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Cover von Wormed -- Exodromos
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Album:Exodromos
Genre:Brutal Death, Technischer Death Metal
Label:Hammerheart Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:29.03.13
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"Eine neue [Brutal-Death-]Dimension!"

Gut und gerne zehn Jahre [!] haben sich die spanischen Brutal/Tech-Deather WORMED Zeit gelassen, um den Nachfolger zu „Planisphærium“ zu schreiben und aufzunehmen. Von Veröffentlichungsflut auf Full-Length-Ebene oder einem Schnellschuss kann im Fall von „Exodromos“ also bei dem Quintett ganz sicher nicht die Rede sein [und die Appetithappen-EP „Quasineutrality“ von 2010 sei sowieso einmal ausgeklammert].

Doch eins vorweg: Die lange Wartezeit hat sich definitiv gelohnt, denn WORMED zeigen sich auf „Exodromos“ hörbar gereift, was erstens nicht bedeutet, dass „Planisphærium“ ein schlechtes Album war, und zweitens auch nicht mit sich bringt, dass die Mucke der Iberer nun deutlich eingängiger wäre. Hier wird nämlich immer noch hektisch, komplex, teils progressiv und sehr vertrackt, aber immer mit Sinn und Verstand geschrotet und geblastet, dann wieder – wie beim Übergang „Solar Neutrinos“ – für einen kurzen Ruhepol mit gesprochenen Passagen gesorgt, aber größtenteils gönnen einem WORMED während der gut 33 Minuten kaum eine Verschnaufpause. Was „Exodromos“ zu einer sehr intensiven und brutalen Angelegenheit macht, denn in Sachen Songwriting gibt es unheimlich viel zu entdecken, während alle Beteiligten eine ausgezeichnete Leistung abliefern und dabei durch die sehr ausgewogene, druckvolle Produktion prima in Szene gesetzt werden. Dennoch ist vor allem Schlagzeuger Riky hervorzuheben, denn was der Gute da alles vom Stapel lässt, ist schlichtweg der Hammer und nebenbei vollkommen songdienlich. Und da wäre natürlich noch das unkonventionelle Geröchel, Gebrumme, Geknurre und Gegrowle von Sänger Phlegeton, das nach wie vor gewöhnungsbedürftig ist und sicher nicht jedem zusagen dürfte, zumal leider auch kaum etwas von den interessanten, Science-Fiction-lastigen Texten des Konzeptalbums zu verstehen ist; dennoch muss/sollte man dem Shouter der Band zugute halten, viele Klangfacetten beizusteuern und den Gesamtsound von WORMED zu bereichern. Zumal solche Songs wie der großartige Opener „Nucleon“ oder auch „Tautochrone“ sowie „Stellar Depopulation“ einschlagen wie Granaten, während man sich bei „Techkinox Wormhole“ ein wenig geradliniger präsentiert und das abschließende „Xenoverse Discharger“ das sicherlich unkonventionellste, da eher episch bis dissonant – im Brutal/Tech-Death-Kontext wohlgemerkt – angelegte Stück auf „Exodromos“ sein dürfte und für einen sehr guten und packenden Abschluss sorgt.

Fazit: Wer abgefahrenen und ausgeklügelten Brutal/Tech Death Metal mag und auf Bands wie etwa DEFEATED SANITY, ORIGIN und CRYPTOPSY steht, kommt anno 2013 an WORMED schlichtweg nicht vorbei, sollte aber genügend Zeit mitbringen, da „Exodromos“ einige Anläufe benötigt, um sich richtig zu entfalten. Hat man diesen Punkt jedoch erreicht, offenbart sich die zweite Full Length der Spanier als unglaublich intensives, originelles und herausragendes Stück Todesblei, das mit jedem weiteren Durchlauf mit neuen Details und Nuancen aufwartet und daher auch dauerhaft interessant bleibt. Daher Daumen weit nach oben für „Exodromos“!

Trackliste:
01. Nucleon
02. The Nonlocality Trilemma
03. Tautochrone
04. Solar Neutrinos
05. Multivectorial Reionization
06. Spacetime Ekleipsis Vorticity
07. Darkflow Quadrivium
08. Stellar Depopulation
09. Techkinox Wormhole
10. Xenoverse Discharger
Spielzeit: 00:33:14

Line-Up:
Phlegeton – Vocals
Migeloud – Guitars
J. Oliver – Guitars
Guillemoth – Bass
Riky – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
22.03.2013 | 20:48
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