.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Ulver
CD Review: Ulver - Messe I.X - VI.X

Ulver
Messe I.X - VI.X


Avantgarde/Electronica, Experimental
6.5 von 7 Punkten
"Spirituell!"
CD Review: Ulver - Childhood's End [Compilation]

Ulver
Childhood's End [Compilation]


Prog Rock, Psychedelic
Keine Wertung
"Gechillt zurück in die Zukunft"
CD Review: Ulver - Wars Of The Roses

Ulver
Wars Of The Roses


Ambient, Experimental, Rock
4 von 7 Punkten
"Am Scheideweg?"
CD Review: Ulver - Shadows Of The Sun

Ulver
Shadows Of The Sun


Ambient, Avantgarde/Electronica
6.5 von 7 Punkten
"DAS Herbstalbum des Jahres!"
Live-Berichte über Ulver
Mehr aus den Genres
CD Review: Neurosis - Live At Roadburn 2007

Neurosis
Live At Roadburn 2007


Experimental, Post Hardcore, Psychedelic
Keine Wertung
"Wer sich nicht erinnern kann, war nicht dabei!"
CD Review: Coheed And Cambria - Year Of The Black Rainbow

Coheed And Cambria
Year Of The Black Rainbow


Prog Rock
7 von 7 Punkten
"Bestes Coheed And Cambria-Album?"
CD Review: Misty Range - Misty Range

Misty Range
Misty Range


Progressive, Psychedelic, Rock
5.5 von 7 Punkten
"Charmant und verschroben"
CD Review: Admiral Sir Cloudesley Shovell - Check 'Em Before You Wreck 'Em

Admiral Sir Cloudesley Shovell
Check 'Em Before You Wreck 'Em


Blues / Bluesrock, Hard Rock, Psychedelic
5.5 von 7 Punkten
"Volldampf Richtung Rock N' Roll"
CD Review: Hawkwind - Onward

Hawkwind
Onward


Psychedelic, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten
"Ohne Alter keine Frische!"
CD Review: Ewigheim - 24/7

Ewigheim
24/7


Dark Metal, Gothic, Gothic Metal
Keine Wertung
"Sammelsurium des Wahnsinns"
CD Review: Engel - Raven Kings

Engel
Raven Kings


Melodic Death Metal, Modern Metal, Pop
3 von 7 Punkten
"Steht ein Rabe in Flammen..."
CD Review: Mirna's Fling - For The Love Of Me

Mirna's Fling
For The Love Of Me


Akustik, Alternative, Folk
6 von 7 Punkten
"Zwischen Liebe und Furcht"
CD Review: Hooded Menace - Gloom Immemorial [Compilation]

Hooded Menace
Gloom Immemorial [Compilation]


Death Metal, Doom Metal
Keine Wertung
"Gelungene Raritätensammlung"
CD Review: Mono - The Last Dawn / Rays Of Darkness

Mono
The Last Dawn / Rays Of Darkness


Avantgarde/Electronica, Post Rock
4.5 von 7 Punkten
"Japaner mit Doppelpack"
Ulver -- The Norwegian National Opera
Band: Ulver Homepage Metalnews nach 'Ulver' durchsuchenUlver
Video / DVD Titel:The Norwegian National Opera
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:09.12.2011
Share:

"Heimspiel!"

Über 15 Jahre lang hat die norwegische Experimental/Dark-Music-Truppe ULVER jegliche Bühnenpräsenz gescheut und damit natürlich im Gegenzug auch den Reiz der Band erhöht. Letztlich war das Angebot des Organisators des Norwegischen Literaturfestivals in Lillehammer dann doch Verlockung genug, sodass ULVER in dessen Rahmen im Mai 2009 live auftraten. Der Rest ist Geschichte. Es folgten etliche Konzerte sowie Touren, z.B. in London, in Berlin oder auch in Paris, und 2011 dann auch im Zuge der aktuellen Veröffentlichung „Wars Of The Roses“. Ehe dies jedoch seinen Lauf nahm, legten die Norweger am 31.07.2010 einen Zwischenstopp in der norwegischen Staatsoper in Oslo ein, der mit sechs HD-Kameras mitgefilmt wurde und nun in Form von „The Norwegian National Opera“ als DVD vorliegt.

