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Album:Tactical
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:05.08.11
CD kaufen:'World Under Blood - Tactical' bei amazon.de kaufen
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"Melodic Death, der keiner ist"

Wer sich Melodic Death Metal freiwillig und frei vom Zwang der Kategorisierungswut der Journalisten auf die Fahne schreibt, der muss schon einiges bieten...

Also... nicht wenigen dürften bei dem Wort „Melodic Death Metal" Substitute wie die „New Wave Of Swedish Death Metal", „Göteborger Schule" einfallen oder Assoziationen zu Bands aufkommen wie ARCH ENEMY, AT THE GATES, CHILDREN OF BODOM, WINTERSUN oder auch AMON AMARTH, SOILWORK oder INSOMNIUM. So unterschiedlich diese Bands auch klingen mögen, gemein ist ihnen allen, dass sie ein mehr als überdurchschnittlich gut ausgeprägtes Händchen für mitreißende Melodien haben sowie sich griffigen Songstrukturen mit für den konventionellen Death Metal zumeist atypischem Wiedererkennungswert und Mitgrölfaktor verpflichtet fühlen. Hinzu kommt fernerhin noch der Umstand, dass dem klassischen Death oft komplexe, oft auch kakophonisch tönende Skalen zugrunde liegen und der Melo-Death im Gegensatz dazu mehr aufs Klassisch-Harmonische setzt, was mitunter ja gerade erst für dieses Hard-Rock-mäßige Power-Feeling sorgt, das nicht selten ins Hymnen- und AOR-Hafte abdriftet. Ikonen wie Michael Amott und Alexi Laiho sind nicht umsonst große Fans von Michael Schenker, Randy Rhoads und Yngwie Malmsteen... Um jetzt nicht weiter um den heißen Brei herum zu reden: All diese Sachen lassen WORLD UNDER BLOOD nur wenig bis gar nicht zur Geltung kommen. Im Gegenteil: Man fragt sich ernstlich und unterm Strich nicht gerade selten, was die Musik von „Tactical" mit der Schule des Melodic Death zu tun haben soll. Im Wesentlichen bekommt der Hörer modernen Knüppelmetall aufgetischt - mit reichlich Hang zum Überproportionierten und Übergitarristischen, leider ohne dieses gute Händchen, ohne dieses nötige Quäntchen Talent eine Kernfusion aus Schmalz und Schmerz zu synthetisieren. Mal geht's völlig in die Hose [wie etwa bei „A God Among The Waste" oder „Dead And Still In Pain"; grausamer Clean-Gesang nebenbei erwähnt], manchmal kann man sich's einigermaßen antun [zum Beispiel „Purgatory Domitory" oder „I Can't Stand His Name"; bei letzterem stört sogar das Solo nicht].

Insgesamt ist „Tactical" jedoch nur unteres Mittelmaß. Insbesondere, wenn man vorm Plattenregal steht und die Qual der Wahl hat. Zu viel Double-Bass ohne Verstand, zu viel hektische Blasts [auch wenn Tim Yeung in der Regel ein vortrefflicher Metal-Drummer sein mag], schwacher Gesang und zu stark nach vorn gepeitschte Motivwechsel... das alles ist tödlich für eine gelungene Melodic-Death-Scheibe. Deshalb die Empfehlung zum Schluss: Lieber biedermännisch auf einschlägig Bekanntes setzen und nicht die Katze im Sack kaufen.

Trackliste:
01. A God Among The Waste
02. Into The Arms Of Cruelty
03. Pyro-Compulsive
04. Dead And Still In Pain
05. Purgatory Dormitory
06. Under The Autumn Low
07. I Can't Stand His Name
08. Revere's Tears
Spielzeit: 00:33:06

Line-Up:
Deron Miller - Vocals, Guitar
Luke Jaeger - Guitar
Risha Eryavac - Bass
Tim Yeung - Drums
Markus Amadeus Sievers [Lester Bangt]
29.07.2011 | 20:57
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