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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Zatokrev -- Bury The Ashes
Band: Zatokrev Homepage  Metalnews nach 'Zatokrev' durchsuchenZatokrev
Album:Bury The Ashes
Genre:Doom Metal, Doomcore, Post Hardcore
Label:Czar Of Crickets
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:24.11.06
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"Bis aufs Blut..."

ZATOKREV. Zato-wer!? Wer noch nie von der Band aus dem schweizerischen Basel gehört hat, wird sich wahrscheinlich über deren Namen wundern. Aus dem Tschechischen stammend, bedeutet dieser soviel wie „dafür Blut“. Das trifft dann auch den Nagel auf den Kopf, denn wenn man sich den wuchtig-brachialen Doomcore von ZATOKREV auf CD oder live einverleibt, wird schnell deutlich, dass diese Band tatsächlich alles zu geben bereit scheint, was an Lebenssaft so vorhanden ist. Nachdem das selbst betitelte Debüt im Jahr 2004 bereits für positive Resonanzen sorgte, steht nun der zweite Longplayer „Bury The Ashes“ bereit, alles platt zu walzen und keine Gefangenen zu machen. Dieses Mal wurde die CD allerdings gleich über das bandeigene Label Czar Of Crickets heraus gebracht, während der internationale Vertrieb ab dem 19. März über das finnische Firebox Records erfolgen wird. In Deutschland ist die Scheibe dann unter anderem über den Grau Mailorder erhältlich.

Doch nun weg von der geschäftlichen Seite und hin zur aktuellen Erscheinung: Beginnend mit dem groovenden Titelstück mit Ohrwurm-Refrain werden auch im Verlauf des restlichen, knapp 73-minütigen Albums sofort Vergleiche mit NEUROSIS, alten ISIS, CULT OF LUNA, EYEHATEGOD, GODFLESH oder auch CROWBAR evoziert; letzteres vor allem im dritten Song „Void“, der schon fast in gehobenem Tempo daherkommt. Doch in erster Linie sind die amerikanischen NEUROSIS als Haupteinfluss zu werten, was auch durch die zwei Sänger unterstrichen wird und somit unter anderem an Meisterwerke wie „Times Of Grace“ und „Through Silver In Blood“ erinnert. Gerade dieser intensive, zweistimmige Gesang in Form von Frederyk Rotters wütend-verzweifeltem Hardcore-Gekeife [v, g] und Marco Grementieris [v, b] tiefem Brüllen sorgt für positive Abwechslung, die teils noch durch leises Flüstern [„Peeling Skin“] in Verbindung mit düsteren Samples [„Godless“] erhöht wird. Mittlerweile um einen weiteren Gitarristen verstärkt, setzt die Instrumentalfraktion weitgehend auf wuchtiges Drumming und langsame, brachiale Riffs, die nur gelegentlich durch kurze Feedback-Sequenzen und melodisch-düstere Einsprengsel [„Bury The Ashes“, „Godless“, „The Fire“] aufgelockert werden.

Während die ersten vier Songs fast schon im Single-Format mit durchschnittlich sieben Minuten daherkommen, stellt der restliche Teil die allmähliche Steigerung sowohl in Sachen purer Verzweiflung, Wut und Angst als auch Spielzeit dar, denn keiner dieser drei Tracks ist unter zehn Minuten. Der letzte Song „The Fire“ kommt schließlich mit stolzen siebzehn Minuten daher und lässt den Hörer mit der Gewissheit zurück, nach diesem fiesen, zähflüssigen Hassbrocken fast so eine Art Hymne für den Weltuntergang in petto zu haben [zumindest Sänger Fredy musste danach sicher unter das Sauerstoffzelt, so sehr wie er sich die Seele aus dem Leib schreit] - nur für den Fall; man kann ja nie wissen: „I am not alone, the silence’s fading, the sun goes down, words turn to soil … I’ve embraced the tree of my own God, now I can breathe … the fire“.

Wer hier nach leicht verdaulicher Musik sucht, vielleicht für die Hintergrundbeschallung, liegt so sehr daneben, wie es nur möglich sein kann. Hoffnung, Licht und Eingängigkeit sind keine geduldeten Gäste auf dem sperrigen „Bury The Ashes“, was allerdings nie pathetisch oder weinerlich zum Ausdruck gebracht wird, sondern schlichtweg ehrlich, verzweifelt, kalt und schonungslos. Und genau diese sehr gut gelungene Verbindung aus schleifend-schleppender Musik, düsteren, klischeefreien Texten, dem sehr stimmungsvollen Artwork und der transparenten, wuchtigen Produktion, die keine Wünsche offen lässt, führt zu einer eigenständigen Scheibe, die jeder, der mit Doomcore, brachialem Metal oder mit wegbereitenden Ikonen wie NEUROSIS etwas anfangen kann, unbedingt anchecken sollte. Viel besser kann man diese Art von Musik jedenfalls kaum spielen!

Trackliste:
01. Bury The Ashes
02. Starlight Leader
03. Void
04. Godless
05. Trial
06. Peeling Skin
07. The Fire


Alexander Eitner [soulsatzero]
10.03.2007 | 13:52
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