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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von World Come Down -- Skullflower
Band: World Come Down Homepage World Come Down bei Facebook Metalnews nach 'World Come Down' durchsuchenWorld Come Down
Album:Skullflower
Genre:Progressive, Rock, Thrash Metal
Label:Ark Noir Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:08.09.08
CD kaufen:'World Come Down - Skullflower' bei amazon.de kaufen
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"Ausbaufähig"

Metal ist alt. Ziemlich alt. Wie alt genau, lässt sich heute kaum noch sagen, aber mindestens 30, wenn nicht 40 Jahre. In dieser langen Zeit wurden mit Gitarren, Schlagzeug, Bass und Gesang schon so ziemlich alles mindestens einmal gemacht. Deshalb sprießen heute Bands, die eine krude Stilmischung betreiben einerseits, aber andererseits auch Bands, die versuchen musikalisch noch unausgetreten Pfade zu finden aus dem Boden. WORLD COME DOWN sind wohl am besten irgendwo dazwischen anzusiedeln.

Speziell einem Genre hat sich die Band mit Musiker aus Deutschland, Österreich und den USA nämlich nicht verschrieben. Man wandert irgendwo zwischen Rock und Thrash Metal, das allerdings mit teils sehr progressiven Anleihen und komplexen, oft überlangen, Songstrukturen. Meistens werden aber die einzelnen Songs schön nach Genre sortiert. Die ersten beiden Songs sind fast reine Thrasher, während später oft minutenlang ruhig bis doomig gerockt wird. Oft auch zu lange und ausladend. Die Band zeigt bei mehr als einer Gelegenheit, dass sie in allen Bereichen eigentlich deutlich über dem Durchschnitt rangieren und pendeln mühelos zwischen Thrash-Riffs, Metalcore-Ausbrüchen und doomigen, teils sogar balladesken Passagen hin und her. Diese Wechsel sind auch zu jeder Zeit nachvollziehbar und passend. Und das lässt sich wirklich nicht über jede Band sagen, die solch einen Stil spielt. Das Problem von WORLD COME DOWN ist lediglich, dass sich bei allen progressiven Strukturen und guten, innovativen Ideen nie mehr als einzelne Passagen herauskristallisieren wollen. Bis auf wenige Ausnahmen verschwimmen die Songs alle miteinander und ineinander, es bleibt der Eindruck von einer gute Jam-Session, bei der zwischendurch mal ein abgeschlossener Song eingeschoben wird.

So bleibt vom Debüt "Skullflower" zwar ein guter, aber nur ein schwacher Eindruck. Die Band hat einiges drauf, aber kaum ein Song will so richtig zünden. Viele Kompositionen, besonders die ruhigeren, sind auch zu lang geraten. Besonders gegen Ende schweift die Aufmerksamkeit immer wieder ab, bis sie erst von der nächsten tollen Melodie oder dem nächsten gelungenen Riff wieder eingefangen wird. Aber ein guter Eindruck bleibt, wie gesagt.

Trackliste:
01. The Golem And The Copy Cat
02. Haunted
03. Hang
04. Shadowman
05. Bourne
06. Ego Multiplied
07. Abyss
08. Radiate
09. Static
10. Cold
11. The Source
Spielzeit: 00:59:48

Line-Up:
Gary Kretzer: Gitarre
Markus Maximilian Strickler: Gesang
Beda Bachmayer: Schlagzeug
Mudz Leichtle: Bass
Nicolas Freund [Nicki]
15.09.2008 | 00:49
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