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Band: zZz Homepage  Metalnews nach 'zZz' durchsuchenzZz
Album:The Sound Of zZz
Genre:Alternative, Rock
Label:Excelsior Recordings
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:12.10.06
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"Helge Schneider auf Koks"

zZz? Was soll denn das heißen? Zentralisierte Zensuszensur? Zentrifugal zirkulierende Zecken? Ich weiß es leider nicht. Aber Moment, das sind ja Holländer! Wahrscheinlich hat das ganze gar keinen Sinn. Auch gut, die Musik, die unter diesem Namen fabriziert wird, macht zumindest auch ohne bewusstseinserweiternde Substanzen Sinn.

Hinter zZz verbergen sich auch nur zwei Musiker, nämlich der Sänger und Drummer Björn Ottenheim und der Keyboard- und Orgelspieler Daan Schinkel. Tatsächlich werden auch nur diese, äußerst beschränkten, Mittel eingesetzt. Keine Gitarren, kein Bass weit und breit. Wer sich’s noch nicht gedacht hat: Die Japaner stehen offenbar ziemlich auf so Zeug (wie auf alles, was irgendwie krass ist). Von dieser eher untypischen Gruppe ist nun das neue Album namens “The Sound of zZz” erschienen, das elf neue Lieder enthält, die jedoch alle eher kurz geraten sind und zwischen 3 und 4 Minuten dauern. Dafür wird 40 Minuten lang fast durchgehend Vollgas gegeben, mit dem was da ist.

Die Musik des Duos würde ich mal ganz frech als Helge Schneider auf Koks mit Metaldrums bezeichnen. Das klingt in der Tat äußerst merkwürdig, geht aber ziemlich ab und trifft die Sache eigentlich ganz gut. Die Bandbreite innerhalb dieses Wahnsinns schwankt dann noch zwischen totalem musikalischem Chaos (“Godspeed“), elektronischeren Stücken (z.B.: “House of Sin”, “Soul“) und ziemlich eingängigen Rockern (“O.F.G”). Fast alle Lieder gehen sofort ins Ohr und der Tanzfaktor ist hoch. Die Stimme des Sängers erinnert mich außerdem sehr stark an Jim Morris, auch wenn dessen Klasse und Charisma natürlich nicht erreicht werden. Wahrscheinlich ist die Anlehnung aber auch beabsichtigt, sind doch die Orgel und der latente Wahnsinn beides weitere Parallelen zu The Doors. Um keine Klischees zu bedienen, hören wir hier mit den Parallelen auf. Nur soviel sei noch gesagt: Heute könnten The Doors durchaus so ähnlich klingen wie zZz. Die Niederländer sind nur nicht ganz so variabel im Songwriting und meistens auch härter als die Rocklegende, aber der Grundsound stimmt!

Die beiden Niederländer haben hier mit “The Sound of zZz” ein richtiges Partyalbum abgeliefert. Es gibt keine Durchhänger, keine Verschnaufpausen und keine Gnade. Das Ganze ist durchgehend tanzbar, aber dennoch so kraftvoll und hart, dass auch Rocker und Metaller gut mal reinhören können. Meine größten Kritikpunkte sind aber dann auch gleich die mangelnde Abwechslung und die Kürze des Albums, trotz der ordentlichen Zahl von elf Liedern. Auch die eine oder andere Melodie und Gesangslinie hat man schon mal gehört.


Trackliste:
1. O.F.G
2. Ecstasy
3. Lalala
4. House Of Sin
5. Hammerhead
6. Soul
7. Lucy
8. Sweet Sex
9. Godspeed
10. Uncle Sam
11. Roses


Nicolas Freund [Nicki]
10.11.2006 | 00:51
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