[vc_row][vc_column width="1/4"][vc_empty_space height="10"][vc_single_image image="40135" img_size="medium"][vc_column_text] Wertung 5,5/7 Punkten Info VÖ: 22.02.2019 Label: Nuclear Blast Spielzeit: 00:51:05 Line-Up Bobby "Blitz" Ellsworth - Vocals D.D. Verni - Bass Dave Linsk - Lead Guitar Derek Tailer - Rhythm Guitar Jason Bittner - Drums Tracklist 1. Last Man Standing 2. Believe In The Fight 3. Head Of A Pin 4. Bat Shit Crazy 5. Distortion 6. A

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HomeReviewDeicide – Overtures Of Blasphemy
Das Cover des Deicide-Albums "Overtures Of Blasphemy"

Deicide – Overtures Of Blasphemy

Das Cover des Deicide-Albums "Overtures Of Blasphemy"

Wertung
5.5/7 Punkten


Info
VÖ: 14.09.2018
Label: Century Media
Spielzeit: 00:37:56


Line-Up
Glen Benton – Vocals, Bass
Mark English – Guitar
Kevin Quirion – Guitar
Steve Asheim – Drums


Tracklist
One With Satan
Crawled From The Shadows
Seal The Tomb Below
Compliments Of Christ
All That Is Evil
Excommunicated
Anointed In Blood
Crucified Soul Of Salvation
Defying The Sacred
Consumed By Hatred
Flesh, Power, Dominion
Destined To Blasphemy

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Wie schön, dass schmutzige Wäsche nicht nur im Glamrock in aller Öffentlichkeit gewaschen wird: Death Metal-Urtier Glen Benton hat seit Jahr und Tag seine ganz persönliche Fehde mit seinen ehemaligen Mitstreitern Eric und Brian Hoffman laufen und jedes Mal, wenn ein neues DEICIDE-Album angekündigt wird, stänkern die beiden Parteien auf diversen Musikseiten ausgiebig gegeneinander – inklusive Reality-TV-verdächtiger Wortmeldungen der jeweils Bestänkerten in der Social Media-Kommentarspalte. Herrlich! Was dabei ein wenig in den Hintergrund gerät, ist, dass DEICIDE seit jeher Garant für Death Metal oberster Güteklasse sind und allein dank Alben wie „Overtures Of Blasphemy“ die nötige Aufmerksamkeit bekommen sollten…

 

„Mit ‚Overtures Of Blasphemy‘ bleibt bei DEICIDE alles beim Alten, was bedeutet, dass es hier knappe 40 Minuten schnörkellosen Death Metal nach bester Florida-Art zu hören gibt.“

 

Wer von DEICIDE musikalische Experimente erwartet, ist auf dem Holzweg, und so bietet die floridianische Death Metal-Institution auch auf ihrem zwölften Album wieder Todesblei nach altbekannter Rezeptur: Halsbrecherisches Hyperblast-Drumming paart sich mit messerscharfem Riffing und Growls, wie sie eben nur aus Glen Benton rauskommen können, zu gradlinigen aber nie langweiligen Death Metal-Songs mit viel Energie. Auch die pubertären Deibel-Texte kennt der DEICIDE-Fan schon zu Genüge und wird sich daher auch nicht daran stören, dass der lyrische Inhalt dieser Platte sämtliche Peinlichkeitsgrenzen weit überschreitet. Andererseits bietet es sich in diesem Genre eben weniger an, von Bienchen und Blümchen zu singen… Das Ganze wird abgerundet von technisch versierten Leadgitarren, die keine Angst davor haben, hier und da mit düsteren Melodien zu kokettieren und fertig ist ein von Anfang bis Ende spannendes und mitreißendes Death Metal-Album – als gute Beispiele dafür funktionieren auf „Overtures Of Blasphemy“ Nummern wie das griffige „Seal The Tomb Below“, das von typischem Kesselrühren getragene „Compliments Of Christ“ oder auch der Groove von „Anointed In Blood“. Allerdings zeigen DEICIDE auf ihrer neuen Platte auch, dass man der gewohnten Death Metal-Formel folgen und dabei trotzdem spannend bleiben kann: Schon das eröffnende „One With Satan“ fällt stellenweise ungewohnt hymnisch aus und auch „Consumed By Hatred“ zeigt Anflüge von Eingängigkeit. Diese angehende Verspieltheit ist für viele der Songs auf „Overtures Of Blasphemy“ charakteristisch und DEICIDE wagen sich sogar noch einen Schritt weiter. In „Crawled From The Shadows“ verbinden die Herren aus Tampa punkige Harmonien mit europäischem Power Metal-Pathos und die beiden Nummern „All That Is Evil“ und „Flesh, Power, Dominion“ laden mit ihrer Bierzelt-Rhythmik weniger zum Headbangen als zum Schunkeln ein. Wenngleich man derlei Momente auf einem Album wie „Overtures Of Blasphemy“ nicht unbedingt erwarten möchte, passt das musikalisch doch bestens zusammen, was sehr für das Songwriting der Herren DEICIDE spricht. Abschließend sei noch die hervorragende Produktion des Albums erwähnt, denn die Band begeistert hier mit schneidendem, trockenem Gitarrensound und einem wuchtigen Gesamtbild, das nie poliert und doch organisch und fett klingt – genau so muss Death Metal klingen.

 

Mit „Overtures Of Blasphemy“ bleibt bei DEICIDE alles beim Alten, was bedeutet, dass es hier knappe 40 Minuten schnörkellosen Death Metal nach bester Florida-Art zu hören gibt. Gewürzt mit hohem technischem Anspruch und einem dezenten Hang zu Melodie und Eingänigkeit hält das durchgehend bei Laune und macht schlichtweg großen Spaß. Wer Lust auf eine ebenso gepflegte wie gründliche Death Metal-Rasur hat, wird bei Glen Benton und seiner Mannschaft voll auf seine Kosten kommen. Und weil „Overtures Of Blasphemy“ pünktlich zum Oktoberfest erscheint, ist es auch nicht verkehrt, dass man 2018 bei DEICIDE ähnlich gut schunkeln kann wie seinerzeit bei VENOM mit „In League With Satan“…

Thomas Meyns / 14.09.2018

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