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Interviewpartner: Alan Averill

PRIMORDIAL braucht man nicht vorstellen; seit mindestens neun Jahren, also seit „The Gathering Wilderness“, sind sie eine feste Größe in der Metal-Welt und gelten vielen Fans als eine der authentischsten Pagan/Black-Metal-Bands, die es gibt. Sänger Alan Averill ist außerdem eine sehr charismatische Persönlichkeit und eine beeindruckende Live-Frontsau, was den Ruf der Band noch zusätzlich erhöht. Einen Tag, bevor Alan mit seiner Zweitband DREAD SOVEREIGN auf Tour geht, haben wir uns via Skype getroffen, um über das neue PRIMORDIAL-Album, „Where Greater Men Have Fallen“, zu quatschen. Dabei stellt sich heraus, dass der gute Mann im Alter noch mürrischer und negativer geworden ist! Ring frei!




Hi Alan, wo erwische ich Dich gerade? Bist Du schon in Holland, wo morgen [31. Oktober] die erste Show Deiner Tour mit DREAD SOVEREIGN losgeht?

Nein, nein, ich bin noch in Irland.


Alles klar. Wie war Dein Tag - viele Interviews? Ich habe auf Facebook gelesen, dass Du mit einigen Fragen nicht gerade glücklich warst haha.

Nun ... ja, nach diesem Interview kommen noch sieben weitere. Ach, du weißt, Interviews zu geben, das ist ein Krampf. Sie sind ein notwendiges Übel. Und ich verstehe ... ich meine, gute Interviews können Spaß machen, aber bei manchen Fragen denke ich mir, den Scheiß habe ich doch schon 2001 oder so beantwortet ... wir werden alt und mürrisch haha.


Ja gut, dann schauen wir mal, dass ich nicht nur idiotische Fragen stellen.

Ja klar, aber weißt Du, so Fragen wie „Hey, eure Drums klingen wie BATHORY!", ich meine, BATHORY verwenden eine Drum-Maschine. Ich weiß, dass das nicht alles bekannt ist, aber ernsthaft ... na gut. Aber was auch immer, ich fand das nur lustig.


Werden wir mal ernsthafter – Du hast auch ein paar Bilder von eurem ersten Video-Shooting online gestellt. Ihr macht gerade einen Clip für den Song „Babel's Tower", welcher gleichzeitig der erste PRIMORDIAL-Clip überhaupt ist. Könntest Du uns etwas darüber erzählen, wie das für Dich/euch war? Alles gut geklappt? War es aufregend oder anstrengend?

Nun, das hängt davon ab. Es ist scheinbar ziemlich unproblematisch abgelaufen. Aber, weißt Du, ich bin kein Mann mit viel Geduld. Etwas immer und immer wieder zu machen, das ist meine Vorstellung der Hölle. Wiederholung ist der Schlüssel zum Wahnsinn. Aber es war interessant und es war vor allem spannend zu sehen, wie engagiert da gearbeitet wurde. Wir hatten sechs Leute, die daran gewerkelt haben, und jeder von ihnen hat seine Zeit und seine Leistung einer Sache geschenkt, die zwar ein Kunstwerk darstellt, aber gleichzeitig auch für niemanden mehr wirklich Geld bringt. Man ist etwas demütig geworden, wenn man dabei war. Ich denke, es war eine interessante Erfahrung, aber ich war glücklich darüber, nicht der Hauptdarsteller sein zu müssen.


Wie lange habt ihr denn gebraucht, um das Video zu drehen?

Zwei Tage.


Und wenn Du sagst, dass das Video nicht mehr viel Geld bringt, aus welchen Gründen habt ihr es dann gedreht?

Wir mussten es einfach machen. Die Zeit war reif. Es war nach acht Alben einfach Zeit, und ich denke, alles Weitere verstehst Du, wenn Du es siehst. Es unterscheidet sich ziemlich von den gewöhnlichen Heavy-Metal-Videos. Es war einfach Zeit, ein Statement abzuliefern und etwas professioneller zu werden. Wir wollten einfach einen neuen Level erreichen und das ordentlich machen.


Gab es einen spezifischen Grund, warum ihr gerade „Babel's Tower" hergenommen habt? Habt ihr schon gleich am Anfang, als ihr alle Songs für das neue Album im Kasten hattet, gewusst, dass ihr wegen dem Konzept beziehungsweise den Lyrics zu diesem Song ein Video machen wollt, oder hat sich das dann so ergeben?

Als wir angefangen haben, das Album zu schreiben, ist für uns dieser Song irgendwie hervorgestochen. Für uns war das gleich klar. Wenn man mit Journalisten und anderen Leuten spricht, dann ist das komischerweise nicht der Song, der sich für diese Leute von den anderen abhebt. Aber gut. Wie Du sagst, alle unsere Songs sind lang. Wir hätten ein Video für den Opener machen können, weil dieser eine sehr militaristische, epische, rohe und wütende Grundstimmung hat. Aber ich bin mir nicht sicher, ob wir diese Stimmung in Bildern einfangen könnten.


