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Nine Inch Nails -- And All That Could Have Been.Nine Inch Nails.Live
Band: Nine Inch Nails Homepage Metalnews nach 'Nine Inch Nails' durchsuchenNine Inch Nails
Video / DVD Titel:And All That Could Have Been.Nine Inch Nails.Live
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.01.2002
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Nine Inch Nails ist sicherlich eine Band, an der sich die Geister der Metal-Gemeinschaft scheiden. Von so manch einem, der sich echter Metaller nennt, als Schwachsinnsmusik abgetan, gibt es dennoch eine sehr große Fangemeinde. Mastermind Trent Reznor kann inzwischen auf Kooperationen mit mehr als nur einem namhaften Mitglied des Showbusiness zurückblicken, darunter Größen wie David Bowie, um nur einen zu nennen, und war auch als Produzent an so manch einem Erfolg beteiligt.

Mit „And All That Could Have Been“ legt uns dieser illustre Haufen, den einige vielleicht legendär nennen würden, den Versuch vor, die Live-Atmosphäre während eines NIN-Konzertes einzufangen und darüber hinaus eine Zusammenfassung dessen zu liefern, was seit dem Erscheinen des ersten Albums „Pretty Hate Machine“ 1989 so alles erreicht wurde. Dies führt zu einer sehr umfangreichen Tracklist, auf der sich auch wirklich aus jeder Schaffensphase etwas wieder finden lässt.

Optisch ist das Ganze schon von außen ein nettes Paket, da der geneigte Käufer eine schöne Papphülle in klassisch minimalistischem NIN- Artwork mit faltbarem Inhalt erhält, in der gar zwei DVDs zu finden sind. Jedem, der gerne Digi-Packs kauft, dürfte dies schon mal zusagen.

Aber kommen wir mal zu den technischen Feinheiten, die man erblickt, sobald man den DVD-Player mit dem Silberling beglückt.
Die Menüs sind allesamt in einer sehr schönen, wenn bisweilen auch leicht verstörenden Optik gehalten und mit recht unterhaltsamen aber auch bizarren Hintergrundgeräuschen und Melodieelementen ausgestattet. Als besonderes Schmankerl verändern sich die Menüs bei mehrfachem Durchklicken optisch und vom Hintergrundsound her jeweils ein wenig.
Als zusätzliche Features stehen auf Disc 1 bei einigen der Songs zusätzliche Kamerawinkel zur Verfügung, auf Disc 2 gibt es einen Audio-Kommentar von Director-Artist Bill Viola, der für das Bühnenbild mit den Video-Sequenzen verantwortlich war und erklärt, was er sich denn dabei dachte. Auch eine Fotogalerie findet sich.
Generell kann zwischen Dolby Digital 5.1 und Dolby Digital Stereo gewählt werden, bei Vorhandensein einer Surround-Anlage jeder Lautsprecher vom Menü aus über Audio Level Adjustment einzeln eingestellt und die Bildqualität optimiert werden. Dass man die Songtiteleinblendung ein- bzw. ausschalten kann, gehört ebenfalls dazu.

Nun kommt der eigentlich wichtige Teil, also die wiedergegebenen Bühnenshows. Gefilmt wurde während der nordamerikanischen Fragility 2.0- Tour im Sommer 2000.
Ein Detail, das sofort auffällt, ist die etwas unübliche Optik. Irgendwie wirkt es nicht so hochprofessionell, um nicht zu sagen steril, wie bei so manch anderen Live-Aufnahmen, die an einem bestimmten Ort geplant und mit allem Aufwand betrieben wurden. Dies liegt daran, dass einfach die Crew und Freunde mit ihren eigenen Kameras die Aufnahmen gemacht haben und das Ganze dann mit Trent an ihren eigenen PCs zusammen geschnitten haben. Dass das alles mit Sicherheit Technikfreaks wie Mr. Reznor selbst sein müssen, ist angesichts der hohen Qualität der Bilder jedoch nicht zu bestreiten.
So aber erreichen die Macher eine erstaunlich lebendige Vorort-Atmosphäre, bei der die Zuhausegebliebenen schon fast den Schweiß ihres Nachbarn wahrnehmen können. Ich hatte schon Konzerte, bei denen ich mich weniger mitten drin fühlte als bei dieser DVD.
Über die Performance selbst gibt es nichts zu diskutieren, die Live-Qualität von sowohl Instrumenten als auch der Stimme sind ausgesprochen gut.
Das Publikum ist in Hochstimmung, ebenso die Musiker. Da sieht jeder den fünf Kerlen, die sich ihrer Aufmachung nach gerade aus ihrer Schicht im Kohlebergwerk frei genommen haben um mal schnell ein wenig zu musizieren, gerne zu.
Die Lightshow ist relativ dezent und kommt überwiegend in Rot, Blau, etwas Grün und Weiß daher. Die mitgebrachten Videowände werden auch nur in Maßen, aber dafür sehr gekonnt eingesetzt und das gesamte Drumherum ist dem Ablauf der Songs und der dazugehörigen Stimmung extrem gut angepasst.

Und natürlich gibt es ein paar wunderbare Momente, wie sie nur unter den richtigen Umständen während eines Konzerts zustande kommen können. Es ist einfach zu schön mit anzusehen, wie der Sänger sich bei „Piggy“ in die Menge stürzt, zuerst mit den Fans singt und ihnen dann das Mikro völlig überlässt und sich lässig ans Keyboard begibt um den Klavierteil am Ende des Songs zu spielen, während die Zuschauer weitersingen.
Die Übergänge zwischen den Songs sind sehr gut gelöst und ein ums andere Mal gehen die Stücke nahtlos ineinander über, wenn es z.B. verbindende Klavierteile gibt wie zwischen „Piggy“, „The Frail“ als Instrumentalstück und dem darauffolgenden „The Wretched“.
Schon fast obligatorisch kommt man als echter Rocker am Ende um die Zerstörung des ein oder anderen Instruments nicht herum, ein wenig Klischeepflege muss sein.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich die nächste Tour bestimmt nicht sausen lassen werde und mich bis dahin mehr als gut mit der DVD trösten kann (und zwar täglich).
Einzig ein paar mehr Extras, wie z.B. einige Backstageaufnahmen, hätten es ruhig sein dürfen.


bow down before the one you serve - you're going to get what you deserve!



01. Terrible Lie
02. Sin
03. March Of The Pigs
04. Piggy
05. The Frail
06. The Wretched
07. Gave Up
08. La Mer
09. The Great Below
10. The Mark Has Been Made
11. Wish
12. Complication
13. Suck
14. Closer
15. Head Like A Hole
16. Just Like You Imagined
17. Starfuckers, Inc.
18. Hurt

Marco "Mr.Vandemar" Cardoso
11.01.2005 | 11:06 Uhr
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