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Cover von Zarathustra -- Contempt
Band: Zarathustra Homepage  Metalnews nach 'Zarathustra' durchsuchenZarathustra
Album:Contempt
Genre:Black Metal, Black/Thrash Metal
Label:Undercover Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:01.09.05
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"Also..."

Der historische Zarathustra war ein persischer Prophet, der lange vor der Zeit eines Jesus von Nazareth die erste monotheistische Religion etablierte. Die Grundzüge des so genannten Zoroastrismus bildete der Glauben an den klaren Dualismus der Welt, an die Unterteilung in Gut und Böse. Etliche seiner Motive, wie Himmel und Hölle, Gott und Teufel fanden während der babylonischen Gefangenschaft Eingang in die jüdische Religion und damit auch in Christentum und Islam.
Der Zarathustra von dem Friedrich Nietzsche in „Also sprach Zarathustra“ berichtet hat mit der historischen Person freilich wenig gemein. Nietzsches Zarathustra verkündet den Tod Gottes, verneint die Lehre von Gut und Böse und parodiert etliche Bibelstellen.

Diesem Werk, wie wahrscheinlich dem gesamten Gedankengut des großen Philosophen, fühlten sich fünf Solinger so verbunden, dass sie ihre Black Metal Band unter jenem Namen 1996 aus der Bluttaufe hoben. Seither veröffentlichte man ein halbes Dutzend Tonträger, von denen aber leider die MLP „Contempt“ der erste ist, der bei mir ankam, weshalb ich dahingehend keine Vergleiche anbringen kann. Auch konkrete Vergleiche mit anderen Bands wollen mir einfach keine einfallen, was ja grundsätzlich kein schlechtes Zeichen ist.
Grob umschrieben spielt die Band rasenden Black Metal schwedischer Prägung mit merklichem Teutonen Thrash Einschlag, was man nicht nur im abschließendem Coversong der alten deutschen Undergroundgötter POISON heraushört. (Dieser bleibt sowieso nur Vinylliebhabern vorbehalten.)
Die Trommeln klingen druckvoll, die Gitarren klirren, der Sänger keift meisterhaft und die Breaks und Hooklines werden an den richtigen Stellen gesetzt bzw. variiert. Was soll man sonst noch schreiben?! „Contempt“ klingt einfach richtig, so wie diese Spielart des Metals zu klingen hat. Brachial, aggressiv, aber melodisch, vielgestaltig, abwechslungsreich und schlicht mitreisend. Hört euch die Riffs von „Of Serpents And Swords“ an, entweder versteht ihr dann, was ich meine, oder ihr solltet euch grundsätzlich fernhalten von dieser Art Musik.

Das einzige Manko des Tonträgers ist das Fehlen eines Übersongs. So wie kein Stück irgendwelche Schwächen hat, was auch für den Sound gilt, gibt es aber auch keines, das wirklich herausragt und überdurchschnittlich einprägsam wäre. Was aber nichts daran ändert, dass ZARATHUSTRA mit dieser Mini eine feine Scheibe gelungen ist, die auf Grund ihres Abwechslungsreichtums und ihrer verdammt hohen Ideendichte noch viel und oft bei mir rotieren wird. Eine Mini, aus deren Substanz andere ein bis zwei volle Alben gemacht hätten.

Trackliste:
01. Slave Morality
02. Become Eternal
03. Master Morality
04. Of Serpents And Swords
05. Sphinx (Poison-Cover) [nur auf Vinyl]


Karsten Heim [Lone Wolf Winter]
13.05.2006 | 18:23
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