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Interviewpartner: Adde

Mit „Split Your Lip“ veröffentlichen die schwedischen Sleaze Rocker HARDCORE SUPERSTAR bereits ihr zweites Album bei der Metal-Szene größtem Label Nuclear Blast und glänzen dabei durch ein hohes Maß an stilistischer Vielfalt. Wir trafen mit Magnus "Adde" Andreasson den Schlagzeuger der geschäftigen Göteborger zum Interview und der nutzte die Gelegenheit, uns allerhand über die Verbindung von Sleaze Rock und Thrash Metal sowie seine Nachbarschaft zu MOTÖRHEAD-Drummer Mickey Dee zu erzählen:






Hallo Adde und vielen Dank für Deine Zeit! Ihr habt mit „Split Your Lip“ gerade Euer zweites Album bei Nuclear Blast veröffentlicht – bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?

Ja, natürlich! Das neueste Album, das man als Band aufnimmt, gefällt einem natürlich auch immer am besten. Ich bin immer noch verliebt in die Platte, weil sie noch so frisch ist – ich denke, dass es den Fans ähnlich geht, weil die neue CD ganz anders klingt als ihr Vorgänger „Beg For It“.


Und woran meinst Du liegt es, dass die Platte so anders klingt?

„Split Your Lip“ ist wahrscheinlich das HARDCORE SUPERSTAR-Album, das von allen am „menschlichsten“ klingt. Wir haben die Platte live eingespielt und nur die Soli und Backing-Vocals nachträglich aufgenommen wobei wir hier und da auch noch eine weitere Gitarre aufgenommen haben, damit es richtig fett klingt. Wir wollten diesmal ohne Metronom arbeiten und einfach ins Studio gehen, um die Songs dort alle Zusammen im gleichen Raum zu spielen – Jocke war dabei die ganze Zeit hinter dieser Glastür, so dass ich ihn sehen konnte, während wir spielten. Den Sound von „Beg For It“ haben wir damals bis zum Äußersten poliert, damit es durch und durch perfekt klingt, aber am Ende klang das nicht mehr wirklich organisch. An „Split Your Lip“ gefällt mir besonders die Verbindung aus dem Live-Charm der Aufnahmen und den Texten, die diesmal sehr persönlich ausgefallen sind – die sind dabei in keinster Weise politisch korrekt, aber sie stammen direkt aus unserem Leben und das ist es, was meiner Meinung nach zählt.


Wusstet Ihr schon, dass Ihr die Platte live einspielen würdet, als Ihr mit dem Songwriting begonnen habt?

Ja.


Hat sich dieses Vorhaben auf das Schreiben ausgwirkt?

Ja, auf jeden Fall. Unser „schwarzes Album“, also das, das einfach nur „Hardcore Superstar“ heißt, habe ich hauptsächlich auf einer Akustikgitarre geschrieben und das habe ich dieses Mal auch gemacht. Wenn man das Hauptaugenmerk auf den Gesang legt, dann ist es viel einfacher, wenn man mit einer akustischen Gitarre komponiert. Ich liebe es, einfach auf der Akustischen zu spielen und verschiedene Melodien auszuprobieren – ich stehe total auf starke Refrains, darum fahre ich auch so auf die Rockmusik der 80er ab: Die haben da immer eingängige Refrains. Diese Herangehensweise an das Songwriting macht wahrscheinlich den größten Unterschied zum vorherigen Album aus.


Du hast die Texte der Songs ja bereits kurz erwähnt – worum geht es diesmal in Euren Songs?

Im Grunde um alles, was mir oder jemandem aus der Band so passiert ist. Wir wollen nicht irgendwelche Geschichten erfinden – am coolsten ist es doch, wenn man über Dinge singt, die man tatsächlich erlebt hat! Oftmals sind das Situationen, die auch für uns von besonderer Bedeutung sind. Dabei kann es sich um alles Mögliche drehen: Das kann traurig sein, es können aber auch Glücksmomente und alles dazwischen verarbeitet werden. So lange es persönlich und ehrlich ist, gefällt es mir, weil ich Musik mag, die von Herzen kommt.


Möchtest Du uns ein konkretes Beispiel für einen solchen Song geben?

„Sadistic Girls“ zum Beispiel: Das basiert auf einer wahren Begebenheit und hier wurde auch nichts um der Poesie willen geschönt – wir erzählen einfach, wie sich das zugetragen hat. „Here Comes The Sick Bitch“ ist wahrscheinlich auch ein gutes Beispiel. Da geht es um Beziehungen, die in die Brüche gehen: Wenn man mit seiner Freundin Schluss macht, dann geht das immer hin und her – man macht Schluss, man kommt wieder zusammen, man trennt sich erneut usw. In dem Song geht es um diese turbulente Zeit, die man in einer Beziehung durchmacht und ich denke, dass jetzt etliche Leute wissen werden, wovon ich spreche. Das Ende einer Beziehung ist nie einfach, darum auch dieses Hin und Her und das kann oftmals auch schmerzhaft sein. Da muss man sich mit einem Haufen Scheiße auseinandersetzen [lacht]…


Selbiger Song zeigt auch, dass „Split Your Lip“ ein sehr vielseitiges Album geworden ist, da sich diese bluesige Nummer doch sehr vom Rest der Songs abhebt. Was inspiriert Dich zu solchen Liedern?

