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Cover von Yob -- Clearing The Path To Ascend
Band: Yob Homepage Yob bei Facebook Metalnews nach 'Yob' durchsuchenYob
Album:Clearing The Path To Ascend
Genre:Doom Metal, Post Rock, Sludge
Label:Neurot Recordings
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:29.08.14
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"Hürden sind zum Überwinden da"

Gut drei Jahre nach „Atma“ meldet sich das Doom/Sludge-Trio YOB aus Eugene, Oregon, wieder auf der Bildfläche zurück – diesmal übrigens mit Neurot Recordings als neuem und sehr passendem Label im Rücken und natürlich dem programmatisch betitelten „Clearing The Path To Ascend“ im Gepäck.

Und bereits am Titel wird sehr deutlich, dass hier augenscheinlich viel Blut, Schweiß und Tränen investiert wurden, etliche persönliche Erfahrungen – Stichwort Selbstverwirklichung, Scheitern und Überwinden von Hürden – verarbeitet wurden und diese treffende Zeile irgendwie auch für die Band selbst und deren Werdegang stehen könnte. Dabei konzentrieren sich YOB in der ersten Albumhälfte auf ihre walzende, druckvolle Sludge-Seite, denn gerade der 17-minütige [!], wunderbare Opener „In Our Blood“ zeigt die Band von ihrer besten Seite, auch wenn ein „Burning The Altar“ [„The Great Cessation“] schlichtweg nicht zu übertreffen ist. Doch auch das nachfolgende „Nothing To Win“ weiß mit seinem treibenden Groove, dem etwas angezogenen Tempo sowie seiner Brachialität à la mittlere NEUROSIS sofort zu punkten, zumal sich Sänger/Gitarrist Mike Scheidt hier vorbildlich die Seele aus dem Leib brüllt, dann aber wieder in Ozzy-artigen Klagegesang verfällt und auf dem gesamten Album eine sehr vielschichtige Leistung abliefert. Die zweite Hälfte von „Clearing The Path To Ascend“ geht dann deutlich mehr in Richtung Prog Rock und Psychedelic, wobei diese Songs natürlich immer noch Doom-lastig, sehr lang, nicht weniger düster ausfallen und somit klar als YOB zu erkennen sind. Hier kommen jedoch die ruhigeren Töne viel umfassender zum Tragen, und vor allem das abschließende, 19-minütige [!] „Marrow“ wirkt mit seinem mehrstimmigen Gesang nahezu episch und ist nebenbei auch das längste Stück des Albums. Dennoch haben sich gerade in der zweiten Albumhälfte in paar klitzekleine Längen eingeschlichen, wobei es mutig von der Band ist, in einem gewissen Rahmen neue Wege zu gehen und auch das immer schon präsente Mantra-Artige bzw. Hypnotische auf eine etwas andere Art auszuleben – mir gefallen dennoch die wuchtigeren YOB à la „The Great Cessation“ oder „The Unreal Never Lived“ einfach besser. Produktionstechnisch setzt das Trio dabei zum Glück auf „Clearing The Path To Ascend“ wieder auf mehr Wumms, denn genau das hat neben generell schwächeren Songs meiner Meinung nach auf „Atma“ gefehlt, sodass sich das Album einfach nicht richtig entfalten konnte und bei mir irgendwie immer noch nicht so recht gezündet hat – aber das ist Geschmackssache.

Fazit: YOB liefern mit „Clearing The Path To Ascend“ ein weiteres gelungenes bis großartiges Album [erste Hälfte klare 6 Punkte, zweite Hälfte 5 Punkte] ab und zeigen, dass sie noch längst nicht alles gesagt haben. Fans der Band können beim mittlerweile siebten Opus sowieso bedenkenlos zuschlagen, während auch alle Freunde des Doom/Sludge mit Blick über den musikalischen Tellerrand die Scheibe antesten sollten. An solche Hochkaräter [der neueren Schaffensphase] wie „The Unreal Never Lived“ oder „The Great Cessation“ vermögen YOB zwar auf gesamte Albumlänge betrachtet nicht ganz heranzukommen, aber trotzdem ist „Clearing The Path To Ascend“ ein starkes und vor allem sehr emotionales und düsteres Album geworden, das ausgezeichnet zum anstehenden [bzw. gefühlt schon begonnenen] Herbst passt.

Trackliste:
01. In Our Blood
02. Nothing To Win
03. Unmask The Spectre
04. Marrow
Spielzeit: 01:02:30

Line-Up:
Mike Scheidt – Vocals, Guitars
Aaron Rieseberg – Bass
Travis Foster – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
28.08.2014 | 08:58
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