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Cover von Wretched -- Beyond The Gate
Band: Wretched Homepage Wretched bei Facebook Metalnews nach 'Wretched' durchsuchenWretched
Album:Beyond The Gate
Genre:Death Metal, Experimental, Melodic Death Metal
Label:Victory Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:06.08.10
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"Weit über das Tor hinaus!"

Nach ihrem Debut „The Exodus Of Autonomy“ [2009], welches schon ein guter Brocken war, legen WRETCHED nun den Nachfolger „Beyond The Gate“ vor. Und dieses Album hat es in sich. Endlich schafft es mal wieder eine Band in dem derzeit allzu beliebten Melodic-Death-Metal/-Core Genre ein Album abzuliefern, welches sich nicht nur bedeutend von den Mitstreitern abzusetzen weiss, sondern auch in vielen Details überrascht und einfach überragend hervorsticht! Die Bezeichnung „experimentell“ geht eigentlich etwas zu weit und man sollte sich nicht davon abschrecken lassen, aber die Band bringt einfach viele neue und interessante Elemente in ein an sich schwer Death-Metal-lastiges Album ein und verdient dafür Gehör und hohe Bewertungen!

WRETCHED machen direkt mit dem Opener „Birthing Sloth“ klar, wohin die Reise geht. Frickelige Tech-Riffs wechseln sich mit Doublebass- & Blastbeat-Attacken ab und über dem Ganzen tront der mal tief growlende, mal keifende Gesang von Billy Powers [der heisst tatsächlich so, kein Scherz!]. Das kommt dem geneigten Genreliebhaber nicht neu vor und das ist es auch nicht. Wenn man so will mischen WRETCHED die besten Elemente von THE BLACK DAHLIA MURDER, DEATH und BEHEMOTH zu einem eigenständigen und überzeugenden Ganzen zusammen und auch allein so schon macht „The Gate Beyond“ die ersten fünf Tracks lang durchweg Spaß. Und dann... tja, dann wird’s abgefahren. Als sechster Track auf dem Album erweist sich „On The Horizon“ als reiner Instrumentaltrack. Und hier schaffen es WRETCHED zur ersten Güte zu werden. Rein orchestral, mit einfach beeindruckenden Harmonien leitet der Track den „Instrumentalpart“ des Albums ein. Und wenn schon hier klar wird, dass WRETCHED genau in richtigem Maße [und nicht z.B. wie die an ihrem eigenen Anspruch aufgrund von überladenen Arangements teilweise scheiternden BEHEMOTH ] mit Orchestersounds zu experimentieren wissen, so folgt danach mit „Part I – Abberation“ und „Part II – Beyond The Gate“ ein wahres Klangerlebnis. In über zwölf Minuten [alle drei Tracks zusammengenommen] wechseln sich hier technische Metal-Riffs a la DEATH oder auch EDGE OF SANITY [zu „Crimson“-Zeiten] mit unverzerrten Riffs, Sitar-Einsätzen und akkustische Gitarren, die fast schon an südländische Folklore erinnern, ab. Klingt abgefahren – ist es auch – aber Wretched schaffen es, diese verschiedenen Elemente zu mischen, ohne den Bogen dabei zu überspannen. Ein wagemutiger, aber absolut gelungener Schritt, dem hoffentlich auch eingefleischte Death-Metal-Fans Ihr Gehör [und ihre Geduld] schenken werden.

Die folgenden drei Tracks bestechen wie die ersten fünf wieder durch technische Raffinesse, gepaart mit derbem Geschredde und teilweise auch hier epischen und harmonischen Parts [in „The Talisman“ werden zudem erneut gekonnt Streicherarrangements eingesetzt]. Wie bereits erwähnt erwartet den Hörer hier nichts Neues, aber eben viel Gutes – und das Rad muss nicht jedes mal neu erfunden werden, um rund zu laufen. Mit „Eternal Translucence“ als Outro beenden WRETCHED dann „Beyond The Gate“ und hinterlassen erstaunte und vor allem überzeugte Ohren.

Keine Frage, „Beyond The Gate“ ist ein überraschendes, endlich mal neuartiges und eben sehr gutes Death-Metal-Album und stellt anno 2010 so manche andere Band des Genres in den Schatten. Zumindest insofern man gewillt ist, dem Album die Chance zu geben durch die eingesetzen Elemente zu überzeugen. Einziges Manko wäre der Sound, der zwar sehr gut ist, aber einfach eine Ecke „fetter“ sein könnte. Aber auch hierbei sei zu bedenken, dass WRETCHED [noch] keine Szenegrößen sind und das Budget sicherlich begrenzt war. Dafür ist „Beyond The Gate“ verdammt gut geworden und Freunde der genannten Bands mit einem offenen Ohr sollten sich „Beyond The Gate“ unbedingt in voller Länge geben!

Trackliste:
01. Birthing Sloth
02. The Deed Of Elturiel
03. In The Marrow
04. A Still Mantra
05. Cimmerian Shamballa
06. On The Horizon
07. Part I - Aberration
08. Part II - Beyond The Gate
09. My Carrion
10. The Guardians of Uraitahn
11. The Talisman
12. Eternal Translucence
Spielzeit: 00:40:52

Line-Up:
Steven Funderburk - Guitar
Joel Moore - Guitar
Rico Marziali - Bass
Billy Powers - Vocals
Marshall Wieczorek - Drums
Andy W. [trapjaw]
04.08.2010 | 00:31
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