Anfangs war „Here Comes The Sick Bitch“ eigentlich als Uptempo-Song für die gesamte Band, mit E-Gitarren und allem Drum und Dran geplant. Wir hatten ihn auch im Studio schon so aufgenommen, aber der Text war einfach so gnadenlos ehrlich, dass ich ihn zuhause noch mal für die Akustikgitarre arrangiert habe. Diese Version habe ich dann den anderen Jungs gezeigt und sie waren sofort einverstanden, weil der Songtext auf diese Weise weiter in den Mittelpunkt rückt.


Du meintest zuvor, dass Du auf die Rockmusik der 80er stehst – welche Bands sind für den Sound von HARDCORE SUPERSTAR und Eures neuen Albums verantwortlich?

Naja, 1986 war ich gerade mal zehn Jahre alt – da waren wir alle noch Kinder und dieser ganze „Kampf“, der zwischen Thrash Metal und Glam Metal tobte, war uns schlichtweg egal. Alles, was wir in dem Alter machen wollten, war Skateboard fahren und Musik hören, weshalb wir uns einfach alles angehört haben: Wir haben GUNS N ROSES gehört, als ihre erste Platte erschienen ist, wir haben MÖTLEY CRÜE gehört, als sie auf der Bildfläche erschienen, aber gleichzeitig haben wir ständig MERCYFUL FATE, KING DIAMOND, SLAYER und natürlich METALLICA gehört, weshalb uns natürlich all diese Genres sehr inspiriert haben. Als wir die Musik für „Hardcore Superstar“ schrieben, haben wir beschlossen, die Stilrichtungen Sleaze und Thrash miteinander zu verbinden und das haben wir seither immer getan… In meinen Augen wurden diese Genres ohnehin beide in den Hinterhöfen geboren, weshalb sie sich auch gar nicht unähnlich sind: Sie wurden beide stark sowohl vom Punk als auch vom Hard Rock beeinflusst. Im Grunde ist unser Sound einfach nur unsere Interpretation dessen, was wir in den 80ern gehört haben.


Im letzten Interview erwähnte Euer Sänger Jocke, dass Dein Schlagzeugspiel stark vom Thrash Metal beeinflusst sei – welche Bands und Drummer sind Deine Lieblinge?

Ich habe sehr viel zum Schlagzeugspiel von Dave Lombardo geübt, als er all diese magischen Alben wie „Reign In Blood“ und „South Of Heaven“ einspielte. Ich wurde aber auch sehr von Mickey Dee, der damals noch bei KING DIAMOND spielte, inspiriert. Der wohnt auch nicht weit von mir und damals fand ich es natürlich total cool, einen Rockstar in der Nachbarschaft zu haben. In gewisser Weise hat er uns auch gezeigt, dass man aus Göteborg stammen kann und trotzdem erfolgreich sein kann, was uns natürlich angespornt hat. Ich habe Stunden damit verbracht, die Songs von KING DIAMOND zu lernen – wenn man alle zusammen rechnet, sind das wahrscheinlich etliche Monate [lacht]. So habe ich das Schlagzeugspielen gelernt.


Das Jahr 2010 neigt sich rasch dem Ende – war es ein gutes Jahr?

Das war ein verdammt gutes Jahr! Wir waren so kreativ, dass wir für „Split Your Lip“ insgesamt 35 Songs geschrieben haben. Songwriting kann manchmal ein sehr mühseliger Prozess sein, aber diesmal hat es uns richtig Spaß gemacht. Diesmal war das Schreiben vergleichbar mit Durchfall [lacht]: Du gehst ins Bett und kurz bevor Du einschläfst, bekommst Du eine Idee. Also musst Du sofort wieder aufstehen, um was damit zu machen, weil Du Dich am nächsten Morgen ganz sicher nicht mehr daran erinnern würdest. Also raus aus dem Bett, runter ins Wohnzimmer, um die Idee aufzunehmen und wenn Du oben wieder in der Falle liegst, kommt kurz vor dem Einschlafen gleich die nächste Idee. Also wieder runter und alles noch mal – wie Durchfall, allerdings im positiven Sinne… [lacht]


Wie sieht es mit Euren Tourplänen in den kommenden Monaten aus?

Wir häufen allmählich Konzerte an – jeden Tag sehe ich, dass auf unserer Website ein paar neue Termine eingetragen wurden. Es sieht also so aus, als würden wir für dieses Album ziemlich viel touren. Wir haben auch schon angefangen und waren gerade in Wales, wo wir auf dem „Hard Rock Hell“-Festival gespielt haben und wir haben auch schon eine Show hier in unserer Heimatstadt gespielt. Wir waren immer viel unterwegs, darum erwarte ich auch diesmal nichts anderes.


So, damit sind wir auch schon am Ende – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Nicht wirklich, ich möchte Euch alle nur um eines bitten: Wenn Ihr irgendwo einen Schweden trefft, dann seid nett zum ihm – kauft ihm oder ihr ein Bier!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 25.12.2010 | 12:07 Uhr

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