.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Opeth
Reviews von Opeth
CD Review: Opeth - Sorceress

Opeth
Sorceress


Prog Rock, Prog-Metal
6 von 7 Punkten
"Endlich keine Verkopfungsprobleme mehr!"
CD Review: Opeth - Book Of Opeth [Buch]

Opeth
Book Of Opeth [Buch]


Dark Metal, Death Metal, Prog-Metal
Keine Wertung
"Tolle Biografie einer bemerkenswerten Band"
CD Review: Opeth - Pale Communion

Opeth
Pale Communion


Prog Rock
6.5 von 7 Punkten
"Das Magnum Opus der Schweden"
CD Review: Opeth - Heritage

Opeth
Heritage


Prog Rock, Progressive
6.5 von 7 Punkten
"Sehr gelungener Wandel zum 70er Prog Rock"
DVD: Review: Opeth - In Live Concert At The Royal Albert Hall

Opeth
In Live Concert At The Royal Albert Hall


Keine Wertung
DVD "Das loyale disharmonische Orchester lädt ein"
Mehr aus den Genres
CD Review: Lay Down Rotten - Breeding Insanity

Lay Down Rotten
Breeding Insanity


Death Metal, Melodic Death Metal
6 von 7 Punkten
"Prüfung wieder einmal bestanden!"
CD Review: Ravage - Violent Offence

Ravage
Violent Offence


Death Metal, Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Gutes Futter nach drei Jahren Stille"
CD Review: Convulse - Cycle Of Revenge

Convulse
Cycle Of Revenge


Death Metal
3.5 von 7 Punkten
"Auf halbem Weg geht der Sprit aus"
CD Review: Stench - In Putrescence

Stench
In Putrescence


Black/Death Metal, Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Formvollendete Fäulnis alter Schule"
CD Review: Operation: Mindcrime - The Key

Operation: Mindcrime
The Key


Classic Rock, Prog Rock, Rock
4 von 7 Punkten
"Die hohen Ansprüche fast erfüllt"
CD Review: Amenra - Mass VI

Amenra
Mass VI


Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
Opeth -- Lamentations - Live at Shepherds Bush Empire 2003
Band: Opeth Homepage Metalnews nach 'Opeth' durchsuchenOpeth
Video / DVD Titel:Lamentations - Live at Shepherds Bush Empire 2003
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:24.11.03
Share:

""

Bis vor wenigen Jahren noch waren OPETH eine der am meistunterschätztesten Bands überhaupt. Doch dieser Umstand sollte sich mit ihrem 2001er Album "Blackwater Park" schlagartig ändern, denn mit eben diesem läuteten sie ihren seitdem geradezu kometenhaft verlaufenden Aufstieg ein, der bis zum heutigen Tag in den Folgealben „Deliverance“ und „Damnation“ gipfelt. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis diese Ausnahmeband ihr erstes offizielles audio-visuelles Schaffenszeugnis ablegt (sieht man einmal vom kurzen, zwei Lieder umfassenden Live-Auftritt im schwedischen Frühstücksfernsehen im Rahmen der Promotion zu „Damnation“ ab…). Und genau dieses liegt seit kurzem in Form der DVD „Lamentations - Live at Shepherd’s Bush Empire 2003“ vor. Zuerst kann man sich als Betrachter ein gutes Bild darüber verschaffen, welche musikalischen Glanzlichter die Musiker auch live zu setzen verstehen (wobei man sich leider „nur“ auf die o.g. Alben konzentriert und deren vier Vorgänger ganz außer Acht lässt), um in der darauffolgenden Dokumentation durch zahlreiche Interviews, Studio-Mitschnitte usw. etwas tiefer in die Materie OPETH einzutauchen. Doch der Reihe nach:



