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Interviewpartner: Alan Nemtheanga

PRIMORDIAL gehören nun wirklich nicht zu den Bands, die halbgare Veröffentlichungen – seien es CDs oder DVDs – auf den Markt werfen. Kein Wunder also, dass sich die irischen Pagan Metaller für ihre Doppel-DVD „All Empires Fall“ genügend Zeit genommen und dafür nun ein dick geschnürtes Paket abgeliefert haben, was den Silberlingen auch sofort anzumerken ist. Sänger Alan Nemtheanga äußert sich im Interview zum aktuellen Stand bei PRIMORDIAL und zu „All Empires Fall“.




Hallo Alan! Eure erste DVD, „All Empires Fall“, wird in wenigen Tagen veröffentlicht. Wie lange ist Euch eigentlich die Idee für eine DVD schon durch den Kopf gegangen? Was ist Dir wichtig bei einer guten DVD?

Hi. Ich weiß nicht so wirklich; es war auch schon vorher Thema, aber während der letzten beiden Jahre habe ich dann immer mehr bemerkt, dass wir eine der wenigen Bands da draußen sind, die noch keine DVD herausgebracht haben. Daraus entstand so eine Art Plan. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Freund von DVD von Bands, sodass ich nicht wirklich viele gesehen habe, aber ich finde, dass die Qualität auf jeden Fall vor der Quantität kommen sollte. Wer will sich schon sieben DVDs von ein und derselben Show ansehen? Ich nicht.


Erzähle uns doch bitte mal ein wenig von dem besonderen ‚Vintage Look’ der Live-Aufnahmen aus Dublin. Kann dies als visuelle Fortsetzung Eurer analogen Vorgehensweise bei den Studioaufnahmen von „To The Nameless Dead“ verstanden werden?

Ich denke mal, dass man dies durchaus so umschreiben könnte. Ich kümmere mich nicht um das Moderne oder was die Leute unter Fortschritt verstehen. Normalerweise klingt oder sieht dies seelenlos und maschinell aus. Das alles interessiert mich überhaupt nicht. Ich habe mir einige alte Konzerte aus den Siebzigern reingezogen und ich mochte diese alten Farben [Technicolour] und den Schleier, der über allem zu liegen schien, sodass wir uns mehr oder weniger davon inspirieren ließen. Dazu kamen dann noch ein paar modernere Shows, aber eher von Leuten wie NICK CAVE, PORTISHEAD und so weiter. Diese Aufnahmen beweisen eine gewisse Vorstellungskraft, und wir versuchen immer, uns außerhalb des abgesteckten Terrains zu bewegen. Das sieht man auch, wenn man sich das Konzert anschaut. Ihr werdet bislang noch keine Live-Metal-DVD dieser Machart gesehen haben.


Wie seid Ihr eigentlich auf Dublin gekommen, um das Konzert aufzuzeichnen? Oder lag der Gedanke nahe, dass eine irische Band am besten vor den heimischen Zuschauern in ihrer Heimatstadt zur Geltung kommen würde? Und wieso genau die Ragnarök-, Hove- und Graspop-Mitschnitte?

Hm, es gab einige Gründe hierfür. Der erste dafür war, dass wir mit der Crew hier vor Ort arbeiten und alles ziemlich leicht auf die Beine stellen konnten. Sonst hätten wir ein ganzes Kamerateam in einen Flieger setzen müssen, und wir mochten die Idee, dass wir Dublin ein bisschen mehr auf der Metal-Landkarte positionieren. Zu viele Bands werfen einfach die kostenlosen Mitschnitte von Festivals als komplettes Konzert auf den Markt. Wir beschlossen jedoch, etwas Besonderes zu machen. Die Bonus-Sachen? Es gab keinen wirklichen Grund dafür; sie sahen einfach am besten aus!


Was gibt es zu der Limited Edition zu sagen? Die beiden zusätzlichen CDs enthalten somit auch das Konzert in Dublin? Oder gibt es da noch mehr?

Nein, es gibt die Audiofassung des Dublin-Konzertes. Ich bin der Meinung, dass es eine sehr interessante Perspektive auf unsere sehr alten Songs vom Anfang der Neunziger und wie sie heute klingen ermöglicht.


Wo habt Ihr die gut 90-minütige Dokumentation über die Band, „Gods To The Godless“, eigentlich aufgezeichnet? Wie war es, die Geschichte von PRIMORDIAL noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen? Würdest Du etwas ändern wollen?

