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Cover von Zion -- Drakula
Band: Zion Homepage  Metalnews nach 'Zion' durchsuchenZion
Album:Drakula
Genre:Dark Metal, Electro, Melodic Black Metal
Label:Metalfighters
Bewertung:1.5 von 7
Releasedatum:21.07.07
CD kaufen:'Zion - Drakula' bei amazon.de kaufen
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"Da rotiert der Graf im Grab"

Klar, zum Metal gehören Totenköpfe, Blut und dieses ganze Zeug. Manchmal auch Sex und Tod und so was. Dass Dracula sich da anbietet, als Aufhänger für ein Album, kann ich total verstehen. Ist ja auch eine coole Geschichte. Aber irgendwie gibt's dann immer wieder so Bands wie ZION, die etwas am Ziel vorbeischießen.

Die Geschichte der Band ist so konfus wie alles, was irgendwie mit diesem Album namens "Drakula" zu tun hat. Die Band wurde 1995 gegründet, um Gedichte mit Ambient-Klängen zu vertonen und unterlegen. Für dieses Projekt wurde auch eine CD aufgenommen. Nun, 13 Jahre später, existiert die Band wieder, besteht aber aus fast komplett anderen Leuten und macht auch komplett andere Musik [dazu gleich mehr]. Warum man da keine neue Band gründen konnte, weiß ich nicht. Als Bonustrack wurde sogar ein Lied von dieser ersten CD aufs Album gepackt. So sinnlos wie unverständlich. Nun zum wesentlichen [keine Sorge, Kurioses wird noch mehr geboten]:
Die Band spielt irgendeine krude Mischung aus Black und Melodic Metal mit einem guten Schuss Elektronik und Ambient. Die meisten Songs klingen nach etwas softeren CRADLE OF FILTH und werden eben immer wieder von Gepiepse, Horrorfilmsounds oder weiblichem Gesang und anderen innovativen Elementen unterbrochen. Wenn man sich ein bisschen auf diese Geisterbahn einlässt, dann sind die Lieder schon alle hörbar, einen richtigen Kracher sucht man aber vergebens unter den ohnehin nur sieben Songs, inklusive Bonustrack, Intro und Outro. Das liegt auch sicherlich an der für ein Album wirklich schlechten Produktion, die nicht mal durchschnittliches Demo-Niveau erreicht. Die Instrumente klingen durchgehend zu leise und viel zu dünn. Einige Riffs könnten sicher ganz cool klingen, wenn man sie ordentlich aufgenommen hätte. Gleiches gilt für den Gesang: Der männliche ist noch ganz in Ordnung geraten, besonders vor dieser dünnen Soundwand. Aber der weibliche verkommt fast zur Qual. Vielleicht wurde das falsche Mikrophon für die Aufnahmen verwendet? Ich will es eigentlich gar nicht wissen.
Der Ambientbonustrack wurde übrigens sehr geschickt versteckt, und zwar handelt es sich dabei um den 66. Track auf der CD. Die ersten sechs enthalten das Album, das ja eher eine schlechte Demo-EP ist. Dann gibt es nur leere Tracks bis zum Bonustrack. Tolle Idee. Ich wette, dass 666 Tracks technisch nicht möglich waren. Die böse 666 würde jedenfalls auch zu den fiesen Bandphotos im Booklet passen mit umgedrehten Kreuzen, Kindergarten-Corpsepaint und Nietenstirnband [!].

"Drakula" von ZION kann man also getrost vergessen, so hart das auch klingen mag. Nicht nur machen die ganzen Lächerlichkeiten dieses Album nahezu unhörbar, den Rest des teilweise etwas brauchbaren Materials zerstört die schlechte Produktion und die überhaupt vollkommen unhomogene Mischung der Musikstile. Zum Glück ist diese CD so schwer zu bekommen.

Trackliste:
01. Atrocities Of Vlad Tepes [Intro]
02. Order Of The Dragon
03. Drakula - The Son Of The Devil
04. When Love Bleeds In Vain
05. Alone
06. The Forest Of The Impaled [Outro]
07. Bonustrack
Spielzeit: 00:50:02

Line-Up:
Zion - Gesang
Aphazel - Gesang
Ifigeneia - Gesang
Polydeykis - Rhythmusgitarre
Mike G. - Lead-Gitarre
Torment - Bass
Nick - Keyboards
Bob Katsionis - Keyboards
Zoltan - Schlagzeug
Nicolas Freund [Nicki]
01.05.2008 | 12:47
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