Gehen wir doch diesbezüglich genauer auf das Album ein. Wie Du gerade gesagt hast, ist es nicht „Babel's Tower", das von den Kritikern am meisten gelobt wird. Aber wie siehst Du generell die ersten Reaktionen auf das neue Album? Hast Du das Gefühl, dass die Leute davon ausgehen, dass ihr „Redemption At The Puritan's Hand" übertrumpft habt?

Nun, wir haben in allen großen deutschen Magazinen den Soundcheck gewonnen. Aber ich weiß nicht. Grundsätzlich scheinen die Reaktionen sehr positiv zu sein. Man muss bedenken, dass Heavy Metal ein Spiel für junge Männer ist. Bei den meisten Bands sind die besten Alben die ersten zwei, vielleicht drei. Dass wir also mit Album Nummer acht immer noch abräumen, ist ein ziemliches Statement. Das hängt damit zusammen, dass wir als Band nicht immer „normal" existieren. Wir sind in der Lage, mental aus dieser auszusteigen und sie auch einmal so zu betrachten, wie sie wirklich ist. Das ist ein sehr individueller und manchmal auch sehr schwieriger Prozess. Aber ich denke, wir haben eine gute Balance gefunden, wenn es darum geht, ein Teil der Band zu sein und diese auch kritisch und objektiv von außen betrachten zu können.



Seit zwei, drei Alben werdet ihr nahezu durchgehend mit Lob überschüttet und gehört zu jenen Metal-Bands, die zwar noch nicht so groß sind, dass sie komplett im Mainstream angekommen sind, aber doch eine beachtliche Bedeutung haben. Wie beeinflusst das grundsätzlich die Band? Man hat das Gefühl, ihr müsst schon alle Soundchecks gewinnen, weil alles andere schon fast ein Zeichen dafür wäre, dass das Album nicht gut aufgenommen wurde.

Ich denke, da hast Du recht. Aber wir denken da nicht immer darüber nach. Ich meine, wenn die Veröffentlichung vor der Türe steht, dann bin ich natürlich neugierig, wie es laufen wird. Aber, wie gesagt, wir sind unsere schärfsten Kritiker, und wenn das Album uns überzeugt ... wir sind noch keine Band, die in einer Komfortzone angekommen ist. Wir proben immer noch zusammen, wir streiten und schimpfen noch miteinander, wir haben immer noch unsere Probleme und Sachen laufen et cetera. Die Band ist eine Institution, aber sie ist keine komfortable. Die Musik muss immer noch Energie, Hunger, Wut und echte Melancholie versprühen. In der Band muss es immer eine echte Fokussierung auf die kreative Energie geben. Und wenn man dann auf Distanz zur eigenen Band geht, dann ist es wichtig, festzustellen, dass diese Band immer noch vital und lebendig klingt. Viele Bands vergessen das. Vielleicht liegt der Grund dafür auch darin, dass wir das nicht professionell machen. Wir leben nicht von PRIMORDIAL. Wir sind nicht wie SATYRICON, die ein Jahr lang rumsitzen und von ihren was weiß ich leben können. Das sind nicht wir. Wir sind Leute, die ein Leben haben, mit dem sie zurechtkommen müssen. Alles ist also immer ein schmerzhafter Prozess. Leben ist Kampf! Ich denke, dass genau das unseren Sound beeinflusst. Und die Leute merken, dass wir nicht rumalbern. Schlaue Leute, die Musik verstehen, die wissen, wenn eine Band ein Fake ist. Ich weiß es. Und manchmal muss man seinen eigenen Instinkten und den eigenen Bewertungen trauen. Wir sind immer noch ziemlich harsch und gehen mit einer tödlichen Ernsthaftigkeit an die Sache heran. Aber natürlich auch mit einem schwarzen Sinn für Humor!


Lass uns über das Cover-Artwork reden. Ich habe versucht herauszufinden, welches Monument auf dem Cover zu sehen ist, aber ich bin nicht fündig geworden. Vielleicht kannst Du mir da weiterhelfen?

Ich glaube, eine Frau hat das Foto gemacht, und Costin Chioreanu hat das Artwork designt. Es handelt sich um eine Fotografie eines Grabes außerhalb von Bukarest in Rumänien. Wer das genau ist, das weiß ich nicht wirklich. Wir hatten ungefähr zehn verschiedene Cover-Vorschläge vor uns liegen und das war dasjenige, das am meisten Sinn ergeben hat. Costin arbeitet großartig, weißt Du. Er ist sehr engagiert, sobald er eine Idee hat.


