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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Das loyale disharmonische Orchester lädt ein" | |||||||||||||
| PINK FLOYD, THE WHO, LED ZEPPELIN…die Royal Albert Hall in London hat sich schon im 20. Jahrhundert dadurch einen Namen gemacht, ein paar der größten Bands der Rockgeschichte beherbergt zu haben. Von Metalformationen fehlte bis dato jedoch jegliche Spur. Das 20-jährige Bandbestehen war für die schwedische Ausnahme-Truppe OPETH wohl Grund genug sich auch mal in die lange Liste einzureihen. Mit dem Bandjubiläum fällt dabei auch die 10-jährige Veröffentlichung des in Prog-Kreisen mittlerweile als ‚Standardwerk‘ geltenden „Blackwater Park“. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch an die erste Formation der härteren Gang, die in die fast eineinhalb Jahrhunderte alten Gemäuer einkehrte. Zu Recht? Dass 60er und 70er Jahre Bands keinen geringen Einfluss auf die musikalische Entwicklung des Herrn Åkerfeldt und damit auch des OPETH-Sounds hatten, dürfte ja vielen Anhängern der Gruppe bekannt sein. So weist das Layout der DVD auch nicht zufällig überdeutliche Parallelen mit DEEP PURPLEs Live-Album „Concerto For Group And Orchestra“ von 1969 auf. Statt dem „Royal Philharmonic Orchestra“ kehrt jetzt das „Loyal Disharmonic Orchestra“ ein und bietet einem drei Stunden sattes OPETH-Material. Das gebotene Set ist in zwei Teile gegliedert; die erste DVD widmet sich ganz dem „Blackwater Park“-Album samt einem Interview mit der Gruppe, während der zweite Part eine Zusammenstellung von frühen und neueren Songs bietet. Der Hauptunterschied bei der Performance der beiden Teile liegt vor allem in der sehr rigorosen Darbietung des Album-Pakets. Ohne eine einzige Zwischenansage wird die komplette Scheibe durchgehauen und es fällt nicht schwer zu ersehen, dass hinter dieser Darstellung vor allem die Absicht liegt die reine Bildgewalt und Atmosphäre durchkommen zu lassen. Die Kameraführung bildet dabei allerlei Facetten ab und der Schnitt ist auch nicht allzu hektisch gehalten. Auffällig ist jedoch, dass die Darstellung um einiges aktiver wirkt als die Band selbst es bei Konzerten zu sein pflegt. Dieses Detail ist wohl für Live-DVDs geläufig, wird jedoch Kennern von OPETH-Live-Shows ein Schmunzeln abringen. Von der Gesamtperspektive kriegt man einen guten Einblick in die Atmosphäre, die gerade bei diesem Konzert freigesetzt wurde und bei rasanten Nummern wie „The Leper Affinity“ wie auch bei sphärischen Passagen in „The Drapery Falls“ einen ganz eigenen Charme entfacht. Spieltechnisch gibt es OPETH-typisch wenig zu beanstanden und sämtliche Stücke werden CD gerecht runter gespielt. Ein Manko bei diesem Konzept ist natürlich, dass Fans der Gruppe, die „Blackwater Park“ nicht viel abgewöhnen können, sich die erste DVD getrost schenken können, aber offensichtlich hat die Gruppe angesichts dieses Punktes wohl keine Bedenken gehabt. Mit der Atmosphäre der Royal Albert Hall hat so mancher Skeptiker auch die Möglichkeit seinen Standpunkt zu überdenken. Beim zweiten Teil der DVD zeigt sich auch Herr Åkerfeldt um einiges gesprächiger und gibt auch einige seiner Anekdoten zum Besten, die nicht zuletzt zu einem Markenzeichen von OPETH-Konzerten geworden sind. Aber ebenso wie beim ersten Teil kann sich der Zuschauer auf eine hauptsächlich musikalisch gehaltene Show einstellen, die ab und zu durch Projektionen auf einer Videoleinwand visuell gestützt wird. Ein sympathisches Detail bildet dabei eine unglückliche Pannenserie bei „The Lotus Eater“, dem letzten Stück des Sets, die in ihrer vollen Härte auch auf Band festgehalten wurde. Spätestens durch diese Darstellung einer zwangsläufigen Pause aufgrund eines Defekts in der Gitarrenelektronik sieht man wie viel der Band daran lag, einen möglichst realitätsgetreuen Einblick in die Atmosphäre eines ihrer Konzerte einzubringen. Vertieft wird der Eindruck auch noch durch eine 40-minütige Doku der „XX: An Opeth Anthology“-Tour, die dem zweiten Teil beiliegt und das Paket abrundet. Das Konzert in der „Royal Albert Hall“ bietet musikalisch insgesamt einen guten Querschnitt durch die Geschichte der Band. Auf der DVD hat es die Gruppe geschafft, den Standort genau auf die sphärischen Komponenten zu reduzieren, mit der das OPETH-Feeling gut vermittelt werden kann und so immer noch die Gruppe im Fokus steht, statt der legendären Halle. Vielleicht zeugt diese Live-Scheibe nicht vom spektakulärsten Konzert, das jemals in diesem Konzertsaal abgehalten wurde, aber dennoch von einem, das die Band würdig vertritt und eine würdige Öffnung der Halle gegenüber der Metalmusik darstellt. | |||||||||||||
| Disc 1: "Observation One" 01 The Leper Affinity 02 Bleak 03 Harvest 04 The Drapery Falls 05 Dirge For November 06 The Funeral Portrait 07 Patterns In The Ivy 08 Blackwater Park Bonusmaterial: Interview mit Mikael Åkerfeldt Disc 2: "Observation Two" 01 Forest Of October 02 Advent 03 April Ethereal 04 The Moor 05 Wreath 06 Hope Leaves 07 Harlequin Forest 08 The Lotus Eater Bonusmaterial: 40-minütige Doku der „XX: An Opeth Anthology“-Tour | |||||||||||||
| Author: Oleg "John Gorerilla" Pronitschew | 07.12.2010 | 22:36 Uhr | |||||||||||||
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