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Cover von Wolves In The Throne Room -- Celestial Lineage
Band: Wolves In The Throne Room Homepage  Metalnews nach 'Wolves In The Throne Room' durchsuchenWolves In The Throne Room
Album:Celestial Lineage
Genre:Black Metal, Post/Avantgarde Black Metal
Label:Southern Lord
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:23.09.11
CD kaufen:'Wolves In The Throne Room - Celestial Lineage' bei amazon.de kaufen
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"Himmlisch!"

Gut zwei Jahre nach dem wieder deutlich raueren „Black Cascade“ melden sich WOLVES IN THE THRONE ROOM nun mit „Celestial Lineage“ zurück, das gleichzeitig den Abschluss der Trilogie, die mit „Two Hunters“ sowie „Black Cascade“ begonnen hat [das Debüt „Diadem Of 12 Stars“ sowie die EP „Malevolent Grain“ bleiben hier außen vor], darstellt.

Insofern ist gut nachvollziehbar, dass „Celestial Lineage“ gleichermaßen einen Schritt zurück zum Anfang, nämlich „Two Hunters“ – und dies wird allein schon durch den erneuten und überragenden Gastauftritt von Jessika Kenney am Gesang deutlich –, bedeutet, aber gleichzeitig nicht auf der Stelle tritt. Somit kommen auch einige Einflüsse von „Black Cascade“, dem deutlich aggressiveren und roheren letzten Album [siehe das rasende „Subterranean Initiation“ oder auch den Beginn von „Astral Blood“], zum Zuge, während WOLVES IN THE THRONE ROOM anno 2011 auch vermehrt auf Synthesizer, mehr Dynamik und Atmosphäre sowie Abwechslung sorgen. So zum Beispiel im hymnischen „Woodland Cathedral“ oder auch in den beiden Intermezzi „Permanent Changes In Consciousness“ und „Rainbow Illness“, die für kurze Verschnaufpausen sorgen und daher auch gänzlich von der Struktur der letzten Veröffentlichung abweichen. Doch allein schon der mächtige Opener „Thuja Magus Imperium“ zeigt den Weg eindrucksvoll auf, denn in diesem Stück vereinen die beiden US-amerikanischen Brüder gekonnt alle Markenzeichen ihrer Band [griffige Melodien, rasendes Drumming, das Gekrächze/Gekeife von Nathan Weaver, gut strukturierte Songs], während im abschließenden „Prayer Of Transformation“ deutlich das Tempo reduziert wird, fast schon von [Funeral] Doom-Anleihen gesprochen werden kann und auch eine leise gezupfte Akustikgitarre [übrigens auch in „Astral Blood“] für viel Atmosphäre sorgt, ehe das Album mit einem Donnerknall verhallt und die Ruhe nach dem Sturm einziehen lässt. Gerade mit diesem letzten Stück zeigen WOLVES IN THE THRONE ROOM, dass sie sich nicht auf ihren – größtenteils gerechtfertigten – Lorbeeren ausruhen und auch nicht auf der Stelle treten, sondern innerhalb ihres Stils stets am Feinschliff und am Ausloten neuer Bereiche sind. Das kommt „Celestial Lineage“ spürbar zugute, denn insgesamt haben wir es hier mit dem bislang vielschichtigsten Album der Black Metaller zu tun, die es wiederum schaffen, eine ganz eigene, mystische, manchmal fast schon verspielt-nachdenkliche, esoterisch angehauchte, naturverbundene Grundstimmung zu erzeugen, die sich wohltuend von mancher ach so bösen „Tod und Teufel“-Black-Metal-Truppe abhebt – vermutlich auch der Grund, warum WOLVES IN THE THRONE ROOM weit über die Black-Metal-Szene hinaus etliche Anhänger haben finden können. Hinzu kommen eine erneut schön raue, erdige, organische Produktion, die wieder von Randall Dunn gänzlich analog erfolgte – ein Ansatz, der sich übrigens bis ins Artwork nachverfolgen lässt, das von Alison Scarpulla ausschließlich mit alten Fotografietechniken erstellt wurde. Kurzum: Ein wohldurchdachtes Gesamtkunstwerk mit Hand und Fuß.

WOLVES IN THE THRONE ROOM gehen mit „Celestial Lineage“ wieder ein ganzes Stück in Richtung „Two Hunters“, dem bislang erfolgreichsten Album der Band, zurück, was die meisten Fans sowieso begrüßen dürften. Glücklicherweise tätigt die Band diesen Schritt allerdings, ohne sich dabei einfach selbst zu kopieren oder den auf „Black Cascade“ eingeschlagenen Pfad wieder gänzlich zu verlassen. Ingesamt haben WOLVES IN THE THRONE ROOM somit das bislang ausgewogenste und atmosphärischste Stück Musik ihrer bisherigen Bandgeschichte erschaffen, das neben den typischen Markenzeichen mit einigen Überraschungen [siehe „Woodland Cathedral“ oder auch „Prayer Of Transformation“] aufzuwarten weiß und den Hörer mit jedem weiteren Durchlauf mehr und mehr zu fesseln vermag. Spricht: Gebt „Celestial Lineage“ ein wenig Zeit, um sich richtig zu entfalten, und Ihr werdet dauerhaft belohnt werden. Fazit: Verdammt starkes Album und somit satte 6 Punkte!

Trackliste:
01. Thuja Magus Imperium
02. Permanent Changes In Consciousness
03. Subterranean Initiation
04. Rainbow Illness
05. Woodland Cathedral
06. Astral Blood
07. Prayer Of Transformation
Spielzeit: 00:48:51

Line-Up:
Aaron Weaver – Drums, Synth
Nathan Weaver – Guitars, Vocals
Alexander Eitner [soulsatzero] | 16.09.2011 | 17:06

Durchschnittliche Leserwertung: 5.6 / 7 Punkten

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Kommentar von: hans
Wertung: 7/7 | 24.09.2011 -- 19:07
muss mich korrigieren, nach mehrmaligem hören denke ich das topt alles was wittr bis jetzt veröffentlicht haben. scheibe des jahre, mit abstand. "himmlisch" bringt es auf den punkt, es ist eben ein nachthimmel.
Kommentar von: ralf
Wertung: 5.5/7 | 23.09.2011 -- 13:40
... und "wohltuend abheben"? wieso ständig diese vergleiche mit dingen, die das genre ausgemacht haben bzw. noch ausmachen? wieso sollte etwas elementares einer sache bei abwesenheit wohltuend sein? doch wohl nur für leute, die dem genre nie was abgewinnen konnten und demnach vermutlich auch wenig ahnung davon haben!

wieso wird nicht einfach bewertet, was WITTR gemacht haben? schließlich kann sich das zeug durchaus sehen bzw. hören lassen, auch ohne vergleiche mit klassischem BM.
Kommentar von: w.a.
Wertung: 4/7 | 23.09.2011 -- 12:49
Es ergreift mich nicht so sehr, wie die beiden Vorgänger.

Das "Himmlisch" im Teaser hätte man sich verkneifen können - flache Provokation!
Kommentar von: hans
Wertung: 6/7 | 21.09.2011 -- 16:59
schade das sie wieder etwas softer daherkommen, ich fand "black cascade" eine offenbarung. trotzdem ein sehr gutes album das tatsächlich etwas zeit braucht.
Kommentar von: ralf
Wertung: 5.5/7 | 19.09.2011 -- 14:17
Ohne den "ach so bösen „Tod und Teufel“-Black-Metal" hätte es die autarken Stromgitarren-Waldläufer niemals in dieser Form gegeben.
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