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Cover von Year Of The Goat -- Angels' Necropolis
Band: Year Of The Goat Homepage  Metalnews nach 'Year Of The Goat' durchsuchenYear Of The Goat
Album:Angels' Necropolis
Genre:Psychedelic, Rock, Trip Rock
Label:Ván Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:07.12.12
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"Licht in der Stadt der toten Engel"

Die Schweden von YEAR OF THE GOAT aus Östergötland/Norrköping präsentieren, nach zwei EP-Veröffentlichungen, mit „Angel's Necropolis“ [erneut via Ván Records] nunmehr ihre Debüt-Full-Length-Scheibe.

Das Warten [nach dem letztjährigen Release von „Lucem Ferre“] hat sich definitiv gelohnt, denn „Angel's Necropolis“ hält in, naja, nachgerade erschreckender Weise, was die besagten EPs bereits erahnen ließen: YEAR OF THE GOAT sind – ähnlich ihren Labelmates von THE DEVIL'S BLOOD – ein Macht für sich, eine ganz eigene Entität, die sich zwar auch irgendwo im derzeit so angesagten Siebziger-, Retro- und Okkultrock verorten läßt, aber dabei so originell und einzigartig agiert, dass neben dem Umstand, dass bei YOTG der überwiegende Teil der GRIFTEGARD-Mannschaft mit von der Partie ist, aber auch die Labelheimat Ván Records eigentlich von vornherein gegen jedweden Sell-Out-Argwohn bürgen sollte.
„Angel's Necropolis“ ist ein richtiges Opus – oder, um im Bilde zu bleiben: ein musikgewordenes Ritual, das man in aller Ruhe und von vorne bis hinten anhören sollte und das einen vom ersten Ton an gefangen nimmt. Die Atmosphäre dieser acht Rituale könnte gar die Macht haben, den hilflosen Hörer/schwachen Sterblichen auf eine andere Bewusstseins-/Existenzebene zu heben, denn angefangen bei „For The King“ über den berückenden Titeltrack [mit seiner dunkelschönen FIELDS OF THE NEPHILIM-meets-WOVENHAND-Attitüde] bis zum Ausklang dieser Huldigung des gefallenen Engels mit dem erst rockigen, dann psychedelisch ausufernden/satanisch anrufenden „Thin Lines Of Broken Hopes“: hier stimmt in seiner schlichten Schönheit eigentlich alles, sitzt jeder Ton, passt jedes Arrangement. Dabei rocken die Schweden deutlich ruhiger und zurückgenommener als beispielsweise Zeitgenossen und Spießgesellen wie GRAVEYARD oder HORISONT und brauchen nicht mal im Schweineblut zu baden, um hinreichend okkulte/satanische Kredibilität [„I'll Die For You“ mit sanfter Farfisa-Orgel] zu vermitteln.
„A Circle Of Serpents“ hat gepflegte Gothic-Tristesse im Angebot, bei der Anrufung „Voice Of A Dragon“ meint man Psychedelic-, Folk-, Doom- und Siebzigerrock gleichermaßen herauszuschmecken und „This Will Be Mine“ hätte in einem anderen [textlichen] Kontext durchaus das Zeug zur Ballade.
Der Sound dazu ist so retro, direkt und ungeschönt, dass die YOTG-Kompositionen ins exakt rechte Licht des linken Pfads, zu Ehren des Lichtbringers, gerückt werden.

Tja, Bescherung für die Fraktion, die eher südlich des Himmels orientiert ist, möchte man meinen, auf jeden Fall aber für sämtliche THE DEVIL'S BLOOD-Fans und Co.

Trackliste:
01. For The King
02. Angels' Necropolis
03. Spirits Of Fire
04. A Circle Of Serpents
05. Voice Of A Dragon
06. This Will Be Mine
07. I'll Die For You
08. Thin Lines Of Broken Hopes
Spielzeit: 00:50:00

Line-Up:
Per Broddesson - Guitars
Thomas Ericksson - Vocals
Jonas Mattsson - Guitars
Tobias Resch - Bass
Fredrik Hellerström - Drums
Dirk Konz [dkay]
02.01.2013 | 22:09
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