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CD Review: Eyehategod - Eyehategod

Eyehategod
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Eyehategod -- Live
Band: Metalnews nach 'Eyehategod' durchsuchenEyehategod
Video / DVD Titel:Live
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:22.03.2011
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"Rau, kantig, authentisch"

Während die Sludge-Legenden EYEHATEGOD nach ihrer Europatour im letzten Jahr immer noch auf sich warten lassen, was ein neues Studioalbum angeht – an der Zeit wäre es definitiv, immerhin liegt die letzte Studioscheibe „Confederacy O Ruined Lives” satte elf Jahre zurück –, folgt nun erst einmal eine DVD, die schlicht und ergreifend „Live“ betitelt ist.

Einfacher geht es kaum, trifft den Nagel aber auf den Kopf, denn während die 2004 veröffentlichte „Live in Tokyo 2002“-DVD deutlich weniger Songs beinhaltete, gibt es auf „Live“ dafür die Doppelpackung mit Konzertmitschnitten aus Cleveland [ca. 45 Minuten; Juni 2010] sowie Baltimore [ca. 42 Minuten; Oktober 2009]. Zudem legen EYEHATEGOD noch drei Songs als Live-Aufzeichnung von der letzten Europatour, genauer gesagt aus Wien [ca. 14 Minuten], sowie die drei Videoclips „Sister Fucker“, „Anxiety Hangover“ und „Age Of Bootcamp“ oben drauf. Ein schick geschnürtes Paket also, auch wenn zum Beispiel Eindrücke vom Tourleben oder auch ein kurzes Interview mit der Band keine schlechte Idee gewesen wären. Doch was soll’s, denn die Mitschnitte sind zwar nicht der Inbegriff eines glatt polierten Live-Dokuments, aber das würde bei einer Band wie EYEHATEGOD, die Wert auf einige Kanten und Ecken legt oder auch gerne mal auf Konzerten wild rumpöbelt [so auch in Baltimore] oder ganz schön zugedröhnt ist, auch verwundern. Somit sind sowohl Bild als auch Ton nicht immer astrein, wobei Cleveland in Sachen Bild besser abschneidet, während der Gesang hingegen ein paar Mal übersteuert ist; dafür ist Baltimore in Sachen Bild etwas im Hintertreffen, während der Sound bestens ist. Das ist jedoch alles im Großen und Ganzen zu verschmerzen, denn so oder so erhält man eine gute Vorstellung von einem EYEHATEGOD-Konzert und von dem immensen Druck, den die Jungs aus New Orleans entfachen können. Letztlich ist die DVD natürlich kein adäquater Ersatz für ein selbst erlebtes Konzert des Quintetts, aber als Konserve bringt „Live“ alles mit, was der Fan braucht. Dies liegt vor allem an der göttlichen Songauswahl, denn man war so clever, keinerlei Doppelungen bei den Live-Stücken zu haben, sodass 25 unterschiedliche Lieder geboten werden können – okay, das Feedback-Intro und -Outro könnte man davon getrost noch abziehen. Dennoch folgt hier eine Perle auf die nächste, so zum Beispiel „Jackass In The Will Of God“, das obligatorische „Sister Fucker“, „Children Of God“, „Depress“, das [immer noch] großartige „Blank“, „Kill Your Boss“ [mit lustiger Ansage von Mike Williams] oder auch „$30 Bag“. Und wer aufgepasst hat, wird feststellen, dass natürlich ein Großteil der Stücke vom Klassiker „Take As Needed For Pain“ stammt, auf den EYEHATEGOD nach wie vor ausgiebig zurückgreifen. Und das ist auch gut so, denn zusammen mit den „Hits“ der anderen drei Studioalben wird hier ein wunderbarer Querschnitt über das Schaffen der unaufhaltsam vor sich hinwalzenden NOLA-Truppe geboten, sodass kaum Wünsche offen bleiben und „Live“ eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Sache geworden ist.

Kurzum: „Live“ ist ein gute DVD geworden, die über ca. zwei Stunden hinweg genau das enthält, was Fans von EYEHATEGOD sehen und hören wollen, nämlich richtig gelungene und druckvolle Umsetzungen des Studiomaterials. Natürlich ist hier und da mal der eine oder andere Verspieler dabei und auch die Ton- und Klangqualität ist nicht immer herausragend, aber eine so rotzig und dabei irgendwie sympathisch agierende Truppe wie EYEHATEGOD pfeift mit Sicherheit auf oberflächliche, glattgebügelte und lieblos aufgegleiste sowie nachbearbeitete Massen-DVD-Ware, sondern setzt dafür auf Authentizität. Und so rau und schier erdrückend ein EYEHATEGOD-Konzert sein kann, so ungeschliffen wirkt manchmal eben auch „Live“, ohne dass dies wirklich stören würde. Und das ist der Pluspunkt der DVD, wobei Fans der Band sowieso blind zuschlagen werden – und sich das Quintett unbedingt im Juli auf der nächsten Europatour reinziehen sollten! Und vielleicht wird das ja wirklich bald mal etwas mit einem neuen Studioalbum?

01. Intro/Feedback
02. Story Of The Eye
03. Jackass In The Will Of God
04. Take As Needed For Pain
05. Sister Fucker
06. Dixie Whiskey
07. White Nigger
08. Depress
09. Lack Of Almost Everything
10. Masters Of Legalized Confusion
11. Pigs
12. Methamphetamine
13. Blank
14. $30 Bag
15. Kill Your Boss
16. Left To Starve
17. Children Of God
18. Blood Money
19. Crimes Against Skin
20. Dog’s Holy Life
21. Serving Time In The Middle Of Nowhere
22. Feedback/Outro
23. Shoplift
24. Run It Into The Ground
25. Shinobi
26. Sister Fucker [Videoclip]
27. Anxiety Hangover [Videoclip]
28. The Age Of Bootcamp [Videoclip]
Alexander "soulsatzero" Eitner
26.04.2011 | 20:06 Uhr
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