Die walisischen Modern Metaller BULLET FOR MY VALENTINE haben den ersten Teil einer Reige von "Making Of"-Videos zu ihrem neuen Album "Gravity" veröffentlicht.

Die portugiesischen Black Metaller MOONSPELL haben einen Live-Clip von ihrem Song "Alma Mater" ins Netz gestellt.

Teutonenstahl-Veteran Udo Dirkschneider hat ein EPK, ergo einen Trailer, zum neuen Album seiner Band U.D.O. ins Netz gestellt.

Die Saarländer Power Metaller POWERWOLF haben ein Video zu ihrem Song "Fire & Forgive" online gestellt.

Das Allstar-Projekt METAL ALLEGIANCE, an dem u.a. TESTAMENT-Gitarrist Alex Skolnick, der ehemalige DREAM THEATER-Drummer Mike Portnoy und MEGADETH-Bassist Dave Ellefson beteiligt sind, wird am 7. September ein neues Album mit dem Titel "Volume II - Power Drunk Majesty" veröffentlichen.

Die Hard Rock-Supergroup THE DEAD DASIES, in der u.a. ehemalige Mitglieder von MÖTLEY CRÜE, WHITESNAKE und JOURNEY versammelt sind, hat ein Video zu ihrem Song "Dead And Gone" veröffentlicht.

HomeReviewDerek Smalls – Smalls Change [Meditations Upon Ageing]
Das Cover von Smalls Change

Derek Smalls – Smalls Change [Meditations Upon Ageing]

Das Cover von Smalls Change

Wertung
5/7 Punkten


Info
VÖ: 04.05.2018
Label: Twanky Records / BMG
Spielzeit: 00:59:10


Line-Up
Derek Smalls – Vocals, Bass


Tracklist
Openture
Rock And Roll Transplant
Butt Call
Smalls Change
Memo To Willie
It Don’t Get Old
Complete Faith
Faith No More
Gimme Some [More] Money
MRI
Hell Toupee
Gummin‘ The Gash
She Puts The Bitch In Obituary
When Men Did Rock

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Ende dieses Jahres wird Harry Shearer seinen 75. Geburtstag begehen können, ein Geschenk von ihm gibt es bereits vorab. Denn der Mann, den wir alle als Sprecher unzähliger Charaktere aus „The Simpsons“ [u.a. Rektor Skinner, Nachrichtensprecher Kent Brockman, Mr. Burns, dessen speichelleckender Assistent Waylon Smithers oder auch Ned Flanders] oder auch als den „scharfen Dan“ aus dem Kultstreifen „Wayne’s World 2“ kennen und lieben, veröffentlicht mit „Smalls Change“ das erste Soloalbum in seiner absoluten Paraderolle.

 

„Absoluter Kult!

 

Als liebenswerter, aber leicht naiver Bassist Derek Smalls, war er einer der Hauptcharaktere im kultigsten aller Musikfilme: „This Is Spın̈al Tap“ [nur echt mit den Umlaut-Pünktchen über dem „n“]. Dazu veröffentlichte er mit ebenjenen [leider nur] drei tolle Alben und diverse Songs für die Ewigkeit, wie „Stonehenge“, „Tonight I’m Gonna Rock You Tonight“, „Break Like The Wind“ oder „Diva Fever“. Jetzt ist es also Zeit für sein Solodebüt, auf dem er aber genau da weitermacht, wo er vor neun Jahren mit seinen Kameraden Tufnel und St. Hubbins aufgehört hat: Die Songs rocken meistens ordentlich, mal groovt es mächtig und dann wird es auch mal etwas besinnlicher – aber der Humor ist auch weiterhin ganz in der typischen SPINAL TAP-Manier. Das ist längst nicht immer sehr tiefgründig, aber wer den Film und/oder die Band mag, der wird auch hier bei jedem Song zumindest mal Schmunzeln müssen. Das geht schon mit der orchestral dezent untermalten Einführung „Openture“ gut los: Bedeutungsschwanger philosophiert Smalls hier vor sich hin: „Age … is just a number, number … is just a word, and word … is just a thing.“ Noch Fragen? Die werden in den darauffolgenden Songs „Rock And Roll Transplant“, „Butt Call“, „Hell Toupee“ oder „She Puts The Bitch In Obituary“ allesamt bereits im Titel beantwortet. Naja, fast. Aber es macht auf jeden Fall mächtig Laune, Derek Smalls beim Sinnieren über das Älterwerden zuzuhören, zumal er sich dafür mit einer ganzen Latte von Ausnahmemusikern verstärkt hat. So sind auf „Rock And Roll Transplant“ u.a. Steve Lukather [TOTO] und Chad Smith [RED HOT CHILI PEPPERS] zu hören, bei „Butt Call“ verdrischt Taylor Hawkins [FOO FIGHTERS] die Drums, Donald Fagen von STEELY DAN gibt auf „Memo To Willie“ [in dem der STEELY DAN-Klassiker „Rikki Don’t Lose That Number“ zitiert wird] seine Visitenkarte ab und auch Steve Vai, Rick Wakeman, Dweezil Zappa und David Crosby sind mit von der Partie. Dazu wird Derek Smalls beim Titelsong von der Opernsängerin Carmina Popolovah [ich schmeiß mich weg!] unterstützt.

 

Vom Kultfaktor her hätte „Smalls Change“ natürlich die Höchstnote verdient und auch in puncto Humor gibt es höchstens ganz leichten Punktabzug, aber letztendlich geht es hier ja in erster Linie um die Musik und die ist zwar ebenfalls überaus ansprechend, allerdings auch nicht allesüberragend. An die ganz großen Klassiker seiner Hauptband reicht Derek Smalls nicht ganz heran, dennoch kommen Tap-Jünger hier natürlich voll auf ihre Kosten. Also: CD einlegen und die Regler der Stereoanlage auf elf drehen, dann kann [fast] nichts schief gehen.

Timo Beisel / 08.06.2018

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