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Band: Meat Loaf Homepage Metalnews nach 'Meat Loaf' durchsuchenMeat Loaf
Video / DVD Titel:Meat Loaf - Live At Rockpalast
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:06.11.2009
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"In der Erinnerung besser als auf DVD!"

Mit einem der meistverkauften Alben steht MEAT LOAF noch heute in den Geschichtsbüchern der Musikindustrie. "Bat Out Of Hell" verkaufte sich seit der Veröffentlichung im Oktober 1977 satte 40 mio. mal. Anschließend ging es mit der Band, allen voran natürlich Sänger MEAT LOAF und Songwriting-Mastermind Jim Steinman auf große Tournee. Die "Bat Out Of Hell Tour" kam im Sommer 1978 auch in Deutschland an, wo es im Juni des Jahres in der Offenbacher Stadthalle heiß her ging.

Zur DVD:
Mit einem elf Songs umfassenden Konzert sollte man zunächst natürlich meinen, dass uns dieses Relikt aus früher Rockpalast-Zeit nicht viel zu bieten hat, doch diese von Jim Steinman geführte Band wäre nicht dieselbe, würde sie nicht in beinahe jedem Song ausgiebig improvisieren und so die einzelnen Songs gut in die Länge ziehen. Allein nach den ersten vier Songs zeigt der Player bereits eine verstrichene Zeit von über 48 Minuten an. An Material und musikalischer Güte hapert es also - zumindest theoretisch - nicht. Obendrein gibt's außerdem ein MEAT LOAF Interview, das als Bonus auf der DVD Platz gefunden hat.

Bevor ihr die folgenden Zeilen lest, solltet ihr stets im Hinterkopf behalten, dass es sich hier um eine Aufnahme aus dem Jahr 1978 handelt und dementsprechend natürlich auch um den Sound, die technischen Möglichkeiten an sich und all das Drumherum aus dieser Zeit. Warum betonen? Ganz einfach: Das Bild ist mehr oder weniger unter aller Sau. Es ist unscharf, zieht Streifen bei schnelleren Kameradrehungen und ist teilweise nicht 1A gefilmt. Gut, es handelt sich nicht um eine kommerziell wichtige Aufnahme, sonst würde das Material aussehen, wie die weit älteren Aufnahmen der DOORS, aber ärgerlich ist es schon, wenn man eine DVD einlegt und auf dem knappen Meter LCD-Fernseher einen Matsch aus Pixeln und Farben sieht. Die Gewöhnung dauert ein paar Minuten, bis man das Material genießen kann. Über den Sound darf man sagen, dass größtenteils gut gemischt wurde, nur selten das Schlagzeug etwas zu dominant auftritt und der Bass an sich, vor allem in den hohen Tönen, etwas zu sehr ins Ohr geht, was bei "Paradise By The Dashboard Light" ziemlich nervig ist, so dass der Piano-Part [nicht das Instrument, hier ist die Spielart gemeint] zu einem wohltuenden Moment mutiert.

Musikalisch bewegt sich die Band - sofern immer 100% hörbar - auf einem sagenhaften Level. Leider wurde die Original-Sängerin des Albums, Ellen Foley, damals durch Karla DeVito ersetzt. Zwar besitzt diese ebenfalls beeindruckendes Talent und singt die Songs souverän, Ellen Foley klang nach meinem Dafürhalten allerdings immer ein Stückweit authentischer. Doch wieder zur Musik: Die bereits angesprochenen Ausuferungen werden vor allem im langen "All Revved Up With No Place To Go" mit verdammt geilen Soli von Gitarrist Bruce Kulick und Drummer Joe Stefko ausstaffiert. Wer diesen Mann trommeln hört, fragt sich heute - also 31 Jahre [!!!] später - wo das Talent in der Musik geblieben ist. Heute sind es Trigger und die schnelle Doublebass, die Talent unterstreichen oder oftmals zu Unrecht bestätigen, damals ging es um Musik auf einem Schlagzeug.

Fazit: Für alle Hardcore-Fans des großen "Fleischklopps'" ist diese DVD sicherlich nichts Verkehrtes, denn man ist auch andere Aufnahmen gewöhnt, die weit schlechter sind. Diese DVD ist in erster Linie deswegen einzigartig, weil sie die gesamte Tour in einem Konzert in Deutschland festhält und quasi alle positiven Momente auf den Punkt bringt. Mir ist das filmische Material der Band allerdings aus Kindheit und Jugend sehr viel besser in Erinnerung. Es mag am technischen Fortschritt liegen, aber als ich die DVD das erste Mal einlegte, bin ich sehr erschrocken. Dennoch sollte man dem Treiben eine Chance geben, denn eine solche Band wird in der Form nie wieder zu sehen sein.

Spielzeit: 105 Minuten

Trackliste:
01. Great Boleros Of Fire
02. Bat Our Of Hell
03. You Took The Words Right Out Of My Mouth [Hot Summer Night]
04. All Revved Up With No Place To Go
05. Paradise By The Dashboard Light [featuring Karla DeVito]
06. Introducing The Band
07. Johnny B. Goode
08. River Deep, Moutain High [featuring Karla DeVito]
09. Johnny B. Goode [Reprise]
10. Two Out Of Three Ain't Bad
11. All Revved Up With No Place To Go [Reprise]

Bonus:
Interview mit Meat Loaf & Jim Steinman
Patrick "Border" Franken
10.11.2009 | 14:35 Uhr
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