Könntest Du da vielleicht noch etwas genauer darauf eingehen? Inwiefern erzählt das Cover-Artwork uns etwas über das Konzept des Albums?

Nun, erstens denke ich, dass es ein sehr schönes Album-Artwork geworden ist. Es kann für sich alleine stehen und es ist anders als die gewöhnlichen und typischen Metal-Artworks. Es ist teilweise etwas von der Ästhetik der frühen DEAD CAN DANCE inspiriert, weißt Du. Und dann gibt es natürlich das Konzept „Where Greater Men Have Fallen" und ein Mann wirft sich auf dem Bild vor einer Frau nieder. Es gibt da auch eine Textzeile im Titeltrack, in welchem es darum geht, dass Mütter ihre Söhne dem Krieg geben. Aber das Ganze könnte sich auch um Männer drehen, die in der Liebe versagen. Weißt Du, es ist eine interessante Umkehrung der für gewöhnlich von Männern dominierten Welt des Heavy Metal. Das ist nicht unbedingt unsere Intention, aber es ist da. Es ist einfach ein cooles Cover.


Ich verstehe. Hinter PRIMORDIAL-Alben stehen in der Regel wiederkehrende Konzepte, auch wenn sich nicht immer jeder Song darauf bezieht – Themen wie Krieg, Krisen der modernen Welt et cetera. Ihr habt auch wieder einen Song gegen die Kirche in Irland geschrieben, der sich auch auf die toten Babys bezieht, die kürzlich in einem Heim gefunden wurden. Inwiefern ist Kirchenkritik für PRIMORDIAL oder auch für den Black Metal an sich noch interessant? Und allgemeiner gefragt: Siehst Du, dass die Kirche sich durch den neuen Papst in eine bessere Richtung entwickelt?

Wow, interessante Frage. Nun, der Song dreht sich tatsächlich um eine ganz spezifische Situation in Irland, und es sind weniger typische antichristliche Inhalte; es ist keine Fantasy-Rhetorik gegen das Christentum. Es geht - neben anderen Dingen innerhalb der irischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert - um institutionalisierten Kindesmissbrauch. Und es geht um dunkle Zeiten im 20. Jahrhundert in Irland. Man denke nur an die zig Tausend Menschen, die wir in „Heilanstalten" gesteckt haben, obwohl sie keine psychischen Krankheiten hatten. An diesen wurden auch Experimente durchgeführt. Die Kirche hatte damals komplette Kontrolle über die irische Gesellschaft, die damals noch wenig aufgeklärt war und sich verweigert hat, Fragen zu stellen und dem „Meister" auch einmal in die Hand zu beißen. Es geht auch um unsere Unfähigkeit, sich gegen Autoritäten aufzulehnen, weißt Du. Ich war früher einmal gegen den Staat und gegen die Kirche, aber für die Leute. Und heute bin ich manchmal gegen den Staat, gegen die Kirche und gegen die Leute. Also geht es in diesem Song nicht nur darum, die Kirche, sondern auch die Leute anzugreifen, weil sie sich nicht gegen die Kirche aufgelehnt haben. In anderen Ländern wäre das vielleicht passiert, wenn das Ausmaß des Missbrauchs bekannt geworden wäre. Ich spreche hier von Hunderttausenden von Kindern und Jugendlichen, die missbraucht wurden oder sich auf Bauernhöfen zu Tode gearbeitet haben. Die Leute haben nichts dagegen getan. Nur sehr wenige Menschen haben sich aufgelehnt, weil sie der Kirche so gedient haben. Und ich mag es, diese scheußliche irische Geschichte den Leuten bewusst zu machen, weil sie das nicht wahrhaben wollen. Es regt sie heutzutage immer noch auf und sie sagen, man soll die Kirche nicht angreifen. Aber ich sage, man sollte diese Leute am Marktplatz aufhängen. Man sollte ihre Institutionen niederbrennen. Aber stattdessen werde ich dafür angegriffen, dass ich diese fertigmache. Nun denn, fuck you! So ist es.




Du warst ja mit PRIMORDIAL und auch selbst viel in Europa [und auf der ganzen Welt] unterwegs und hast viele Länder kennen gelernt. Denkst Du, dass diese Macht der Kirche, die auch heute noch existent ist, etwas spezifisch Irisches ist oder findet man das auch noch in anderen Ländern?