Unter erwartungsvollem Applaus betreten die fünf Musiker (das eigentliche Quartett wurde um den von den SPIRITUAL BEGGARS ausgeliehenen Keyboarder Per Wiberg erweitert) die Bühne des Londoner Shepherd’s Bush Empire. Los geht’s mit dem Opener der aktuellen Scheibe „Damnation“, namentlich „Windowpane“. Eigentlich mag ich all zu bilderreiche Beschreibung von Musik nicht, doch es sei mir verziehen, dieses Lied stelle ich mir als die perfekte Untermalung für einen schwülen Sommerabend eines ereignisreichen Tages vor… Danach begrüßt Sänger und Gitarrist Mikael Åkerfeldt in seiner sympathisch-schüchternen Art erst einmal das Londoner Publikum mit dem obligatorischen „Hello, we are Opeth from Stockholm, Sweden“. Er erklärt, dass an diesem Abend wegen der Aufnahmen zur DVD das Set zweigeteilt ist, nämlich in ein zartes und ein hartes. Chronologisch arbeiten sich die fünf Schweden (bzw. drei und zwei Uruguayos…) daraufhin durch das eben erwähnte Album komplett durch. Hierbei begibt sich die Band auf die Pfade großer Psychedelic-Bands aus den 70ern, was der passionierte Vinyl-Sammler Åkerfeldt nach „Ending Credits“ auch gerne zugibt: „This was totally ripped off from CAMEL!“. Ganz folgt man der vom Album vorgegebenen Reihenfolge jedoch nicht, denn vor dem letzten Lied wird komischerweise „Harvest“ von „Blackwater Park“ eingeschoben. Als unpassend erwieß sich diese Entscheidung allerdings keineswegs, denn der Song reiht sich ohne weiteres in die Stimmung der restlichen ein. Beim finalen „Weakness“ verlassen dann alle bis auf Wiberg und Åkerfeldt die Bühne, was der Darbietung dieses fragilen Stücks auch nur zu Gute kommt. Bis hierhin hat man es, mit der Ausnahme „Harvest“, mit dem gleichen Set zu tun wie auf der vergangenen „Damnation“-Tour, wovon ihr hier einen Bericht des Konzerts in der Bochumer Matrix nachlesen könnt, weshalb ich auf die einzelnen Lieder auch nicht weiter eingehen werde.

Damit aber auch genug der Ruhe – es folgt der von den Zuschauern frenetisch herbeigesehnte Heavy-Teil der Show. Mit „Master’s Apprentices“, „The Drapery Falls“, „Deliverance“ und „The Leper Affinity“ gibt man der lechzenden Meute abwechselnd einen Track von „Deliverance“ und „Blackwater Park“ – und genau das ist es auch, was diese erwartet, nämlich nichts anderes als den typisch opethschen Progressive-Death-Metal mit seiner genialen Mischung aus harten Parts und kleinen verträumten Verschnaufpausen. Während dieser Lieder kann man dann auch im Publikum zahlreiche Mosher ausmachen, vom Abgehen der Band on stage ganz zu schweigen (ich erinnere an dieser Stelle nur an das charakteristische extatische Rechts-Links-Haareschütteln von Bassist Martin Mendez…). Das Ende des genau zwei-stündigen(!) Konzertabends bildet dann „A Fair Judgement“, das nach zunächst zurückhaltendem Beginn noch einmal voll nach vorne geht und so Band und Fans ein letztes Mal alles abfordert. Unter tosendem Applaus verabschieden sich OPETH danach mit einer respektvollen Verbeugung und bevor auch M. Åkerfeldt völlig überwältigt und sprachlos von der Bühne geht, gibt’s noch ein allerletztes Abklatschen mit einigen Anhängern in den ersten Reihen.


