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Cover von X [X-Japan] -- Blue Blood
Band: X [X-Japan] Homepage X [X-Japan] bei Facebook Metalnews nach 'X [X-Japan]' durchsuchenX [X-Japan]
Album:Blue Blood
Genre:Hard Rock, J-Rock, Melodic Speed Metal, Prog-Metal, Visual Kei
Label:Sony BMG
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:04.07.89
CD kaufen:'X [X-Japan] - Blue Blood' bei amazon.de kaufen
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"Könige einer weit entfernten Welt [Rubrik "Schatzkiste" Teil II]"

Es ist wieder Zeit für die „Schatzkiste“, eine Rubrik für seltene oder vergessene Platten. Heute reisen wir in das weit entfernte Japan um uns die Band X [später besser bekannt unter dem Namen X-JAPAN] anzusehen. Den meisten Menschen, die aus dem europäischen Raum stammen, werden beide Namen nichts sagen. Trotz der Tatsache, dass man hier nicht einmal CDs der Band im Fachhandel findet, hat man es hier mit echten Stars der Musikszene zu tun. Die Band ist seit Anfang der 80er Jahre aktiv und gilt als einer der zehn einflussreichsten Bands der japanischen Musikgeschichte. Touren der Band sind immer ausverkauft und besser besucht als hier zulande METALLICA. [Rekord der Bands ist in drei Tagen hintereinander den Tokyo-Dome mit 3 x 60.000 Menschen zu füllen]. Nebenbei gilt die Band auch noch als Mitbegründer des J-Rock /Visual Kei Styles. Wie geschrieben, kennt man die Band hier im Raum kaum und gerade deswegen nehme ich mir für die „Schatzkiste“ heute das zweite Album „Blue Blood“ - aus dem Jahre 1989 - vor.

Abgesehen davon, dass das Album in Japan natürlich Millionen Mal verkauft wurde und die Nummer eins geknackt hat, hat die Platte auch musikalisch ordentlich was zu bieten. Nach „Prologue [World Anthem]” – einem pompösen Intro – geht es mit dem ersten Track gleich in die Vollen. Hier wird Speed-Metal der feinsten Sorte geboten. Blitzschnelle Gitarren und einfallsreiche Melodien begleiten eingängige aber nicht zu penetrante Texte. Gesungen wird in Japanisch und Englisch. Obwohl viele Europäer mit der Betonung der Japaner nicht klarkommen muss man sagen, dass sowohl die Englischen als auch die Japanischen Texte ins Ohr gehen und nicht unangenehm auffallen. Als nächstes folgt mit „Week End“ ein echt geiler Rocker, bei dem man einfach nur im Auto über die Autobahn fahren will und sich die Sonne auf den Kopf knallen lassen möchte. Auch hier sind die Strukturen anspruchsvoll und immer wieder erfrischend. Allgemein ist die Mischung aus fernen Klängen, Speed-Metal – etwas japanischem Kitsch und Einflüssen von Prog-Metal [später wird sich die Band mehr auf die Prog-Richtung einschießen] sehr gelungen und vor allem abwechlunsgreich. Beim Titel „X“ gibt es dann die volle Geschwindigkeitsgranate. Hier zeigt man, dass man mit Bands wie HELLOWEEN und BLIND GUARDIAN gerne vom Gaspedal her mithalten kann. Eingängig und zugleich mit vielen Überraschungen bespickt, dass sind Vorteile, die nur wenigen Bands in der Umsetzung gelingen. „Mit Endless Rain“ wird dann auf die Tränendrüse gedrückt aber das in einer so charmanten Art, das man nicht anders kann, als nur mitzusingen. Mit „Kurenai” schafft man dann noch einen der größten Hits, welchen die Band je geschrieben hat. Ein kurzes und Gefühlvolles Intro, dann wird erneut eine Granate in Sachen Hochgeschwindigkeit abgefeuert. Der Text geht gleich ins Ohr und die Gitarrenarbeit ist einmalig auf dieser Welt. Was viele Lieder außergewöhnlich macht, ist die Stimme von Sänger Toshi. Es gibt nur wenige Sänger die – Entschuldigung für den Ausdruck – ihre Lieder richtig ficken. Toshi ist mit so viel Gefühl und Ausdruck in den Liedern, dass man denkt, er schläft jede Sekunde mit ihnen nur um sie dauerhaft zu befriedigen und sie nur in diesem Zustand an die Hörer zu lassen. Ein ganz kleiner, ganz großer Sänger. Durch die perfekte Verbindung von Toshis Gesang, dem einzigartigen Gitarrenspiel von Hide [wird als einer der einflussreichsten Gitarristen der Welt angeführt] und den verschiedenen Stilen, durch die man sich bewegt, offenbart „Blue Blood“ eine besondere frische Note im sonst oft eintönigen Alltag. Schön ist auch, dass die Lieder oft ein bisschen Länger sind und so Spielraum haben sich auszutoben. Am Ende gibt es noch einmal mit „Rose Of Pain“ ein zehn Minuten langes Stück, in dem man noch etwas mehr seine Prog-Seite auslebt. Schlusspunkt mit einer Herzzereisenden Kitschballade und dann ist ein idealer Schlusspunkt gesetzt.

Fazit: Es ist keine Schande noch nie etwas von X gehört zu haben aber es ist eine Schande, wenn man auf oben genannte Einflüsse steht und sie aufgrund der japanischen Herkunft links liegen lässt. Jeder der auf Aufwechslung pocht und eine gute Reise durch anspruchsvolle Musik nicht verschmäht, der wird bei X seine helle Freude haben. Auch wenn die CDs schwer zu finden sind – Ebay & Co. machen es möglich und es lohnt sich. Japans größte und erfolgreichste Metalband hat wirklich mehr zu bieten, als nur ein paar Mannen in bunten Klamotten und Kitsch. Hier wird beste Handwerksarbeit an den Instrumenten sowie viel Herzschmerz und hervorragende Strukturen geboten. „Blue Blood“ ist und bleibt eine runde Sache und was will man am Ende mehr?

X [X-JAPAN] – Intro + Kurenai [Live]

In Kürze in der „Schatzkiste“: STUCK MOJO – „Snappin’ Necks“

Trackliste:
01 - Prologue [World Anthem]
02 - Blue Blood
03 - Week End
04 - Easy Fight Rambling
05 - X
06 - Endless Rain
07 - Kurenai
08 - Xclamation
09 - Orgasm
10 - Celebration
11 - Rose Of Pain
12 - Unfinished
Spielzeit: 01:05:15

Line-Up:
Toshi – Vocals
Pata – Guitar
Hide – Guitar †
Yoshiki – Drums
Taiji – Bass †
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
28.08.2011 | 12:50
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