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Interviewpartner: Alissa

14 Jahre nach dem letzten Sängerwechsel haben sich die schwedischen Melodic Death Metaller ARCH ENEMY von ihrer allseits beliebten Frontfrau Angela Gossow getrennt – das heißt, eine Trennung im eigentlichen Sinne war das nicht, denn Frau Gossow gab lediglich ihren Posten am Mikrofon auf und konzentriert sich fortan auf das Management der Truppe. In ihre Fußstapfen tritt auf ihre ausdrückliche Empfehlung hin die ehemalige THE AGONIST-Shouterin Alissa White-Gluz, die auch bereits auf der neuen Platte „War Eternal“ zu hören ist. Das sollte für allerhand Gesprächsstoff sorgen, weshalb wir uns Madame White-Gluz im Interview zur Brust nahmen.






Hallo Alissa und vielen Dank für dieses Interview! Fangen wir gleich mit der heißesten Frage an: Wie kam es, dass Du die neue Sängerin von ARCH ENEMY wurdest?

Ich bin mit Angela schon seit einiger Zeit befreundet und letztes Jahr erzählte Sie mir von ihrer Entscheidung, nicht länger bei ARCH ENEMY zu singen, die Band aber weiterhin managen zu wollen. Sie sagte mir damals auch, dass sie mich gerne als ihre Nachfolgerin sehen würde, weil sie möchte, dass ARCH ENEMY weiterhin bestehen. Sie wusste, dass die übrigen Jungs weitermachen wollten und sie meinte, dass sie sich niemand Besseres als mich vorstellen könnte. Ich habe dann mit Michael [Amott, Gitarre, Anm. d. Red.] gesprochen und er erzählte mir, dass er sich bereits mit mir beschäftigt hat. Er hat sich angesehen, wie ich mich in Interviews verhalte und wie ich mit verschiedenen Bands performt habe. Wir haben dann mit der Zusammenarbeit begonnen und mit den alten Songs gejammt und uns an ein paar ersten Demo-Aufnahmen versucht. Die Chemie zwischen uns allen hat sofort bestens funktioniert! Wir haben seither ein paar Musikvideos produziert und wie ich finde ein wirklich geiles Album aufgenommen.


Vor Deiner Arbeit mit ARCH ENEMY hast Du bei THE AGONIST gesungen. Konntest Du dort so einfach aussteigen?

Ich bin dort nicht ausgestiegen, ich wurde rausgeschmissen. Das war für mich eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Ich wünsche das niemandem und das ist auch absolut nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. THE AGONIST waren die Band, in die ich die meiste Zeit meines Lebens investiert habe und ich wäre dort niemals einfach so ausgestiegen. Ich habe damit auch ganz und gar nicht gerechnet, aber manchmal reagieren die Menschen eben unerwartet auf neue Entwicklungen.


In den Medien wirkte es, als sei alles nach Plan verlaufen...

Mit ARCH ENEMY war das auch absolut der Fall. In dieser Band sind wir alle sehr gut miteinander befreundet und sprechen jeden Tag miteinander – ich höre sogar jeden Tag von Angela. Unglücklicherweise kann ich das nicht über die andere Seite dieses Wechsels sagen.


Du stammst aus Kanada und singst jetzt in einer schwedischen Band. Wie funktioniert das im Hinblick auf die Entfernungen?

Wisst Ihr, wenn man in einer Band ist, dann reist man so viel, da hat die Herkunft nicht immer Einfluss darauf, wo man seine meiste Zeit verbringt. Immerhin stammt Nick Cordle, der andere Gitarrist von ARCH ENEMY, aus den USA – er hat also auch mit größeren Entfernungen zu kämpfen [lacht]. Ich bin auch jahrelang mit KAMELOT auf Tour gewesen und dort stammen die Mitglieder aus Amerika, Schweden und Deutschland.Wenn man längere Zeit in internationalen Bands war, dann merkt man, dass die Welt gar nicht so groß ist und das mit den Abständen gar nicht so kompliziert zu bewältigen ist. Ich habe bereits sehr viel Zeit in Schweden verbracht und die Kultur kennengelernt. Derzeit lerne ich die Sprache. Ich sehe es nicht als Problem, für eine Band den Wohnort zu wechseln – wenn man tourt, ist man ohnehin nie zuhause [lacht].






Mit „War Eternal“ habt Ihr gerade ein neues Album veröffentlicht. Wie würdest Du die Platte einordnen?

