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Sotajumala | Survivors Zero -- Slaughter At Lutakko [Split-DVD]
Band: Sotajumala | Survivors Zero Homepage Metalnews nach 'Sotajumala | Survivors Zero' durchsuchenSotajumala | Survivors Zero
Video / DVD Titel:Slaughter At Lutakko [Split-DVD]
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:12.03.2010
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"Finnisches Gemetzel"

Eigentlich ganz schön kaltschnäuzig, was Cobra Records und die beiden Bands SOTAJUMALA und SURVIVORS ZERO auf der Split-DVD „Slaugther At Lutakko“ abfackeln. Warum? Weil SOTAJUMALA erst auf zwei Alben und SURVIVORS ZERO erst auf eine Scheibe zurückblicken können – zum Beispiel. Und dann gleich eine Live-DVD? Schauen wir mal…

Prinzipiell ist die Sache ganz einfach: Beide Bands haben mit den ebenfalls finnischen Death/Thrashern DEATHCHAIN einen Auftritt im ausverkauften Lutakko Club in Jyväskylä, Finnland [Überraschung!] absolviert. Warum nicht auch DEATHCHAIN auf dem Silberling vertreten sind, wird nicht ersichtlich, doch dafür gibt es eine gute halbe Stunde von den Melodic Death/Thrashern SURVIVORS ZERO, die erst kürzlich ihr Debüt „CMXCIX“ auf die Menschheit losgelassen haben und dabei eine solide Figur machten, das Rad aber auch keineswegs neu erfanden. Ähnlich sieht dies live in Lutakko aus, da die Songs zwar solide dargeboten werden, aber nicht wirklich im Ohr hängen bleiben wollen und einfach nur ‚nett’ sind. Kann man sich ohne Probleme ansehen und die Einstellungen und Mitschnitte gehen alle in Ordnung, aber die Offenbarung ist der Auftritt von SURVIVORS ZERO nicht, zumal Sänger Tommi Virranta auf Dauer einfach zu eintönig growlt. Sprich: Besserer Durchschnitt.

Bei SOTAJUMALA steht die Halle dafür dann eine knappe Stunde lang Kopf, was immer wieder durch Aufnahmen aus dem Circle Pit dokumentiert wird. Man merkt sofort, dass die Jungs hier Heimspiel haben, sich abfeiern lassen und auch selbst jede Menge Spaß haben. Die fünf Nordlichter zeigen sich deutlich bewegungsfreudiger und souveräner als ihre Kumpels, wobei allen voran Shouter sowie angehendes Ganzkörper-Tattoo Mynni Luukkainen zu punkten weiß und immer wieder zum sprichwörtlichen Tänzchen bittet. Oder vielleicht auch mit sympathischen Ansagen? Schwer zu sagen, da sämtliche Ansagen – übrigens auch bei SURVIVORS ZERO – vor dem heimischen Publikum natürlich in finnischer Sprache gehalten werden. Für sämtliche Leute, die nicht des Finnischen mächtig sind, dürfte es also eher eng werden. Macht aber nichts, denn schließlich geht es um die Musik, und genau wie ihre Kollegen liefern die mit ausschließlich finnischen Texten aufwartenden SOTAJUMALA eine sehr solide Vorstellung, in deren Rahmen hauptsächlich Songs von „Teloitus“ gezockt werden. Will heißen: Vor allem in spielerischer Hinsicht gut gemachter Death Metal, dem es allerdings an Wiedererkennungswert, Eigenständigkeit und wirklich spannenden Ideen fehlt. Schlecht ist das aber noch lange nicht, was SOTAJUMALA hier veranstalten, zumal sie das Publikum absolut fest im Griff haben und dieses zum Ende des Auftritts kollektiv auf die Bühne bitten. Dies unterstreicht noch einmal den Party-Faktor von „Slaughter At Lutakko“, den gerade SOTAJUMALA voll auskosten. Da stört auch nicht gelegentliches Bildflimmern oder auch mal ein Testbild – anscheinend lag Cobra Records anscheinend nur dieses Material vor und musste somit Verwendung finden.

Hinzu kommen als Bonus noch die beiden offiziellen Videoclips von SURVIVORS ZERO und SOTAJUMALA sowie eine eher unnötige Bildergalerie von der Tour. Für die Drummer gibt es dann bei zwei Songs noch die Gelegenheit, Timo Häkkinen [SOTAJUMALA] mittels Drum Cam auf die Finger zu schauen – für alle anderen dürfte das nicht weiter von Interesse sein.

„Slaughter At Lutakko“ ist eine mit viel Herzblut gemachte Split-DVD mit einigen Ecken und Kanten, die die beiden Bands aber irgendwie sympathisch macht. Hier wurde nichts editiert, und Overdubs oder ähnliche Aufhübschungen gibt es genauso wenig, sondern einfach die ganz normale Live-Situation. Wer also eine auf Hochglanz polierte Veröffentlichung oder eine deutlich professioneller und mit mehr Mitteln finanzierte DVD à la PRIMORDIAL oder CANNIBAL CORPSE erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Wer damit keine Probleme hat, kann die durchaus unterhaltsame DVD einfach mal antesten, sollte sich aber dennoch gut überlegen, ob „Slaughter At Lutakko“ eine lohnenswerte Anschaffung ist, denn mehr als ein-, zweimal verirrt sich der Silberling sicherlich nicht in den DVD-Player, zumal auch die Bonus-Features nicht gerade überwältigend sind. Und auf einem gänzlich anderen Blatt steht auch, dass SURVIVORS ZERO und SOTAJUMALA zwar nicht wirklich schlecht sind und jeweils brauchbare Auftritte abliefern, letztlich aber beide nur ein kleines Stück vom großen Metal-Kuchen abbekommen werden, da beide Bands [momentan] einfach zu unspektakulär sind. An mangelndem Enthusiasmus fehlt es Band und Label augenscheinlich dennoch nicht, und das ist grundsätzlich positiv zu werten!

SURVIVORS ZERO: [32:08 min]
01. Armageddon Cult
02. Thorns Of Rapture
03. Scavengers Of Christ
04. I Bury Them Deeper
05. I Am The Gun
06. Trail Of Fears
07. Reclaim My Heritage
08. Embrace The Inferno

SOTAJUMALA: [52:30]
09. Intro
10. Tappaja ja tapettu
11. Arkku vailla vainajaa
12. 8:15
13. Riistetty viattomuus
14. Kuolleet
15. Panssarikolonna
16. Sotajumala
17. Kidutus
18. Kuolinjulistus

Extra Features:
– Cobra Tour Gallery
– SOTAJUMALA – Kuolinjulistus [Official Video]
– SURVIVORS ZERO – Reclaim My Heritage [Official Video]
– SOTAJUMALA – Arkku vailla vainajaa & Verellä kirjoitettu [Timo Häkkinen, Drum Cams]

SOTAJUMALA:
Mynni Luukkainen – Vocals
Pete Lapio – Guitar
Kosti Orbinski – Guitar
Tomi Otsala - Bass, Backing Vocals
Timo Häkkinen – Drums

SURVIVORS ZERO:
Tommi Virranta – Vocals
Tapio Wilska – Bass, Vocals
Sami Jämsén – Guitar
Jani Luttinen – Lead Guitar
Seppo Tarvainen – Drums
Alexander "soulsatzero" Eitner
07.04.2010 | 22:05 Uhr
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