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Band: Xerion Homepage  Metalnews nach 'Xerion' durchsuchenXerion
Album:Cantates Das Loitas Esquecidas
Genre:Black Metal, Folk
Label:Schwarzdorn Productions
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:30.07.10
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"Der Albtraum jeder miesen Black/Folk-Band"

XERION sind eine Band, die in ihren frühen Demo-Tagen versucht hat, ihren ganz eigenen Stil zu finden und dabei unter anderem auch nicht davor zurückgeschreckt ist, in rein klanglich richtig schreckliche Gefilde abzudriften. Doch ehe man dazu verleitet war, die Basken komplett abzuschreiben, kommen sie mit ihrem ersten vollwertigen Album daher, das einen angesichts der bisherigen Arbeit komplett umhaut: Düster brodelnd sowie mit sehr viel Gespür für geschmackvolle, dramatische Arrangements landet "Nocturnal Misantropia" nach wie vor ab und an in meiner Anlage. Dieser Tage kehrt man mit dem zweiten Silberfrisbee zurück, der aufzeigt, dass wenn man seine musikalische Formel nicht kontinuerlich verbessert oder zumindest ändert, Gefahr läuft, über weite Strecken hinweg vorhersehbar zu wirken - im für die Band positiven Sinne. Natürlich macht diese Feststellung "Cantares Das Loitas Esquecidas" nicht automatisch zu einer Scheibe, die kein Gehör verdient hat; schließlich sind die Mannen hier hörbar ihren Kinderschuhen längst entwachsen und wissen, wo sie in den Klangwelten des Metals stehen.

Die zum Teil harschen Akzente, welche hier mittels schneidender Riffs gesetzt werden, sind auch dieser Tage interessant gestaltet worden. Vor allem der stets mitschwingende Folk-Touch wirkt - anders als bei populäreren "Kollegen" - weder aufdringlich noch aufgesetzt, um die ein oder andere Einheit mehr absetzen zu können. Wenn erstmal der Dudelsack beziehungsweise die Flöten mit den Hauptinstrumenten die Lieder ausschmücken, geschieht das aus atmosphärisch passenden Gründen. Überhaupt legen die Basken zum Glück wieder viel Wert auf warm brummende Düsternis und Nachdenklichkeit in ihrem basslastigen Sound, so wie es zum Beispiel SKYFORGER vorgezeigt haben. Anders als beim Vorgänger wurde hingegen verstärkt auf dezent eingesetzte Chöre, Heavy-Metal-Marscheinwürfe sowie den ein oder anderen Farbtupfer in der sonst recht dunkel gehaltenen Farbpalette des Albums gesetzt, die das Material geschmackvoll aufzulockern wissen. So verfügt "Nas Verdes Fragas De Amh-Ghad-Ari" über sehnsüchtige, kampfeslustige Tremolo-Attacken, die sich mit jedem weiteren Durchlauf im Gehör festsetzen. Insbesondere die zweite Hälfte der Scheibe wartet mit einigen Ideen auf, mit denen ganze Völker zum Kämpfen aufgerufen werden können. "Cantates Das Loitas Esquecidas" lasst einmal mehr für die Erfindung der Repeat-Taste dankbar sein.

Diese Scheibe lebt von seiner nur selten extrovertierten Art. Selbstverständlich werden sich einige daran stoßen. So ist auch der Gesang von jeher nur ein Teil des Gesamtpaketes gewesen und nicht, wie sonst überall auch, an vorderster Front im Mix zu hören. Auf der anderen Seite verlangen die Stücke hier ebenso ein wenig Einarbeitungszeit ab, was sich in Zeiten von allzu offensichtlicher Bauernfänger-Musik nicht reibunglos bewerkstelligen lässt. Umso eher sollte einem in den Sinn kommen, solchen Krachern wie "Morte Na Iauga" eine Chance zu geben.

Trackliste:
01 - Badaladas Funerais No Esmorecer Da Lua
02 - O Espertar Do Xerión
03 - A Alquímica Dexeneración Da Ialma
04 - Onde A Victoria Agarda
05 - Nas Verdes Fragas De Amh-Ghad-Ari
06 - Cantares Das Loitas Esquecidas
07 - Morte Na Iauga
08 - Loitas Na Néboa
09 - Pvtrefacta Anima Nostra
Spielzeit: 00:47:07

Line-Up:
Nocturno - Gitarren, Bass, Gesang, Schlagzeug-Programmierung
Daga - Keyboards
Iron - Gitarren
O Rei Celta No Exilio - Irischer Dudelsack, Flöte
Michael Bambas [Micha]
23.07.2010 | 15:21
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