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Ministry -- Adios... Puta Madres [2DVD]
Band: Ministry Homepage Metalnews nach 'Ministry' durchsuchenMinistry
Video / DVD Titel:Adios... Puta Madres [2DVD]
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:22.05.2009
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"Visueller Abschied"

Al Jourgensens MINISTRY haben bekanntlich das Zeitliche gesegnet, und als Abschiedsgeschenk gab es davor noch die ausgedehnten Konzertreisen durch Amerika und Europa [siehe Live-Bericht] unter dem Motto “C U LaTouR 2008” – die Wortspielkasse klingelt mal wieder – oben drauf. Nach der „Cover Up“-Scheibe und der „Adios… Puta Madres“-Live-CD wird nun als weiterer Sargnagel noch die Doppel-DVD-Version von „Adios… Puta Madres“ nachgeschoben.

Dabei unterscheiden sich die beiden Live-Veröffentlichungen durchaus voneinander, denn während auf der CD ausschließlich die letzten drei Alben – „Houses Of The Molé“, „Rio Grande Blood“ und „The Last Sucker“ – zum Zuge kommen, wird auf der DVD deutlich mehr Augenmerk auf die gesamte Schaffensphase von MINISTRY gelegt. Somit muss zwar leider das tolle „Khyber Pass“ weichen, aber dafür gibt es „So What“ und „Thieves“ von „The Mind Is A Terrible Thing To Taste“, „N.W.O.“ und „Just One Fix“ vom göttlichen „Psalm 69“ sowie Louis Armstrongs „What A Wonderful World“ von der „Cover Up“-Veröffentlichung. Dadurch wirkt alles etwas ausgewogener, auch wenn natürlich hauptsächlich die Scheiben neueren Datums berücksichtigt werden. Ist im Endeffekt auch okay, dann immerhin gibt es schon drei Live-Album des Ministeriums, die die früheren Bandphasen gut dokumentieren. Auch „Adios… Puta Madres“ macht da im „En Vivo“-Teil keine Ausnahme und bietet 80 Minuten lang die Live-Vollbedienung, wobei es sich hierbei nicht um ein einzelnes Konzert handelt, sondern um Mitschnitte von Hallenkonzerten und Open Airs. Somit fehlt zwar ab und an der Fluss eines einzelnen Auftritts, und auch das Publikum hätte gerne etwas mehr berücksichtigt werden können, dafür gibt es MINISTRY im Gegenzug quasi in allen möglichen Live-Situationen zu erleben. Zwischendurch werden immer mal wieder Effekte über die Bilder gelegt oder kurze Bildschnipsel eingestreut, was Video-Clip-Charakter hat und manchmal verwirrt, wenn der jeweilige Musiker auf einmal andere Klamotten anhat, mal einen Bart hat und manchmal nicht oder die Fingerbewegungen nicht ganz zur momentan laufenden Mucke passen. Und gerade bei „Just One Fix“, „N.W.O.“ und „Let’s Go“ wird die Bildfolge dadurch ein bisschen arg hektisch. Das fällt aber alles unter Jammern auf hohem Niveau, denn MINISTRY sind live einfach eine unglaubliche Macht, die alles plattwalzt, was ihr in die Quere kommt. Vor allem „Rio Grande Blood“ und „LiesLiesLies“ knallen dermaßen, dass es einem vor dem heimischen Bildschirm echt schwer fällt, still sitzen zu bleiben. Die ganze Band ist voll bei der Sache, nutzt die großen Bühnen bis zum letzten Millimeter und treibt immer wieder die Meute an – und der Drahtgitterkäfig ist irgendwie auch eine coole Idee. Sprich: Am gebotenen Material, dem Auftreten der Band, dem Sound – so arg unterscheiden sich die Version natürlich nicht von den Studiofassungen, was beim Industrial Metal der Band nicht weiter überrascht; nur Jourgensens Gesang klingt deutlich tiefer und kratziger – und der Aufmachung gibt es wenig bis nichts auszusetzen. Warum jedoch der Live-Mitschnitt des abschließenden „What A Wonderful World“ am rechten Rand auf einmal von den Credits begleitet wird, wenn das Lied erst so richtig losgeht, dürfte nicht nur mir ein Rätsel sein, denn schließlich will man als Fan ja die Band im Vollbild auf der Bühne und nicht noch nebendran die Credits laufen sehen.
Auf DVD 2 gibt es dann als kleines Schmankerl eine knapp 40-minütige Dokumentation der Band während der Proben und im Rahmen der Touren, die allmählich das Ende von MINISTRY einläuten. Hinzu kommen kurze Live-Einspielungen und Interviews mit den einzelnen Musikern, allen voran natürlich Mastermind Al Jourgensen, der einige witzige Anekdoten vom Stapel lässt. Dabei zeigt sich zunehmend, wie das nahende Ende der Band den Musikern sichtlich zusetzt, sodass das Ganze sehr emotional wird, was vor allem Drummer Aaron Rossi sichtlich anzumerken ist. Die Doku geht insgesamt in Ordnung, auch wenn auf der DVD etwas mehr Material nicht verkehrt gewesen wäre. So wären beispielsweise Live-Bilder, Musik-Videos, Fan-Statements oder eine komplette Diskographie keine verkehrte Sache gewesen, denn Platz wäre sicher noch auf dem Silberling gewesen.

Alles in allem ist „Adios… Puta Madres“ eine sehr schicke Live-Veröffentlichung, die die letzte Schaffensphase von MINISTRY sehr gut dokumentiert und ein ausgezeichnetes Set beinhaltet, das noch mal die unbestrittene Klasse der Band aufzeigt. Abgesehen von den erwähnten kleineren Punkten ist die DVD somit eine prima Sache für Fans der Band, alle, die MINISTRY auf der Abschiedstour verpasst haben sowie diejenigen, die sich prinzipiell mal ein Live-Bild von MINISTRY machen wollen. Damit sollte jetzt allerdings auch mal ein Strich unter der Flut der Veröffentlichungen zur Auflösung der Band gezogen werden, da fast alle möglichen Bereiche inzwischen abgehakt wurden. Bleibt also nur noch, MINISTRY mit einer Träne im Knopfloch zum Abschied zu winken und gespannt zu warten, ob Al Jourgensen nicht doch irgendwann verdammt langweilig wird und er MINISTRY vielleicht wieder auf die Beine stellt – man weiß ja nie…

DVD 1 – „En Vivo“
01. Let's Go
02. The Last Sucker
03. Waiting
04. Worthless
05. LiesLiesLies
06. Watch Yourself
07. Life Is Good
08. No W
09. Rio Grande Blood
10. Señor Peligro
11. So What
12. N.W.O
13. Just One Fix
14. Thieves
15. What A Wonderful World

DVD 2 – „Fuchi Requiem“
Alexander "soulsatzero" Eitner
30.05.2009 | 15:23 Uhr
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