Nun, ohne da jetzt ins Detail zu gehen, weil uns die Zeit dafür fehlt … überall da, wo die Leute arm sind, werden die sie noch von Religion angezogen. Und überall da, wo die Menschen katholisch sind, ist die Gesellschaft weiter zurückgeblieben als in Gegenden, die protestantisch sind. Nenne mir ein armes protestantisches Land auf dieser Welt. Es gibt keines! Das ist der Unterschied zwischen Nord- und Südeuropa. Und Irland ist eher wie Südeuropa, aber wir sind eine Insel. Das heißt, wenn die Kirche ein pädophiles Regime sein will, dann ist Irland dafür perfekt geeignet. Wir gehören alle derselben Ethnie an, wir haben alle dieselbe Nationalität, wir sprechen alle dieselbe Sprache, wir sind alle arm, wir sind zurückgeblieben und wir sind ungebildet – das ist der perfekte Ort, um Kinder zu missbrauchen. Und die Leute hier wollten der Kirche zu Diensten sein; wenn das in Italien oder Spanien passiert wäre, dann hätten sich die Leute dagegen stärker aufgelehnt. Sogar als bei uns Journalisten in den 60er Jahren darüber schreiben wollten, konnten sie ihre Artikel nicht publizieren. Wie ich sagte, es ist mein Job, - zumindest mit diesen Lyrics - den Leuten ihren eigenen Dreck ins Gesicht zu werfen. Ich zwinge sie, es sich anzuschauen, wie ihre Gesellschaft war. Man darf vor diesen Institutionen keine Pietät haben. Fick den Staat, fick die Kirche, fick alle Leute, die dabei waren, fick den Katholizismus; fick alle diese Sachen. Das ist natürlich ein sehr nihilistischer Standpunkt, aber das ist meine Perspektive in diesem Song und auch generell gesprochen. Wie gesagt, es gibt halt keine Songs über Piraten, was kann man machen haha!


Okay, noch zwei Fragen, da wir es eilig haben. Bei der Box-Edition eures neuen Albums findet man zwei bislang unveröffentlichte Tracks, die aus dem Jahre 1991 stammen. Wo habt ihr die ausgegraben und was können sich Käufer davon erwarten?

Sie können erwarten, dass sie nicht wahnsinnig gut sind, haha! Nein, sie sind interessant. Es handelt sich um eine Probe vom November 1991, denke ich. Das waren die ersten zwei Songs, die wir geschrieben haben. Es ist nichts unglaublich Spezielles. Es klingt eher südamerikanisch, so ein bisschen MORBID VISION-Stil. Es ist nicht wirklich beeindruckend, aber es sind echte Songs. Ich denke für PRIMORDIAL-Fans ist es interessant, und wir haben die 7'' so gestaltet, dass sie wie eine sehr alte 7'' aussieht. Also ist das eine nette und interessante Sache, aber es wird wohl keine Leute geben, die wollen, dass wir diese Tracks live spielen. Es ist eine Kuriosität und immerhin schon 23 Jahre alt.


Das bringt mich zur nächsten Frage: Ich wollte gerade fragen, ob ihr diese Songs bei den Album-Release-Shows spielen werdet?

Nein, nein!


Okay, aber werdet ihr das ganze Album live spielen?

Ich weiß es noch nicht.


Verstehe. Gibt es aber vielleicht Pläne für eine Live-DVD, die bei den Shows aufgenommen wird? Oder irgendwas anderes in dieser Richtung?

Ich habe keine Idee. Vielleicht. Ich bin mir nicht sicher, ich bin mir wirklich nicht sicher. Wir müssen schauen. Wir arbeiten eine Idee nach der anderen ab - jetzt erst mal das Video und dann schauen wir weiter.


Letzte Frage: PRIMORDIAL haben bei der Kompilation „One And All, Together, For Home" mitgemacht. Könntest Du uns darüber etwas erzählen? Inwiefern hat diese Kompilation mit den grundlegenden Themen von PRIMORDIAL zu tun? Inwiefern seid ihr mit den anderen Bands verbunden et cetera?

Ich denke, das Prinzip ist die gelebte Geschichte. Es geht darum, sich zu verweigern, dem Trend der modernen Gesellschaft zu folgen, welche versucht, einem jegliche Verbindung zur eigenen Kultur und Geschichte abzusprechen. Und es geht darum, die Geschichte in einem positiven Sinne zu sehen. Wir wollten es den Leuten nicht ermöglichen, kulturelle und geschichtliche Narrative immer negativ zu zeichnen. Für uns war das wichtig, ein Teil davon zu sein und musikalisch auch einmal etwas Akustik-Luft zu schnuppern. Ja, es geht darum, einen positiven Blick auf die kulturellen und geschichtlichen Narrative zu werfen und anderen Leuten nicht zu erlauben, all das zu verwerfen und uns vorzuwerfen, wir wären eine politische Band. Außerdem ist „Dark Horse On The Wind" ein schöner Song und mehr Leute sollten ihn gehört haben. Warum nicht?


Das war's. Vielen Dank! Magst Du noch was hinzufügen?

Ne, das passt gut! Tschau!


Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 27.11.2014 | 13:21 Uhr

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