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CD Review: Xerath - I

Xerath
I


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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Xerath -- II
Band: Xerath Homepage Xerath bei Facebook Metalnews nach 'Xerath' durchsuchenXerath
Album:II
Genre:Modern Metal, Prog-Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Candlelight Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:20.05.11
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"Augen zu und anhören!"

Um gleich einmal mit einer satten Schippe Genörgel anzufangen: Das Cover zu XERATHs zweitem Album "II" kann durchaus als Paradebeispiel dafür dienen, wie man es nicht machen soll. Computergenerierter Katastrophenkitsch unterster Schublade ist das, schlecht durchdacht und geschmacklos. Das konnte man vom ersten zumindest insofern noch nicht sagen, als das dort trotz eines ähnlichen Motivs zumindest Farbgebung und Komposition noch nicht so missglückt waren.

Der Musik der Briten ist es schon gar nicht würdig, denn die hat mehr zu bieten. Hatten XERATH für ihr Debüt die Eigenbezeichnung "orchestraler Groove-Metal" gewählt, so trifft diese auch auf den Nachfolger mehr als zu. Zumindest dann, wenn man keine neue Genreschublade eröffnet, sondern einfach anerkennt, dass XERATH ihre progressiv-verschachtelte Brachialmusik zu etwa drei Vierteln aus dem Frickel-Thrash MESHUGGAHs und zu einem Viertel aus keyboardgetragenen Orchestral-Bombast zusammensetzen. Das mag sich zunächst etwas seltsam anhören, funktioniert aber erstaunlich reibungslos – sicher auch deshalb, weil XERATH nicht nur die vertrackten Riffkaskaden der Schweden, sondern auch deren Gespür für Abwechslung und die richtige Dosierung übernommen haben. Das der Name MESHUGGAH von keinem einzigen der Songs auf "II" zu trennen ist, darf dabei gleichermaßen als Vorwurf wie Anerkennung aufgefasst werden. Selbst Richard Thomsons manischer Kreischgesang erinnert in Tonlage und Phrasierung stark an Jens Kidman, obwohl er gelegentlich durch klare Klänge die Spannung etwas herauszunehmen sucht. Zum Glück nicht allzu häufig, denn obwohl seine Klargesänge durchaus in Ordnung gehen, sind sie doch arg beliebig und stören den Fluss der vertrackten XERATHschen Wutausbrüche.

Gleich der britischen Musikpresse von einer Offenbarung zu sprechen, werde ich mich hier zwar hüten. Aber nichtsdestoweniger ist den Briten mit "II" ein gutes Album gelungen, welches bekannte Zutaten in [noch] nicht zu bekannter Weise miteinander mischt. Nächstes mal noch ein vernünftiges Cover und die Sache läuft! Anspieltipps: "Reform Pt. III", "The Call To Arms", "Enemy Incited Armageddon".

Trackliste:
01. Unite To Defy
02. God Of The Frontlines
03. Reform Pt. III
04. The Call To Arms
05. Machine Insurgency
06. Sworn To Sacrifice
07. Enemy Incited Armageddon
08. Nuclear Self Eradication
09. Numbered Among The Dead
10. The Glorious Death, I - Divine Rapture, II - A New Awakening
Spielzeit: 00:57:31

Line-Up:
Richar Thomson - Gesang
Owain Williams - Gitarre
Michael Pitman - Schlagzeug
Christopher Clark - Bass
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
25.05.2011 | 19:32
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