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Band: Woman Is The Earth Homepage  Metalnews nach 'Woman Is The Earth' durchsuchenWoman Is The Earth
Album:This Place That Contains My Spirit [Re-Release]
Genre:Black Metal
Label:Eisenwald
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:21.04.14
CD kaufen:'Woman Is The Earth - This Place That Contains My Spirit [Re-Release]' bei amazon.de kaufen
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"Spirituelles aus South Dakota"

Es gibt im Black Metal Bereich bereits so viele verschiedene Subformen und vor allem auch Subbezeichnungen, dass das Ganze nur noch bedingt Sinn macht. Eine in den letzten Jahren aufgekommene Bezeichnung und „Szene“, wenn man so will, war der so genannten „Cascadian Black Metal“. Ein Begriff, der vor allem mit steigendem Bekanntheitsgrad von WOLVES IN THE THRONE ROOM aufgekommen ist und eigentlich diverse „ökologische“ beziehungsweise „naturmystische“ Black Metal Bands von der Westküste der USA bezeichnet. Nun die Herren von WOMAN IS THE EARTH spielen eine Musik, die unter dieses Raster fällt und auch kleine Ähnlichkeiten zu WOLVES IN THE THRONE ROOM aufweist. Allerdings kommen sie aus South Dakota, was nun alles andere als an der Westküste der USA liegt. Ob sie nun „Cascadian Black Metal“ sind oder nicht, sollen allerdings andere entscheiden; auf jeden Fall spielen WOMAN IS THE EARTH auf ihrem zweiten Album „This Place That Contains My Spirit“ atmosphärischen, langgezogenen und sphärischen Black Metal.

Vier Songs weist „This Place That Contains My Spirit“ auf, wobei der längste Song sechszehn Minuten zu bieten hat und auch der kürzeste Track auf über acht Minuten kommt. Das Trio agiert dabei mit einer wahrlich rauen Produktion und mit starken Gitarren-Riffs, die in den Vordergrund gemischt wurden; Drums und Vocals spielen dagegen eine eher untergeordnete Rolle. Das hängt aber teilweise auch damit zusammen, dass der Drumsound recht dumpf ausgefallen ist. Die Vocals weisen außerdem ordentlich Hall auf, was der Scheibe aber zusätzlich Atmosphäre beschert. Das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf den Gitarren und die haben es in sich! Meine Damen und Herren; solche Riffs schreibt man nicht einfach einmal so. Dass es WOMAN IS THE EARTH tatsächlich schaffen mit den sich wiederholenden Gitarren-Riffs eine solche Atmosphäre zu kreieren und so lange Songs am Leben zu erhalten, spricht auf jeden Fall für ihre Songwriting-Qualitäten. Aufgelockert wird „This Place That Contains My Spirit“ durch kleine Intermezzos mit klaren Gitarren, die mich teilweise an SKAGOS erinnert haben. Beim abschließenden Track „Glow Beyond The Ridgeline“ hat man sich außerdem nach neun Minuten dazu entschlossen, die Gitarren vollkommen wegzulassen und mit rein sphärischen Ambient-Sounds das Album ausklingen zu lassen. Gelungene Sache. WOMAN IS THE EARTH verändern außerdem musikalisch klug auch die Atmosphäre, welche ein Song ausstrahlt – so hat man beim Achtminüter „Bird Song“ irgendwie das Gefühl, als würde man dem Aufgehen der Sonne zuschauen. Der Song wird im Laufe der Zeit „leichter“ und „fröhlicher“, wenn man denn so will. Auch hier zeigt sich das Geschick der drei Musiker aus den USA.

Zu behaupten, WOMAN IS THE EARTH sei ein WOLVES IN THE THRONE ROOM-Klon ist vollkommener Unsinn. Natürlich gibt es gewisse Überschneidungspunkte zwischen den beiden Bands; dies betrifft allerdings so oder so nur die alten Scheiben der Wölfe. Vielmehr bekommt man hier ein wirklich gut gemachtes Underground-Produkt in die Hand, welches Fans von alten ULVER bis hin zu Jüngern von SKAGOS, ADDAURA und WEAKLING interessieren dürfte. Schön, dass sich Eisenwald dieser Band angenommen hat.

Trackliste:
01. This Place That Contains My Spirit
02. Bird Song
03. Sage Moon
04. Glow Beyond the Ridgeline
Spielzeit: 00:47:38

Line-Up:
Jon Martin - Drums, Gesang
Andy Martin - Gitarre, Bass, Effekte
Jarrod Hattervig - Gitarre, Gesang
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
14.04.2014 | 12:31
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