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Interviewpartner: Alex Webster




Dass Alex Webster ein echter Freak ist, ein Vollblut-Musiker, der für den Metal sterben würde [kleiner Scherz Götz, leg dich wieder hin], ist hinreichend bekannt. Und deshalb gibt’s zur neuen Abrissbirne „Evisceration Plague“ ebensoviel zu erzählen, wie zu Christa Jenal, Corpsepaint und zum Metal im Allgemeinen. Vorhang auf für den ‚Steve Harris des Death Metal’ [frei nach Erik Rutan].

Hex Alex, wie geht’s dir jetzt, wo das Album endlich fertig ist und ihr wieder auf Tour geht?


Alex: Oh, prima. Es ist immer ein gutes Gefühl, sich nach solch anstrengenden Aufnahmesessions zu entspannen und dem Album, an dem wir so lang und hart gearbeitet haben, mal in Ruhe zuzuhören.


DVD, Album, Tour – es scheint buchstäblich ein verdammt harter Job zu sein, heutzutage in dieser Band zu spielen. Du bist keine 20 mehr, wie kommst du mit einem solchen Haufen Stress klar?

Alex: Na ja, wenn du auf unseren Tourplan schaust, wirst du bemerken, dass wir in regelmäßigen Abständen Pausen einlegen. Zum Beispiel haben wir jetzt gerade einen Monat Auszeit zwischen der Europatour, von der wir gerade kommen und der US-Tour, auf die wir dann im April gehen werden. Natürlich touren wir immer noch viel, aber es verteilt sich mittlerweile alles besser über das Jahr. Als wir jünger waren, befanden wir uns monatelang auf Tour, ohne großartig Pause zu machen. Aber aus familiären und gesundheitlichen Gründen treten wir inzwischen etwas kürzer und legen zwischen den Touren Unterbrechungen ein.


Auf der Platte befinden sich einige große Überraschungen. Beginnen wir mit dem Gitarrensound. Der klingt zum erste Mal perfekt. Was habt ihr anders gemacht als sonst?

Alex: Unser Produzent Erik Rutan, Rob und Pat haben wirklich hart daran gearbeitet, den besten Sound zu finden. Alle drei sind wahre Meister der Death Metal-Gitarre, also überrascht es mich im Endeffekt nicht, dass sie ein wirklich phantastisches Resultat erzielt haben. Der große Unterschied am Gitarrensound dieser Scheibe ist, dass wir ein Mesa Boogie Triple Rectifier-Top für alle Tracks benutzt haben, während wir in der Vergangenheit oft mit verschiedenen Amps gearbeitet haben. Zudem hat Pat sich eine wirklich coole Mesa Boogie Cabinet – Box gegönnt und sie mit speziellen Speakern, ich glaube EV’s, ausgestattet. Das ist die heavieste Cabinet, die er jemals benutzt hat – und zwar in doppelter Hinsicht: Das Scheißteil ist so verdammt schwer, haha!


Okay, weg vom Product Placement, und hinein in die Musik. In “To Decompose” gibt es einen echten Breakdown. Zu viele DESPISED ICON-CDs im Tourbus?

Alex: Nun, ich weiß nicht, ob sich der Teil auf den du anspielst, so wahnsinnig von dem unterscheidet, was wir beispielsweise in "Buried In The Backyard" oder "Devoured By Vermin" machen. Jedenfalls habe ich keine Ahnung, ob irgendwer aus der Band DESPISED ICON hört. Ich kenne ein paar Songs von ihnen, die ich gut finde, aber so richtig gut kenne ich mich mit ihrer Musik nicht aus. Also muss es sich bei diesem Breakdown wohl um einen Zufall handeln.


Ach was, versteh mich nicht falsch – der Part hört sich ja gut an, aber für eure Verhältnisse ist es ein offensichtliches musikalisches Experiment. Wird es demnächst ähnlich krasse Veränderungen in eurem Sound geben? Ich denke da an cleane Vocals, schwedische Gitarrenlinien oder andersherum: Pig Squeals, Arpeggio-Skalen oder mehr Slam-Parts?

Alex: Also, wir mögen musikalisches Experimentieren, aber wir werden wohl niemals Dinge hinzufügen, die kein purer Death Metal sind.


Ein Mann, ein Wort. Aber egal: was hältst du von der modernen Entwicklung der Extrem Metal-Szene?

Alex: Puh, es scheint mehr Genres zu geben, als je zuvor. Deathcore, Metalcore etc. Ich denke, solange die Musik heavy ist, spielt es keine Rolle, wie man den Sound nennt oder welches Image die Band verkörpert. Ich denke, grundsätzlich hat es eine Menge positive Entwicklungen im Bereich der harten Musik gegeben. Einige dieser Typen sind unglaubliche Musiker. Das stimmt positiv für die Zukunft.




Könntest du uns ein paar Gedanken zu den folgenden Bands mitteilen?

