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Cover von Zombi -- Escape Velocity
Band: Zombi Homepage Zombi bei Facebook Metalnews nach 'Zombi' durchsuchenZombi
Album:Escape Velocity
Genre:Ambient, Electro, Psychedelic
Label:Relapse Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:20.05.11
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"Ungewohnt zugänglich"

Während früher zumindest der Bass Platz im ZOMBI-Universum neben Synths und Drums hatte und sich das US-Duo auf dem letzten Drehgerät „Spirit Animal” [2009] gar an E-Gitarren wagte, kommt mit „Escape Velocity” der Schnitt: Kein Bass, keine Gitarren - nur warme Synthwände, unterlegt mit präsizem, unprätentiösem Drumming [meist organisch, zwischendurch aus der Konserve]. Wieder erzeugen ZOMBI hier eine wunderbar anachronistische Klangwelt, wie man sie heute viel zu selten zu hören bekommt.

Die Referenzen sind wie immer VANGELIS, TANGERINE DREAM, KLAUS SCHULZE, BRAIN ENO und natürlich die italienischen Seelenverwandten von GOBLIN. Irgendwo zwischen diesen Polen oszillieren ZOMBI ihre instrumentalen Soundweiten, die kaum besser analoge Digitalität in die Gehörgänge transportieren könnte - der fiktive Score zu einem modernen Science Fiction-Film aus den späten Siebzigern, frühen Achtzigern. Im Gegensatz zu „Spirit Animal” gibt es weniger Krautrock, weniger Psychedelik, weniger Spiritualität, dafür mehr Melodien, ja fast schon so was wie Pop und auf den Punkt gebrachte Songs [trotz Überlänge der meisten Stücke]. Das führt dazu, dass „Escape Velocity” mit der gleichen Anzahl Songs wie „Spirit Animal”, nämlich fünf, nur etwas über die Hälfte der Spielzeit des Vorgängers erreicht. 33 Minuten sind für Album sowieso recht kurz, vor allem für ein per se trippiges Werk, doch irgendwie reicht diese halbe Stunde aus. Sobald „Escape Velocity” seine letzten Runden gedreht hat, verlangt das Hirn nicht nach mehr. Was daran liegen könnte, dass ZOMBI qualitativ hier leider nicht an das mächtige „Spirit Animal” und „Surface To Air” [2006] anknüpfen können. Nicht, dass „Escape Velocity” eine schlechte Scheibe wäre, im Gegenteil, aber ZOMBI sind schlichtweg zu mehr in der Lage.

Natürlich kann man auch „Escape Velocity” eine Kaufempfehlung aussprechen, gerade zum Einstieg in die ZOMBI-Welt, da sich Steve Moore und A.E. Paterra selten zugänglicher präsentiert haben, aber ein etwas fader Beigeschmack bleibt. Macht aber nichts, kann man mit „Spirit Animal” runterspülen.

Trackliste:
01. Escape Velocity
02. Slow Oscillations
03. Shrunken Heads
04. DE3
05. Time Of Troubles
Spielzeit: 00:33:04

Line-Up:
Steve Moore – Synthesizer, Drum Programming
A. E. Paterra – Drums, Synthesizer
Michael Siegl [nnnon]
17.06.2011 | 10:56
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