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Iron Maiden -- Flight 666
Band: Iron Maiden Homepage Metalnews nach 'Iron Maiden' durchsuchenIron Maiden
Video / DVD Titel:Flight 666
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.05.2009
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"Großes Kino"

Was tut eine Band, die zu so ziemlich jeder Tour ein fettes Live-DVD-Paket veröffentlicht, in regelmäßigen Abständen noch aufwändigere History-DVDs auf den Markt wirft und das alles mit mehr oder weniger sinnvollen Live-Alben flankiert? Na, ganz einfach: Man kauft sich ein Flugzeug, chartert die momentan berühmtesten Heavy Metal Filmemacher [Sam Dunn und Scot McFayden – u.a. „Metal; A Headbangers Journey“ und „Global Metal“] und fliegt sechs Wochen lang in die metallische Diaspora, um festzuhalten, dass man vielerorts einen höheren Status innehat als der Allmächtige höchstpersönlich.

Das ganze Spektakel dauert knappe zwei Stunden und lässt den Betrachter mit offenem Mund ungläubig vor der Mattscheibe verharren. Nicht, weil Bruce Dickinson selbst die „Ed Force One“ steuert, die IRON MAIDEN samt Crew und Equipment nach Indien, Australien, Japan, die USA, Mexico, Costa Rica, Kolumbien, Brasilien, Argentinien, Chile, Puerto Rico und Kanada bringt. Nicht, weil man Dave Murray und Nicko McBrain beim Golfen, Adrian Smith beim Tennisspielen, Steve Harris beim Kicken, Janick Gers bei einsamen Streifzügen und Bruce Dickinson beim Singen auf dem Klo beobachten kann. Es sind die Fans in Mittel- und Südamerika, die einem nach langer Zeit wieder einmal klar machen, was Metal eigentlich bedeuten kann. Das sind Menschen, die ihre Jobs kündigen, sich vom Militär drangsalieren lassen, tausende Kilometer fahren, tagelang vor dem Venue warten, nur um ihre Helden sehen zu können, und die anschließend die Freudentränen buchstäblich nicht zurückhalten können. Das bewegt auch den abgebrühtesten Metaller hierzulande, der sich normalerweise den Kopf darüber zerbricht, zu welchem der vielen Gigs bei ihm um die Ecke er gehen soll und dann oft den wählt, dem die kürzeste S-Bahn-Fahrt vorausgeht. Wenn diese Musik wirklich nie sterben soll, sollten wir ein wenig südamerikanischen Enthusiasmus entwickeln, dann brauchen wir nicht um die Zukunft des Metal zu fürchten.
Witzig sind natürlich auch die vielen Anekdoten am Rande, die natürlich so gar nichts mit Rockstar-Allüren zu tun haben. Nix mit Groupies, Koks und wilder Zecherei. Wir erfahren, dass Dave Murray ein weiser Mann ist, Spaßvogel Nicko 16 Meter unterhalb einer mexikanischen Pyramide auch mal ernst und meditativ werden kann, Janick Gers einen Abschluss in Soziologie besitzt und Adrian Smith exakt die coole Sau ist, für die man ihn immer gehalten hat. Bruce Dickinson und Steve Harris werden erwartungsgemäß als Protagonisten des Films eingesetzt, was gut gelingt. Denn wenn Dickinson mal wieder zu theatralisch wird, kann der patentiert furztrockene Harris in der nächsten Einstellung als Gegenpol dienen, was eine angenehme Balance schafft und die Band für alle Arten von Fans sympathischer macht.
Bei aller Fannähe und natürlich wirkender Freundlichkeit sollte man jedoch nie vergessen, dass man es hier zu jeder Sekunde mit Profi-Promis zu tun hat, die natürlich völlig unnormal sind. Denn wer mit einer eigenen 757 um die Welt fliegt oder sich die Zeit vor dem Gig mal eben mit Tennisstunden bei irgendwelchen Ex-Meistern versüßt, ist nicht von dieser Welt und hat von Bodenhaftung natürlich keine Ahnung mehr, was ja auch die astronomischen Merch-Preise immer wieder beweisen. Von daher verwundert es auch nicht, dass wirklich intime Details genauso wenig gezeigt werden wie die Entstehung einer MAIDEN-Bühnenproduktion, die von einer gigantischen, aber anonymen Crew gemanagt wird. Ein wenig schade: Individuelle Charaktere werden nicht seziert, der Fokus liegt allein auf dem Glücksgefühl, das IRON MAIDEN mit ihrer Musik den Fans bringen.
Aber natürlich darf auch der Glamour nicht zu kurz kommen. Beim L.A.-Gig läuft die gesamte Metal-Prominenz auf: von Kerry King über Tom Morello, Vinny Apice, Scott Ian bis hin zu Lars Ulrich ist alles am Start, was in den 80ern und 90ern relevante Kost abgeliefert hat – und das aus einem Grund: den Metal-Göttern zu huldigen. Ach ja – wenn der geschwätzige METALLICA-Drummer erklärt, er habe nie sehen können, wie McBrain spielt, weil der immer von seinem riesigen Set eingeschlossen war, werden nicht nur Schelme diese Steilvorlage für einen Seitenhieb auf Ulrichs eigenes Spiel verwenden wollen.
Und das Kunstwerk selbst? Das trägt eine deutliche Handschrift der preisgekrönten Macher. Schnitt und Ton sind so exzellent wie auf keiner anderen MAIDEN-DVD. Die 17 Tracks auf DVD 2, die aus verschiedenen Shows stammen, sind vom Sound als auch von den Bildern her wohl die Creme aller visuell unterstützter Klangerzeugnisse der Eisernen Jungfrauen. Zieht euch vorsichtshalber mal die Version von „Rime Of The Ancient Mariner“ rein und Ihr wisst, was ich meine.

Kurz: ein Muss und ein Genuss.

Disc 1: "Iron Maiden - Flight 666/The Film"

Laufzeit: 113 Minuten

Disc 2 "The Whole Set live with a track filmed in each of 16 different cities"

Tracklisting:
01 Churchill's Speech
02 Aces High
03 2 Minutes To Midnight
04 Revelations
05 The Trooper
06 Wasted Years
07 The Number Of The Beast
08 Can I Play With Madness
09 Rime Of The Ancient Mariner
10 Powerslave
11 Heaven Can Wait
12 Run For The Hills
13 Fear Of The Dark
14 Iron Maiden
15 Moonchild
16 The Clairvoyant
17 Hallowed Be Thy Name

Laufzeit: 102 Minuten

Marcus "Mattaru" Italiani
24.06.2009 | 00:16 Uhr
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