Wir haben über einen Zeitraum von vier Wochen an verschiedenen Schauplätzen in der Gegend von Dublin und in unterschiedlichen Situationen gefilmt. Ich bin stolz auf die Geschichte. Wir sind niemals Kompromisse eingegangen und haben getan, was wir wollten – das stand an oberster Stelle. Natürlich hätte man einige Dinge anders angehen können, aber wir sind immer noch hier, wenn andere es nicht mehr wären. Für mich sagt das schon alles.


Was ist für Dich die denkwürdigste Begebenheit mit PRIMORDIAL, und welche war die schlimmste? Vielleicht als Paul einen Blinddarmriss vor dem Konzert in der Dubliner Button Factory im Januar 2008 hatte?

Fuck, das ist eine schwere Frage. Ich denke mal, dass die schlimmsten Zeiten zum Glück vor einer Weile waren, so 1996 oder 1997, als es tatsächlich so aussah, als würden wir alles hinschmeißen. Das Ende der Zeit bei Hammerheart Records war auch verdammt frustrierend. Oh ja, das war für Paul in der Tat mies, aber wir haben die Scharte inzwischen ausgewetzt. Zum Glück gab es deutlich mehr Positives als Negatives.


Welches Album von PRIMORDIAL magst Du eigentlich am liebsten? Und welches ist Deiner Meinung wichtig für die Band und ihren Erfolg gewesen?

Das ist nur ganz schwer zu sagen. Sie bedeuten für mich unterschiedliche Dinge, aber wahrscheinlich ist es das letzte Album. Ich finde, dass es die perfekte Kombination einer direkteren und stärkeren Herangehensweise beim Songwriting und einer guten Produktion und Ästhetik darstellt. Und das ist auf alle Fälle das wichtigste Album, wenn wir von Anerkennung und Erfolg sprechen. „To The Nameless Dead“ hat mehr oder weniger alles für die Band verändert und uns definitiv mehr ins Rampenlicht gerückt.




„Imrama“ und „A Journey’s End“ sind kürzlich – inkl. Bonusmaterial – erneut veröffentlicht worden. Wann können wir mit den nächsten Alben rechnen? Bist Du der Meinung, dass dies eine ideale Plattform darstellt, um die jüngeren Fans darauf aufmerksam zu machen, dass es neben „The Gathering Wilderness“ und „To The Nameless Dead“ auch noch andere hochwertige CDs von PRIMORDIAL gibt?

Ja, die nächsten beiden Scheiben werden noch mehr Bonusmaterial beinhalten. So wie ich den heutigen Markt verstehe, muss man diese Editionen für die Leute so interessant wie nur möglich gestalten, aber gleichzeitig wollte ich auch ein möglichst dickes Paket für die Leute und auch für mich schnüren. „Spirit The Earth Aflame“ wird sogar einige Songs beinhalten, die bislang noch nie veröffentlicht wurden, also ist das etwas ganz Besonderes, wenn Du mich fragst! Natürlich kennen einige der jüngeren Fans diese Alben überhaupt nicht und waren noch nicht mal auf der Welt, als wir sie aufgenommen haben, sodass es wichtig ist, dass diese Scheiben veröffentlicht werden und verfügbar sind.


Kannst Du uns vielleicht schon ein wenig über die Fortschritte beim neuen Album erzählen? Werdet Ihr wieder in die Foel Studios gehen? Fühlt Ihr Euch nach dem großen Erfolg von „To The Nameless Dead“ einem gewissen Druck ausgesetzt?

Oh ja, wir haben im Moment vor, im Juni ins Studio zu gehen, sodass das Teil dann nach dem Sommer erscheint. Vielleicht gehen wir ja auch wieder in die Foel Studios. Es gibt schon Druck, aber bis jetzt bereitet mir das keine Sorgen. Was wir bislang haben, klingt großartig und energiegeladen. Es gibt tonnenweise Ideen, vielleicht schon jetzt für sechs oder sieben Songs. Manche klingen komplex und nach den Siebzigern, anderer wiederum wütend und tragisch. Es ist aber noch viel zu früh, um über die ganzen Themen zu sprechen, aber momentan sind die Texte vielschichtig, kehren jedoch oft zu den Aspekten Glauben und Erlösung zurück.


