Gitarrist und Gründungsmitglied John Ricci hat seinen Posten beim kanadischen Speed Metal-Trio EXCITER erneut aufgegeben.

Die U.S.-amerikanische Metalcore-Formation UNEARTH hat mit "Extinction[s]" den Titel ihres nächsten Albums enthüllt.

SLASH FEATURING MYLES KENNEDY & THE CONSPIRATORS haben mit „My Antidote“ einen weiteren Song von ihrem kommenden Album "Living The Dream" vorgestellt.

Die New Yorker Hardore-Vorreiter MADBALL haben einen Videoclip zu ihrem Song „Freight Train“ von ihrem Album "For The Cause" ins Netz gestellt.

Die U.S.-amerikanische Metalcore-Band ALL THAT REMAINS hat mit dem brutal "Fuck Love" betitelten Song eine neue Nummer ins Netz gestellt.

Die griechisch-amerikanischen Hard Rocker OUTLOUD haben mit "My Promise" einen neuen Song nebst Lyric-Video veröffentlicht.

HomeReviewForeigner – Foreigner With The 21st Century Symphony Orchestra & Chorus
Das Artwork von Foreigner With The 21st Century Symphony Orchestra & Chorus

Foreigner – Foreigner With The 21st Century Symphony Orchestra & Chorus

Das Artwork von Foreigner With The 21st Century Symphony Orchestra & Chorus

Wertung
keine Wertung


Info
VÖ: 27.04.2018
Label: earMUSIC
Spielzeit: 01:19:59


Line-Up
Kelly Hansen – Vocals
Mick Jones – Lead Guitar, Keyboards
Tom Gimbel – Guitar, Saxophone
Jeff Pilson – Bass
Michael Bluestein – Keyboards
Bruce Watson – Lead Guitar
Chris Frazier – Drums


Tracklist
Overture
Blue Morning, Blue Day
Cold As Ice
Waiting For A Girl Like You
Say You Will
When It Comes To Love
That Was Yesterday
Feels Like The First Time
Starrider
Double Vision
Fool For You Anyway
Urgent
Juke Box Hero
I Want To Know What Love Is

Amazon

Seit über vierzig Jahren sind sie im Geschäft und obwohl mit Mick Jones lediglich eines der Originalmitglieder mit von der Partie ist, zieht der Name FOREIGNER immer noch. Dass sie zudem immer noch eine fantastische Live-Band sind, stellen sie in schöner Regelmäßigkeit unter Beweis – zuletzt u.a. im vergangenen Sommer als Vorband von AEROSMITH. Mit „Foreigner With The 21st Century Symphony Orchestra & Chorus“ kam kürzlich auch ein weiteres Konzertdokument auf den Markt, allerdings – wie der Name schon sagt – kein Gewöhnliches.

 

„Gut funktionierendes Zusammenspiel“

 

Denn wie so viele andere Bands vor ihnen, haben nun eben auch FOREIGNER die Gelegenheit ergriffen, all ihre großen Hits [und davon gab es wirklich einige] gemeinsam mit einem Orchester auf die Bühne zu bringen. Dazu ist hier aber eben auch noch ein Chor mit am Start, der einigen Stücken noch weitere Facetten hinzufügen kann. Ein absolutes Highlight stellt direkt zu Beginn die „Overture“ dar, in der Orchester und Chor [noch ohne FOREIGNER] bereits ein paar der folgenden Nummern in einem tollen Medley anklingen lassen. Dann aber geht es richtig los, wenngleich die Wahl des ersten gemeinsamen Songs doch etwas überrascht, schließlich war „Blue Morning, Blue Day“ vom „Double Vision“-Album – zumindest auf dem europäischen Festland [die Show fand im schweizerischen Luzern statt] – nicht unbedingt ein großer Hit. Dann aber geht es Schlag auf Schlag: „Cold As Ice“, „Waiting For A Girl Like You“, „Say You Will“, „That Was Yesterday“, „Feels Like The First Time“, dann noch „Double Vision“ und gegen Ende „Urgent“, „Juke Box Hero“ und schließlich das unvermeidliche „I Want To Know What Love Is“. Dazwischen hat Mick Jones mit „When It Comes To Love“ und „Fool For You Anyway“ noch zwei Songs vom immer noch aktuellen, gutklassigen Album „Can’t Slow Down“ von 2009 in die Tracklist eingeschleust. Insgesamt ist der Balladenanteil verhältnismäßig hoch, aber das bietet sich wohl auch einfach am ehesten für die Umsetzung mit Orchester und Chor an. Strellvertretend sei hier mal „Starrider“ genannt, eines der Beispiele, bei dem das Zusammenspiel am besten funktioniert. Aber auch bei rockigeren Nummern, wie z.B. „Double Vision“ hat man sich eine gute Lösung einfallen lassen: Denn während hier das klassische Ensemble die mächtig loslegende Band nur sporadisch unterstützen kann, dürfen die Musiker das Intro wieder alleine bestreiten.

Natürlich darf man einem derartigen Unterfangen, speziell ob der in den letzten Jahren vorherrschenden „Classic meets Rock“-Schwemme, kritisch gegenüberstehen und das Zusammentreffen der beiden Welten funktioniert [wie so oft] je nach Song auch mal mehr und mal weniger gut, grundsätzlich hat diese Veröffentlichung aber gleich aus mehreren Gründen ihre volle Berechtigung: Zum einen befinden sich nicht nur die klassischen Musiker, sondern auch FOREIGNER selbst in blendender Verfassung und klingen hoch motiviert, zum anderen erklingen hier ein paar altbekannte Songs [es funktioniert wie gesagt nicht bei allen gleich gut] in neuem aufregenden Gewand und zuguterletzt ist es einfach richtig, dass FOREIGNER das machen, worauf sie Bock haben – egal, was irgendjemand sonst darüber denkt.

Timo Beisel / 27.06.2018

Facebook Kommentare
Share With: