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Band: Zoser Mez bei Facebook Metalnews nach 'Zoser Mez' durchsuchenZoser Mez
Album:Vizier Of Wasteland [Re-Release]
Genre:Heavy Metal
Label:Supreme Music Creatons
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:26.10.07
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"Ein Re-Release so unnötig wie ein Kropf"

Re-Releases sind manchmal eine feine Sache. So kommt man manchmal doch noch an Schätzchen aus alten Vinyl-Zeiten oder an vergriffene CDs, die man schon für alle Zeiten verloren glaubte. Dann gibt es aber auch Re-Releases, die besser nicht zum Vorschein gekommen wären. Ein solches liegt mir gerade zum Rezensieren vor. ZOSER MEZ heißt die Band, die laut einer Web-Info wohl dänischen Ursprungs war und deren 91er-Album „Vizier Of Wasteland“ von dem griechischen Label S.M.C. nun wieder aufgegriffen wurde und frisch unters Volk geworfen wird. Neben acht der neun ursprünglichen Songs [einer musste wohl aus Urheberrechte-Gründen weichen], findet man auf dem Re-Release noch fünf Bonus-Tracks.

Ich finde, eine Tatsache müsste ein Album schon erfüllen, um nochmal veröffentlicht zu werden. Nämlich, dass das ursprüngliche Album entweder vernünftige Verkaufszahlen hatte oder aber in der Szene ein Geheimtipp war. Im Falle von „Vizier Of Wasteland“ müsste es schon extrem geheim gewesen sein, denn ich habe weder von der Band noch von dem Album jemals etwas gehört.
Nachdem ich mir die Scheibe angehört habe, vermute ich aber viel mehr, dass die schwache Mucke der Grund für die Unkenntnis dieses Albums ist. Obwohl das erste Release 16 Jahre her ist, klingt der Sound noch viel angstaubter. Selbst für 1991 war das, was ZOSER MEZ da von sich geben, völlig antiquiert. Um 1980 hat man solchen Metal gespielt, aber für gewöhnlich um Klassen besser. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das jemand mal gut fand. Schon gar nicht Anfang der 90er, als ohnehin andere Genres weitaus angesagter waren.
Die Riffs kommen mir vor, wie aus dem Gitarrenunterricht für Anfänger, dazu sind die Gitarren viel zu schrill gestimmt und mit zu hohen Tönen wird zahlreich um sich geworfen. Soli sind zumeist disharmonisch und uninspiriert. Auf eingängige Melodien oder einen strukturierten Aufbau muss der Hörer verzichten. Refrains sind – wenn überhaupt vorhanden – völlig leidenschaftslos. Das Schlagzeug ist so lahm, wie eine alte Omi an Krücken [Tschuldigung!]. Die Basslinie steht manchmal recht klar im Vordergrund, was zumindest ein gewisse Rhythmusbasis schafft. Die Vocals sind vom Grundton im gemäßigten Bereich mit einem leicht rauhen Klang gar nicht schlecht, werden aber zu kraft- und ausdruckslos rübergebracht. Darüberhinaus ist das Songwriting unterste Schublade. Auf der ganzen Platte gibt es keinen einzigen musikalischen Glanzpunkt.

Meine Güte, wieso lasse ich mich über dieses Album eigentlich so aus. Ich mache es im Fazit kurz: Finger weg von der überflüssigsten Veröffentlichung der letzten 12 Monate.

Trackliste:
01. Desert Of Deception
02. The Crimson Moon
03. Another Time
04. Wasteland
05. Mesmerization Eclipse
06. Street Heat Zoser
07. Sweet Tzantza
08. Electizm
09. Wasteland 2
10. The Crimson Moon 2
11. Another Time 2
12. Land Of Goshen
13. Destiny
Spielzeit: 01:01:08

Line-Up:
Hank Shermann – Lead Guitar
Michael Denner – Lead Guitar
Kenny Lubecke – Vocals
Claus Weiergang – Bass
Bjarne Hole – Drums
Kim Hagemann – Drums
Steffen Münch [wizard]
09.02.2008 | 10:01
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