Du veröffentlichst öfter mal Deine Ansichten über Gott und die Welt [und vor allem Irland] auf der PRIMORDIAL-Seite, so zum Beispiel die Feststellung „If the state had one artery I’d gladly sever it“. Deutliche Worte. Hast Du Dir mal überlegt, diese Texte zu sammeln und anderweitig zu veröffentlichen?

Die Lage in Irland? Hm, wenn wir genügend Platz für meine ganzen Gedanken zu dem Thema hätten, dann wäre in Eurem Magazin nicht mehr viel Raum für andere Sachen. Das Land fällt grob gesagt auseinander; die alten Institutionen, auf denen die irische Gesellschaft basiert, sind marode oder endlich als voller Lügen, Vetternwirtschaft und falschen Versprechungen entlarvt worden. Die alte Vision der Republik ist gescheitert, und ich betrachte Irland inzwischen mehr oder weniger als gescheiterten Staat. Die größte politische Partei hat sich als Scharlatan und Lügner herausgestellt, was sie schon immer war; die Kirche hat nichts mehr weiter als eine Vereinigung von Pädophilen vorzuweisen, und die Immobilien- und Bankgewerbe haben nur noch ein wirtschaftliches schwarzes Loch. Wir sind nahe daran, unsere Jüngsten und Klügsten wieder einmal in den Rest der Welt zu exportieren. Für sie gibt es hier einfach nichts mehr. Das hat meine Ansichten zur Nation wirklich sehr verändert, um ganz ehrlich zu sein. Ihr werdet mehr darüber auf dem nächsten Album hören. Und es ist mir tatsächlich schon einmal durch den Kopf gegangen, einige Texte zu sammeln und herauszubringen; vielleicht werde ich mir das mal als Ziel für die Zukunft stecken.


Wie bewertest Du rückblickend die Touren und Festivals für „To The Nameless Dead“, insbesondere das Paganfest in den USA und das europäische Heidenfest?

Hm, glaube mir, wir haben uns sehr lange und ausgiebig darüber Gedanken machen müssen. Wir sind uns darüber im Klaren, dass manche der älteren Fans dies als Ausverkauf an den ganzen Pagan-Metal-Trend hätten werten können, aber ich denke mal, dass die Leute wissen, dass wir ganz am Anfang mit dabei waren, bevor es das überhaupt alles gab. Wir hatten das Recht, diese Touren zu fahren, ganz besonders in Amerika, wo dies unsere erste Gelegenheit darstellte, dort zu touren. Es war auch eine Chance, manche der jüngeren Leute mit etwas anderem herauszufordern und zudem neue Fans auf einer größeren Plattform zu erreichen. Wie auch immer, nichts gegen diese ganzen Bands, aber prinzipiell ist das nicht so wirklich meine Art von Musik; vielleicht werden wir das nächste Mal etwas anderes ausprobieren. Ich bereue es aber nicht einen Moment lang.


Auf der DVD schneidet Ihr auch das Thema Downloading und Filesharing an. Wie sehr wirkt sich dies auf eine Band wie PRIMORDIAL aus? Wie hat sich die Musik dadurch verändert?

Oha, noch so eine riesige Frage! Nun ja, ich finde, dass das Problem immer noch darin besteht, dass Musik lediglich ein weiteres Gebrauchsgut für die Kids von heute ist. Rechter Mausklick – Besitz. Ohne jegliche wirkliche Anerkennung für die Kreativität hinter den Klängen. Merkwürdigerweise sind unsere Verkaufszahlen aber nach oben gegangen, obwohl wir auf einem Major Label sind und die Verkäufe bei vielen Bands in den Keller gegangen sind! Als ob die eigenen Fans sich dagegen irgendwie erwehren, und aufgrund der Natur von PRIMORDIAL, den Themen und wofür wir stehen ist für einige Leute der Download des Albums einfach nicht ausreichend. Und dafür danke ich ihnen.
Ein sehr positiver Aspekt besteht darin, dass es manchen Ländern der Zweiten und Dritten Welt ermöglicht hat, sich dem Rest der Welt öffnen zu können. Mit vier Klicks kann ich mir eine Band aus Peru oder China anhören. Man muss sich einfach durchbeißen; es ist eine ungewisse Welt, in der wir leben!


Ein gutes Schlusswort, denn damit sind wir auch am Ende angelangt. Ich danke Dir für Deine Zeit!

Vae Victis. Vielen Dank für die Unterstützung.
Alan


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 08.03.2010 | 16:41 Uhr

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