OPETH liefern uns mit dieser DVD zunächst einen gelungenen Überblick über die letzten drei Alben, wenn auch das Hauptaugenmerk auf dem aktuellen – im Vergleich zum Rest nicht minder fesselnden – „Damnation“ liegt. Live hat man es (zum Glück) mit einer Gruppe zu tun, die Dank ihrer über alles erhabenen Musik auf peinliche Kulissen und übertriebene (Pyro-)Technik getrost verzichten kann, eine schlichte aber angemessene Lichtshow und ein simpler Banner mit ihrem Logo reichen bei einem Konzert als Rahmen völlig aus. Ein weiterer Pluspunkt liegt in der variablen Kameraführung, die dem Zuschauer einen Rundumblick in der Konzerthalle gewährt und so keine Langeweile aufkommen lässt.



Die unter dem Namen „The Making Of ‚Deliverance’ & ‚Damnation’“ laufende Dokumentation gibt danach über 65 Minuten einen lebhaften Einblick in sowohl die Geschichte der Band als auch – wie dem Titel zu entnehmen – die Arbeiten zu den letzten beiden Alben.
Alle Bandmitglieder berichten (in englischer Sprache) über ihre ersten Gehversuche als Musiker und wie es dazu kam, dass sie sich heute dort befinden, wo sie sind. Ebenso erzählen sie, welche Musik sie gerne privat hören, geben Auskunft über das Leben in und mit OPETH, den Entstehungsprozess ihrer Musik und vieles Wissenswerte mehr. Neben den Herren Åkerfeldt, Lindgren, Lopez und Mendez kommt auch ein gewisser Steven Wilson, seines Zeichens treibende Kraft hinter PORCUPINE TREE, einer weiteren Ausnahmeband, zu Wort. Mit ihm arbeitet die Band schon seit „Blackwater Park“ produktiv zusammen und er ist es auch, der die Produktion zu „Deliverance“ und „Damnation“ quasi „rettet“, da er nach dem Umzug der Band in ein anderes Studio hinter den Reglern Platz nimmt (nachdem sich die erste Wahl doch eher als Flopp entpuppte). Filmaufnahmen der Band im Proberaum und Studio runden diese extrem interessante Dokumentation vollends ab.
Zum Ende gibt Mikael noch einen Ausblick auf das zukünftige Schaffen von OPETH, das schon jetzt Lust auf mehr macht. Man kann also schon einmal gespannt sein, was dieser kreative Kopf schon wieder ausheckt…



„Lamentations – Live at Shepherd’s Bush Empire 2003“ ist somit zunächst allen OPETH-Maniacs (deren Zahl von Album zu Album immer gewaltiger anzusteigen scheint) zu empfehlen, die die Band zwar schon live gesehen haben aber mehr über ihr Innenleben und Arbeiten erfahren wollen. Wer es jedoch verpasst hat, eine der wenigen Live-Gelegenheiten der „Damnation“-Tour zu nutzen, wird sich durch den ersten Teil des Live-Sets glücklich schätzen können, sich wenigstens einen Bruchteil der vorherrschenden Atmosphäre ins heimische Wohnzimmer holen zu können. Doch auch wer eines dieser atemberaubenden Konzerte besucht hat, bekommt mit den Aufnahmen noch eine schöne Erinnerung geliefert.
Desweiteren ist diese DVD sicher auch für Neulinge eine willkommene Einstiegsdroge in die fabelhafte Welt dieser an Intensität kaum erreichten Band, die es mit ihrem letzten Album geschafft hat, ein zeitloses, generationenübergreifendes Album zu erschaffen, das noch lange seines gleichen suchen wird.




Tracklist des Live-Mitschnitts:

01. Windowpane
02. In My Time Of Need
03. Death Whispered A Lullabye
04. Closure
05. Hope Leaves
06. To Rid The Disease
07. Ending Credits
08. Harvest
09. Weakness
--------------------------------------------------------
10. Master’s Apprentices
11. The Drapery Falls
12. Deliverance
13. The Leper Affinity
14. A Fair Judgement

Sebastian "Seelenkrebs" König
24.02.2004 | 02:34 Uhr
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin