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Album:Immersion
Genre:Melodic Death Metal, Progressive
Label:AFM Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:30.03.12
CD kaufen:'Words Of Farewell - Immersion' bei amazon.de kaufen
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"Zu viel des sehr guten!"

„Deutschland entwickelt sich in den letzten Monaten insgeheim zum neuen Klein-Schweden der Metalwelt“, könnte man meinen, wenn man sich die Dichte an qualitativ hochwertigen Melodeath-Scheibletten so anschaut, die jeden Monat zum Rezensieren auf den Promotisch landen. Die seit 2007 aktiven WORDS OF FAREWELL sind mit ihrem Debüt „Immersion“ inzwischen Teil der deutschen Melodie-Todesbringer und stehen nun vor der Aufgabe, sich aus dem hochgesteckten Feld abzuheben.

Die sechs Musiker, die zu Teilen aus Bochum, Marl und Münster kommen, verfolgen einen etwas progressiveren Ansatz als ihre gleichgesinnten Kollegen und gewähren dem Keyboard viel Platz zur freien Entfaltung. Dabei ist nicht das Untermalen von den durchaus gelungenen Gitarrenriffs gemeint, sondern die Passagen, in denen die Tasten die Führung übernehmen und manierliche Melodien auf die gespannten Ohren der Zuhörer sauseln lassen. Dabei erinnern sie an große Vorbilder wie DARK TRANQUILLITY, verbauen jedoch noch ein paar mehr Breaks in ihre Songs, ziehen und drosseln das Tempo geschickt und platzieren zur Genüge Abwechslung. Zusätzlich gibt es häufig atmosphärische Einschübe durch Synth-Einsatz, die mal besser [„On Second Thought“] und mal noch besser [„The Great Escape“] ausfallen. Manchen könnte dieser Einsatz derlei Mittel sicherlich nicht schmecken, vor allem am Zwischenspiel „Auriga“ können sich Genre-Puristen stören. Für solche Miesepeter hat das Sextett dennoch einiges im Köcher, denn der Melodic Death Metal-Aspekt bezieht sich größtenteils auf das Epische aus der finnischen Spielart á la INSOMNIUM [ohne die Melancholie erreichen zu wollen] und einigen, orientalischen Elementen zwischendurch. Der Mittelteil aus „The Great Escape“ knallt ordentlich rein, „Sorae“ und „Vagrant Story“ bestechen durch geile Melodie-Bögen und „Ever After“ ist der Höhepunkt des Albums mit den coolsten Keyboards, der feinsten Gitarren-Arbeit und dem ohrwurmigsten Refrain.
Großartig viel gibt es bei einem solch vielschichtigen Album nicht zu mäkeln, durch die technischen Fähigkeiten der Musiker und den zahlreichen Facetten ihrer Musik macht selbst der 18. Durchlauf noch Laune. Sänger Alexander Otto beschränkt sich während der ganzen Spielzeit auf tiefe Growls und kurzen Spoken Vocals, die stets bedacht positioniert sind. Inmitten von triumphierenden Sechssaitern und teils vertrackten Schlagzeug-Rhythmen geht dieser allerdings unter und dies ist soweit der einzige Schwachpunkt, es passiert schon fast zu viel. Wenn man dem Ganzen nicht die volle Aufmerksamkeit widmet, verliert der geneigte Zuhörer etwas die Übersicht. Der durchaus überragende abschließende Track „Sundown Serenade“, der zum einzigen Mal mit einem Klavier aufwartet, vereint unter sich zu viele Aspekte auf einmal, die einfach zu gut gemeint sind. Selbst ein straighterer Song wie „On Second Thought“ hat stellenweise noch mit dem Problem der Überfrachtung zu tun.

Nichtsdestotrotz ist WORDS OF FAREWELL mit „Immersion“ ein sehr gutes Debüt geglückt, das mit Abwechslung en masse und vielen Facetten auftrumpfen kann. Der Platz für atmosphärische Einspieler aus dem Keyboard ist nicht vergebens, die Saiten-Fraktion schüttelt sich mit technischen Fähigkeiten ein ums andere Mal schöne Melodien aus den Ärmeln und überzeugen insgesamt. Für ein Spitzenalbum fehlt dem Ganzen noch etwas die Zielstrebigkeit und Konsistenz, zu oft wird zu viel präsentiert wodurch man die Übersicht schnell verlieren kann. Dies ist jedoch kein Problem, dass man beim zweiten Streich nicht beheben könnte.

Trackliste:
01. Project: Daybreak
02. Ever After
03. End Of Transmission
04. On Second Thought
05. Auriga
06. The Great Escape
07. Urban Panorama
08. Sorae
09. Vagrant Story
10. Sundown Serenade
Spielzeit: 00:48:12

Line-Up:
Alexander Otto - Vocals & Lyrics
Erik Gaßmus - Lead & Rhythm Guitar
Henrik Tschierschky - Lead & Rhythm Guitar
Nils Urginus - Bass
Jonas Wübbe - Drums
Leo Wichmann - Keyboards & Ambient
Nico Carvalho [Champ]
27.04.2012 | 20:52
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