BRAIN DRILL

Alex: Super intensiv, absolut am Zenit, eine Killer Band.


BENEATH THE MASSACRE

Alex: Ich kenne ihre Musik nicht gut genug, um sie zu kommentieren. Ein paar Sachen habe ich mal online gehört. Sie spielen verdammt schnell, was cool ist.


DESPISED ICON

Alex: Das Gleiche, ich kenne sie nicht umfassend genug, um mir ein Urteil zu bilden.


DEVOURMENT

Alex: Ich habe ein wenig von diesen Jungs gehört und sie sind völlig brutal. Haben die nicht unseren Song "The Pickaxe Murders" gecovert?


Genau, gut aufgepasst.

THE BLACK DAHLIA MURDER

Alex: Eine großartige High Speed Melodic Death Metal Band. Außerdem macht es großen Spaß, mit ihnen zu touren. Tolle Jungs!


THE FACELESS

Alex: Eine sehr technische Band. Sie erinnern mich an eine Mischung aus CYNIC, SPAWN OF POSSESSION und vielleicht ein wenig modernem Deathcore.


NECROPHAGIST

Alex: Welch atemberaubende Band. NECROPHAGIST sind so wahnsinnig gut. Wir sind vor einigen Jahren zusammen getourt, und sie nagelten diese hochkomplexen Tracks jede Nacht perfekt unters Volk. Ich war absolut beeindruckt...


MORBID ANGEL

Alex: Eine meiner All-Time-Lieblingsbands. MORBID ANGEL sind eine dieser Bands, deren Musik Death Metal für mich definiert. Vor allem “Altars Of Madness” ist wahrscheinlich das beste Death Metal-Album aller Zeiten.


Zurück zur eigenen Mucke. Der Track “Priests Of Sodom” enthält nicht nur eins der coolsten CC-Riffs seit “Pit Of Zombies”, der Titel klingt ganz schön nach Black Metal. Erzähl unseren Lesern doch bitte kurz die Story hinter dem Song und nimm ihnen die panische Angst, dass Corpsegrinder demnächst mit Corpsepaint auftreten wird.

Alex: Hahaha! Na, man kann nie völlig sicher sein, was Corpsegrinder sich einfallen lassen wird, aber die Corpsepaint-Sache klingt nicht wirklich nach ihm. Die Lyrics dieses Songs handeln von einer bösen Blutorgie im antiken Sodom. Es ist nicht die typische CANNIBAL CORPSE-Lyrik, aber sie ist immer noch dunkel und gewalttätig und eignete sich hervorragend für das Lied.


Eine weitere Neuheit ist die Tour mit CHILDREN OF BODOM. Was hältst du von der Band? Konntet ihr die COB-Fans für euch gewinnen?

Alex: COB sind eine geniale Band mit phantastischen Musikern. Wir hatten eine großartige Zeit auf Tour. Ich denke, ein Teil ihrer Fans fand uns anscheinend nach einiger Zeit richtig gut. Mit einigen von ihnen konnte ich mich nach dem Konzert unterhalten. Sie sagten mir, dass sie uns das erste Mal gesehen und es ihnen sehr gefallen hatte. Es ist immer gut, auch Leute jenseits der eigenen Anhängerschaft zu erreichen und so die Death Metal Szene insgesamt zu supporten. Mit uns ist es ja genauso. Wenn wir headlinen, helfen wir Underground-Acts wie beispielsweise in der Vergangenheit AEON, SPAWN OF POSSESSION oder DISAVOWED, und wenn unsere Anhängerschaft wächst, mögen viele dieser Leute vielleicht auch solche Bands.


Habt ihr eigentlich Kontakt zu eurer Lieblings-Moralwächterin Christa Jenal, die seinerzeit für die Zensierung eurer frühen Alben sorgte?

Alex: Nein, wir haben keinen Kontakt zu ihr, und ich weiß nicht, was sie gerade so treibt. Als wir sie vor etwa 15 Jahren trafen, war Chris Barnes noch in der Band. Sie kam mir vor wie jemand, der trotz aller intelligenten Gegenargumente niemals seine Meinung zu einem Thema wie Zensur ändern würde.


Ihr werdet nicht jünger. Wie lange zieht ihr CANNIBAL CORPSE noch durch?

Alex: Das kann ich unmöglich vorhersehen. Vor 20 Jahren, als ich 19 war und mit der Band begann, konnte ich mir kaum vorstellen, wie weit es mit unserer musikalischen Karriere gehen würde. Also wäre es jetzt ebenso sinnlos in die Zukunft zu schauen. Aber immerhin erfreuen wir alle uns bester Gesundheit und sind genauso begeistert im Death Metal-Zirkus unterwegs zu sein wie früher. Definitiv kein Ende in Sicht – die nächsten 20 Jahre nicht, haha – jetzt hab ich’s doch gesagt.


Na, da sind wir doch wenigstens für ein Weilchen beruhigt


Mattaru

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 31.03.2009 | 00:14 Uhr

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