Um ehrlich zu sein ist „War Eternal“ das Album, das mich in meiner bisherigen Karriere am meisten mit Stolz erfüllt. Ich finde, es ist gleichzeitig interessant, aufregend, sehr schön und heavy. Wir zollen mit den neuen Songs in jedem Fall den vorangegangenen ARCH ENEMY-Alben Tribut und haben gleichzeitig neues Terrain erschlossen. Auf dem Album gibt es z.B. einen Song, in dem ein echtes Orchester zu hören ist. Und mit mir gibt es auf der Platte natürlich auch eine neue Sängerin und Nick Cordle bringt mit seinen Leadgitarren auch eine neue Ebene in den Sound ein. Ich finde also, dass „War Eternal“ ein schönes Gleichgewicht aus dem traditionellen ARCH ENEMY-Sound und der Weiterentwicklung der Ideen schafft.


Nachdem die Band den Sängerinnenwechsel bekannt gegeben hatte, ging alles sehr schnell. Hast Du bereits am Songwriting teilgenommen?

Ich habe die Texte für die Hälfte der Songs auf dem Album geschrieben und Michael hat die andere Hälfte übernommen. Auch was das Arrangement der Gesangslinien angeht haben wir zusammen gearbeitet. Das lief so: Während ich an den Texten zu einem Song saß, habe ich die Demo-Version eines anderen Songs gehört und dann war ich gleich Feuer und Flamme und habe den anderen gesagt, dass ich auch da den Text schreiben möchte. Das lag daran, dass die Demo-Versionen bereits ohne Gesang sehr intensiv waren und mich inspiriert haben.


Worum geht es in den Songs auf „War Eternal“?

In diesem Fall habe ich mir große Mühe gegeben, etwas persönliches mit einzubringen. Die Texte fallen auf „War Eternal“ also sowohl persönlicher als auch politischer aus, als es bei meinem Songwriting normalerweise der Fall wäre. Wie es bei ARCH ENEMY Tradition hat, werden die Song natürlich auch diesmal wieder durch einen thematischen roten Faden verbunden und der handelt davon, aufzustehen und für seine Ideale zu kämpfen. Ich habe diesmal viele der Songs sehr schnell geschrieben, was ganz einfach daran lag, dass die Ideen nur so aus mir herausgesprudelt sind.


Ist es schwierig, sich in eine neue Band und die Art, wie sie Songwriting und ähnliches handhabt, hineinzufinden?

Ich glaube, es kann schwierig sein. Bei ARCH ENEMY fühlte sich der Übergang allerdings sehr natürlich an.


“War Eternal“ enthält eine Cover-Version von MIKE OLDFIELDs „Shadow On The Wall“ - wie seid Ihr auf diese Nummer gekommen?

Ich finde, unsere Version des Songs ist sehr interessant geworden. Michael würde mir wohl darin zustimmen, dass es für eine Band bei einer Cover-Version gleichermaßen wichtig ist, das Original zu respektieren, es aber auch auf den Bandsound umzumünzen. Ich finde, bei „Shadow On The Wall“ ist uns das sehr gut gelungen. Wir haben da einige Sachen gemacht, die ich ursprünglich gar nicht geplant hatte.






Findest Du, dass Dein Gesangsstil den Sound von ARCH ENEMY verändert hat?

In gewisser Weise sicher, ja. Ich bin eine andere Person als Angela mit anderen Stimmbändern, also lässt dich das wohl kaum vermeiden. Aber nachdem der Großteil der Band der gleiche ist, finde ich, dass wir den ARCH ENEMY-Sound auf „War Eternal“ sehr gut repräsentieren. Als ich die Songs geschrieben habe, habe ich sehr stark darauf geachtet, dass ich dabei nicht zu egoistisch bin, sondern darauf achte, eben Songs für ARCH ENEMY zu schreiben. Es gibt auf dem Album also definitiv neue Komponenten, aber es ist nicht grundlegend anders. Man erkennt hier eine Weiterentwicklung, aber keinen drastischen Wandel.


Wie ist das neue Material bisher live bei den Fans angekommen?

Sehr gut! Ich habe auf der Bühne noch nie so viel Adrenalin gespürt wie bei den Konzerten mit ARCH ENEMY – das ist wirklich irre und ich denke, dass das Publikum das auch mitbekommt, denn der Austausch war immer sehr gut. Das waren vermutlich die besten Shows meines bisherigen Lebens.


Wie sieht es mit Euren weiteren Tourplänen für dieses Jahr aus?

Wir werden jetzt eine ganze Weile auf Tour sein – ungefähr das gesamte kommende Jahr ist mit Konzerten ausgebucht. Zunächst werden wir auf etlichen Sommer-Festivals spielen und dann folgt eine ausgewachsene Europatour zusammen mit KREATOR. Hinterher werden wir noch ein paar mehr Tourdaten bekannt geben.


Damit sind wir auch schon fertig! Möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Ich danke Euch für dieses Interview und ich möchte mich auch bei den ARCH ENEMY-Fans, die uns dieses Jahr auf Tour sehen werden, bedanken!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 28.06.2014 | 10:13 Uhr

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