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Album:War Of Liberation
Genre:Death/Thrash Metal
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.11.03
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Aus dem schönen Ruhrgebiet erreichen uns ZEROED mit ihrer mittlerweile zweiten Veröffentlichung namens „War Of Liberation“. Dabei ist die von der Band selbst gewählte Stilbezeichnung „Ruhrpott Thrash Death“ sehr treffend formuliert, denn die auf diesem Silberling verewigten neun (plus ein) Songs gehen gut nach vorne und klingen an vielen Stellen wie eine thrashig-rockige BOLT THROWER-Version. Ob deshalb auch der Titel eines Liedes der eben genannten bei der Bandtaufe von ZEROED Pate stand (siehe BOLT THROWERs „Mercenary“), sei jedoch dahingestellt…

Hinein ins Vergnügen geht’s mit dem kurzen Intro „Invocation“, bevor der darauffolgende „Black Song“ schon einmal klarstellt, dass auf dieser Scheibe keine Gefangenen gemacht werden: Fetziger Death-Thrash mit eingängigen Rhythmen lassen ein ums andere Mal das Köpfchen des Hörers mitwippen und man würde am liebsten aufstehen und kurz eine Runde durchdrehen. Herrlich! Beim dritten – und meiner Meinung nach besten – Lied des Albums („Revenge“) zeigen die vier Bochumer dann ihr ganzes Können. Ein äußerst abwechslungsreiches Stück, das vor allem durch seine häufigen Tempowechsel zu begeistern weiß. Dass ZEROED durchaus auch für das ein oder andere Späßchen zu haben sind, zeigen sie mit dem kurzen aber umso heftigeren, von einem Bierflaschen-Plöpp eingeleiteten „Zombie Carrots Gone Berzerk“. „Erde ruft“ stellt danach eher einen klassischen Mid-Tempo-Stampfer dar, wobei man aber auch hier nicht vor kurzen Blast-Einlagen zurückschreckt und am Ende sogar die Fünf-Minuten-Grenze weit hinter sich lässt. Weitaus kürzer geht es dann mit dem Intermezzo „Mostly Harmless“ weiter, das mit einer sehr netten Anrufbeantworteransage unterlegt wurde. Mit dem folgenden Titeltrack und der „7th Plague“ findet „War Of Liberation“ nach nichtmal einer halben Stunden einen würdigen Ausklang, der mit „Zenized“ abgeschlossen zu sein scheint. Doch halt! Diese Schelme haben doch tatsächlich nach kurzer Zeit der Stille noch einen Hiddentrack platziert, und zwar einen abgefahrenen Funky-Dance-Remix des bekannten „Mostly Harmless“.

Mit „War Of Liberation“ sollte es dem Bochumer Quartett gelingen, es dem ortsansässigen VfL gleichzutun und zumindest in den Uefa-Cup der Undergroundbands einzuziehen. Ob man zu mehr fähig ist, wird sich in Zukunft zeigen, doch daran zweifle ich nach dieser souveränen Darbietung eigentlich nicht. Durch den Bonus der fetten Eigenproduktion, des Bonus-Live-Videos und des sehr ansprechenden Layouts der CD, zücke ich zungeschnalzend das Täfelchen mit den fünf Punkten drauf, mit deutlicher Tendenz nach oben allerdings! Definitiv eine Band, bei der man (falls man sie noch nicht kennt) mindestens ein Ohr zum Reinhören (-> mp3s auf der Homepage!) riskieren sollte!

Trackliste:
01. Invocation
02. Black Song
03. Revenge
04. Zombie Carrots Gone Berzerk
05. Erde Ruft
06. Mostly Harmless
07. War Of Liberation
08. 7th Plague
09. Zenized
.
.
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42. Mostly Harmless (Remix)


Sebastian König [sk]
02.06.2004 | 16:26
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