] am Tieftöner – gespielten Konzerte ein große Rolle beim Songwriting gespielt haben dürften, denn die Songs wirken deutlich live-tauglicher. An der Überlänge der Kompositionen ändert dies zwar wenig, jedoch wirkt vieles kompakter und mehr auf den Punkt gespielt, was sich in den rasenden „Ahrimanic Trance“ und „Ex Cathedra“ mit ihren flirrenden Riffs am besten zeigt, während Sänger Nathan Weaver mit seinem fiesen und hasserfüllten Gekrächze oftmals hörbar bis an seine Grenzen geht. Mit einem wunderbar erdigen, transparenten und kraftvollen Sound versehen – die Band hat bewusst auf die alte Schule in Form eines alten Röhrenverstärkers, analogen Synthesizern, 2-Inch-Tape und einer Neve-Konsole von 1973 gesetzt – beginnt das epische „Wanderer Above The Sea And Fog“, das vor allem durch seine großartigen Melodien und das verschleppte Tempo im Mittelteil mitzureißen weiß, während mit „Crystal Ammunition“ ein absolutes Highlight auf „Black Cascade“ vertreten ist. Hypnotisch, einem Ritual gleich und so intensiv wie selten zuvor gehen WOLVES IN THE THRONE ROOM hier zu Werke, wobei vor allem die Leistung der Gitarrenfraktion und von Schlagzeuger Aaron hervorzuheben ist, und liefern somit einen unglaublich eindrucksvollen, im späteren Verlauf von sehr ruhigen und Drone-lastigen Sounds dominierten Ausklang von „Black Cascade“.

WOLVES IN THE THRONE ROOM scheint die Gunst der Stunde gewiss zu sein, da die Band inzwischen ein weit gefächertes Publikum erreichen kann, was sich an den [anstehenden] Auftritten auf dem Hellfest, Maryland Deathfest und dem Roadburn Festival gut veranschaulichen lässt. Trotz der rasenden Black-Metal-Klänge vermag das Quartett es nämlich gekonnt, vielerlei Komponenten in dessen Sound einfließen zu lassen, sodass WOLVES IN THE THRONE ROOM auch für Leute außerhalb dieses Genres von Interesse sein dürften, nein, müssten! Das einerseits vor Wut nur so rasende und harsche, andererseits vor gefühlvollen und ruhigen Einsprengseln nur so strotzende „Black Cascade“ untermauert diese Entwicklung erneut eindrucksvoll. Zusätzlich wurde das neue Werk wiederum mit einer wunderschönen visuellen Aufmachung versehen, und WOLVES IN THE THRONE ROOM haben darauf geachtet, das Augenmerk auf eine weitere Facette ihres vielschichtigen Sounds zu legen, und daher nicht den Fehler begangen, einfach ‚nur’ „Two Hunters, Teil 2“ aufnehmen zu wollen, denn dieses bahnbrechende Stück Musik bleibt so oder so vorerst – übrigens auch nicht von „Black Cascade“, wenn auch knapp – unerreicht. Fazit: Ausgezeichnet!

Trackliste:
01. Wanderer Above The Sea Of Fog
02. Ahrimanic Trance
03. Ex Cathedra
04. Crystal Ammunition
Spielzeit: 00:49:56

Line-Up:
Nathan Weaver – Vocals, Guitar
Will Lindsay – Guitar, Backing Vocals
Ross Sewage – Bass
Aaron Weaver – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
05.04.2009 | 13:47
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