Darauf präsentieren sich ULVER hochkonzentriert und oftmals gänzlich in sich gekehrt, während das Hauptaugenmerk natürlich auf Sänger Kristoffer „Garm“ Rygg liegt, der völlig gelassen und bravourös seine Gesangsparts darbietet und dabei für die eine oder andere Gänsehaut sorgt. Doch auch Daniel O'Sullivan weiß mit seinem virtuosen und gefühlvollen Pianospiel stets zu überzeugen und kann vor allem bei solchen Songs wie „England“ oder auch dem zum Heulen schönen „Not Saved“ [meiner Meinung nach das unbestrittene Highlight in der Setlist] punkten. Der Rest der Band hält sich, mit diversen Laptops und Keyboards/Synthesizern ausgestattet, meist vornehm im Hintergrund, während zusätzlich perfekt auf die Songs abgestimmte und teils recht verstörende Visualisierungen [Sexorgien, NS- und KZ-Bilder etc. etc.] für die optische Untermalung sorgen – Geschmacklosigkeit und Kunst liegen hier gelegentlich ganz nah beieinander und könnten den einen oder anderen Zuschauer befremden. Dabei bieten ULVER 17 Songs in knapp 90 Minuten [im Infozettel wird von einem zweistündigen Mitschnitt gesprochen; diese Information ist schlichtweg falsch] und konzentrieren sich dabei hauptsächlich – und logischerweise – auf die Alben „Blood Inside“ und das geniale „Shadows Of The Sun“ sowie deren unmittelbare Vorgänger, während „England“ bereits ein [sehr gelungener] Vorbote des etwas durchwachsenen „Wars Of The Roses“ [2011] ist. Somit ist die Ankündigung des Plattenlabels, dass ULVER für den Auftritt in Oslo Stücke der gesamten Diskographie berücksichtigten, natürlich ebenfalls Blödsinn, denn aus den Black-Metal-Anfangstagen und ersten Werken findet kein einziges Stück in die Setlist – und das hätte ehrlich gesagt auch für Verwunderung gesorgt, da sich die Norweger über die Jahre und über eine Vielzahl von Musikstilen hinweg in eine gänzlich andere und wesentlich ruhigere Richtung entwickelt haben [z.B. Rock, Noise, Trip Hop, Electro, Experimental, Dark Ambient, Kammermusik etc.] – so auch an diesem Abend in Oslo, an dem nur selten die harten Gitarren zum Einsatz kommen und die Elektronik ganz klar dominiert.
Rein musikalisch und visuell gibt es dabei an „The Norwegian Opera House“ absolut nichts auszusetzen, wobei mir die teils lange Fokussierung der Visualisierungen auf dem Mitschnitt manchmal etwas zu sehr von der Band und deren Aktion auf der Bühne ablenkt, jedoch nicht weiter schlimm ist, da somit im Gegenzug auch geschickt das Manko vieler Live-Mitschnitte, d.h. eben „nur“ ein solcher zu sein, umgangen wird. Zumal ULVER mit „Hallways Of Always“, „Like Music“, „Eos“, dem bereits erwähnten „Not Saved“ sowie den einrahmenden, ruhigen „The Moon Piece“ und „The Leg Cutting Piece“ [mit dem an einem Strick baumelnden bzw. auf Knochenstelzen stehenden Fantasiewesen – ebenfalls sehr schräg] die sichtlich begeisterten Zuschauer stets auf ihrer Seite haben.
Negativ fällt bei der DVD, die es übrigens auch als Limited Edition mit 32-seitigem Digibook und Doppel-DVD [normale DVD und Blue-ray] gibt, auf, dass abgesehen von dem eigentlichen Konzert leider keinerlei Bonusmaterial auf dem Silberling [zumindest auf dem vorliegenden Rezensionsexemplar] vertreten ist. Platz wäre da auf jeden Fall noch gewesen, und gerade in Anbetracht des außergewöhnlichen Rahmens wäre eine Art Making-of ein Muss gewesen bzw. hätte nahe gelegen. Schade, denn hier wäre auf alle Fälle mehr drin gewesen.

Insgesamt ist „The Norwegian National Opera“ jedoch eine sehr lohnenswerte Anschaffung und natürlich ein absolutes Muss für jeden ULVER-Fan [der letzten paar Alben]. Schön an diesem außergewöhnlichen Mitschnitt einer Band, die immer für eine Überraschung gut ist und das auch immer sein wird, ist hierbei vor allem die perfekte Ton- und Bildqualität sowie die im Vergleich zur Europatour 2011 doch deutlich ausgewogenere und weniger eindimensionale Songauswahl [zu 85% wurde letztes Jahr Material des noch nicht erschienenen „Wars Of The Roses“ gespielt, womit sich die Band meiner Meinung nach ein ziemliches Eigentor geschossen hat] und längere Spielzeit. Somit ersetzt die DVD zwar nicht per se das eigentliche Live-Erlebnis eines besuchten Konzertes, stellt jedoch aufgrund der gelungenen Songauswahl, der besonderen Kulisse und des perfekt koordinierten Auftritts von ULVER ein Highlight dar, das trotz der eigenen vier Wände sehr nahe an das eigentliche Konzert herankommt und somit aus der Masse heraussticht!

01. The Moon Piece
02. Eos
03. Let The Children Go
04. Little Blue Bird
05. Rock Massif
06. For The Love Of God
07. In The Red
08. Operator
09. Funebre
10. Excerpts Of Silence
11. A Memorable Fancy
12. Hallways Of Always
13. England
14. A Cold Kiss
15. Like Music
16. Not Saved
17. The Leg Cutting Piece
Alexander "soulsatzero" Eitner
01.01.2012 | 17:10 Uhr
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin